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== Geografie==
== Geografie==
Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich Westgaste im Westen der Kernstadt auf einem sandigen [[Geest|Geestboden]]. Geografisch grob umgrenzen lässt sich das Viertel in etwa wie folgt: Im Westen durch die Grenze nach [[Westermarsch I]], im Nordwesten bis zum [[Westlinteler Weg]], im Norden bis [[Im Spiet|zum Spiet]] im Osten bis zur [[Lange Riege|Langen Riege]] bzw. [[Feldpfad]] und im Süden bis zum [[Bürgermeisterviertel]] und dem [[Altendeichsweg (Westermarsch)|Altendeichsweg]]. Diese Grenzen sind nicht festgelegt, doch bilden sie im wesentlichen den Kern um die hohe Westgaste, obgleich die Grenze zwischen Stadt und [[Sandbauerschaft]] in Höhe der [[Weberslohne]] lag. Man kann die Straßen, die nach der Eingemeindung 1919 folgten, jedoch nicht mehr eindeutig der [[Norden (Stadtteil)|Altstadt]] oder Westgaste zuordnen.
Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich (die) Westgaste auf einer [[Geest]] (Gaste) im Westen der [[Stadt Norden]]. Geografisch grob umgrenzen lässt sich das Viertel in etwa wie folgt: Im Westen durch die Grenze nach [[Westermarsch I]], im Nordwesten bis zum [[Westlinteler Weg]], im Norden bis [[Im Spiet|zum Spiet]] im Osten bis zur [[Lange Riege|Langen Riege]] bzw. [[Feldpfad]] und im Süden bis zum [[Bürgermeisterviertel]] und dem [[Altendeichsweg (Westermarsch)|Altendeichsweg]]. Diese Grenzen sind nicht festgelegt, doch bilden sie im wesentlichen den Kern um die hohe Westgaste, obgleich die Grenze zwischen Stadt und [[Sandbauerschaft]] in Höhe der [[Weberslohne]] lag. Man kann die Straßen, die nach der Eingemeindung 1919 folgten, jedoch nicht mehr eindeutig der [[Norden (Stadtteil)|Altstadt]] oder Westgaste zuordnen.


Die Erhebung der Westgaste besteht vorwiegend aus sandigem Boden, wie es für ein Geestland typisch ist. Nur in tieferen Lagen der Westgaste findet man marschtypischen Kleiboden. Eine Bohrung aus dem Jahr 1897 ergab zunächst eine schwache Lage Sand, dann Geschiebemergel und darunter Diluvialsand. Am Fuße des Hügels ist schon Klei über dem Sand gelagert. An der Oberfläche des Abhangs befand sich in 0,90 Metern Tiefe Kleiboden, darunter bis 2,50 Metern Tiefe feinkörnige Sande, dann bis 6,20 Meter Diluvialsande mit Geschieben, bis 6,80 Meter Geschiebelehm und bis 20,80 Meter Geschiebemergel. Darunter folgten bis 22,50 Meter schwach mergeliger feiner Sand und sodann bis 30,60 Meter feinkörnige Quarzsande teils mit größeren und kleineren Kohlestücken und schließlich bis 34 Meter grobkörniger Quarzsand.<ref name=":0">Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 49 Heft c (1897), S. 38f.</ref>
Die Erhebung der Westgaste besteht vorwiegend aus sandigem Boden, wie es für ein Geestland typisch ist. Nur in tieferen Lagen der Westgaste findet man marschtypischen Kleiboden. Eine Bohrung aus dem Jahr 1897 ergab zunächst eine schwache Lage Sand, dann Geschiebemergel und darunter Diluvialsand. Am Fuße des Hügels ist schon Klei über dem Sand gelagert. An der Oberfläche des Abhangs befand sich in 0,90 Metern Tiefe Kleiboden, darunter bis 2,50 Metern Tiefe feinkörnige Sande, dann bis 6,20 Meter Diluvialsande mit Geschieben, bis 6,80 Meter Geschiebelehm und bis 20,80 Meter Geschiebemergel. Darunter folgten bis 22,50 Meter schwach mergeliger feiner Sand und sodann bis 30,60 Meter feinkörnige Quarzsande teils mit größeren und kleineren Kohlestücken und schließlich bis 34 Meter grobkörniger Quarzsand.<ref name=":0">Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 49 Heft c (1897), S. 38f.</ref>