Ostlintel: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 38: | Zeile 38: | ||
Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Ostlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. | Um die Burg, die Gutshöfe und das Kloster entwickelten sich kleine Siedlungen, deren Bewohner wohl vor allem mittelbar oder unmittelbar für die besagten Güter arbeiteten. Die hier auf der [[Geest]] siedelnden Bauern schlossen sich später zur [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] zusammen, von der Ostlintel ein Ortsteil wurde. Nördlich der Sandbauerschaft besiedelte Gebiete in der [[Marsch]] wuchsen zu einer eigenständigen Gemeinde heran, die [[Lintelermarsch]] genannt wurde. | ||
Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Für das Jahr 1848 sind 166 Einwohner belegt, die sich auf 27 Wohnhäuser verteilten. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. Um die selbe Zeit, nämlich im Jahre 1908, wurde auch die ursprünglich aus der Zeit vor 1530 stammende [[Linteler Mühle]] neu errichtet. | Mit dem Wachsen der Siedlung stieg auch die Zahl anderer Betriebe. Für das Jahr 1848 sind 166 Einwohner belegt, die sich auf 27 Wohnhäuser verteilten.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Haushaltsgröße von sechs bis sieben Personen. Um die Jahrhundertwende entstanden entlang der [[Linteler Straße]] mehrere eindrucksvolle Stadtvillen, die größtenteils von reichen Marschbauern als stadtnaher Alterswohnsitz errichtet wurden. Um die selbe Zeit, nämlich im Jahre 1908, wurde auch die ursprünglich aus der Zeit vor 1530 stammende [[Linteler Mühle]] neu errichtet. | ||
Der einst dichte und namensgebende Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Landkauf der Stadt wuchs der Ort mit dieser weiter zusammen, insbesondere im späten 19. Jahrhundert, beginnend mit dem [[Neuer Friedhof|Friedhofsgelände]]. Es folgte weitere Landkäufe um das spätere [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] und schließlich die vollständige Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] in die [[Stadt Norden]] zum 1. April 1919.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90f.</ref> Schon bald begann man auch hier mit der Erschließung neuen Baulands, wie beispielsweise an der [[Ubbo-Emmius-Straße]]. | Der einst dichte und namensgebende Lindenwald wurde im Laufe der Jahre gerodet. Erhalten geblieben sind nur wenige, vereinzelte Bäume. Durch Landkauf der Stadt wuchs der Ort mit dieser weiter zusammen, insbesondere im späten 19. Jahrhundert, beginnend mit dem [[Neuer Friedhof|Friedhofsgelände]]. Es folgte weitere Landkäufe um das spätere [[Krankenhaus Norden|Krankenhaus]] an der [[Feldstraße]] und schließlich die vollständige Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] in die [[Stadt Norden]] zum 1. April 1919.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 90f.</ref> Schon bald begann man auch hier mit der Erschließung neuen Baulands, wie beispielsweise an der [[Ubbo-Emmius-Straße]]. | ||