Sicco Doden Cremer: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Cremer entstammte einer wohlhabenden, [[Mennonitengemeinde Norden|mennonitischen]] Kaufmannsfamilie, die über umfangreichen Landbesitz verfügte. Der Familientradition getreu, war er in verschiedenen Geschäftszweigen tätig und gründete beispielsweise im Jahre 1803 eine [[Tabakmanufaktur Cremer|Tabakmanufaktur]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 80</ref>
Cremer entstammte einer wohlhabenden, [[Mennonitengemeinde Norden|mennonitischen]] Kaufmannsfamilie, die über umfangreichen Landbesitz verfügte. Der Familientradition getreu, war er in verschiedenen Geschäftszweigen tätig und gründete beispielsweise im Jahre 1803 eine [[Tabakmanufaktur Cremer|Tabakmanufaktur]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 80</ref>


1826 erwarb er den [[Hof Sieltog]], nachdem die dortigen Bauern infolge der [[Februarflut 1825]] in wirtschaftliche Not gerieten.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung der Ostermarsch] in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref name=":0">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> In dieser Zeit soll er noch weitere Höfe erworben haben.<ref name=":0" /> [[Am Markt]] gehörten ihm drei Gebäude, darunter jenes Gebäude auf dessen Grund sein Schwiegersohn [[Laurenz van Hülst]], dem er dieses vermachte, in der Zeit um 1855 jene Stadtvilla errichtete, die seit 1884 das Rathaus das Stadt Norden ist.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 72</ref> Auch scheint er (oder einer seiner Erben) zumindest zeitweise das [[Gut Ekel]] und das [[Gut Lintel]] besessen zu haben.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 54</ref><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Huelst.pdf Haddinga, Johann (2017): Biographie des Sicco Thedor van Hülst], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref>
1826 erwarb er den [[Hof Sieltog]], nachdem die dortigen Bauern infolge der [[Februarflut 1825]] in wirtschaftliche Not gerieten.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung der Ostermarsch] in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref name=":0">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> In dieser Zeit soll er noch weitere Höfe erworben haben.<ref name=":0" /> [[Am Markt]] gehörten ihm drei Gebäude, darunter jenes Gebäude auf dessen Grund sein Schwiegersohn [[Laurenz van Hülst]], dem er dieses vermachte, in der Zeit um 1855 jene Stadtvilla errichtete, die seit 1884 das Rathaus das Stadt Norden ist.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 72</ref> Auch gehörten ihm und seinen Erben, zumindest zeitweise, [[Gut Ekel]] und der [[Hof Lintel|Gut Lintel]].<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 54</ref><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Huelst.pdf Haddinga, Johann (2017): Biographie des Sicco Thedor van Hülst], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Über seine [[Antje ten Doornkaat Koolman (1778)|Schwester Antje]] war Cremer mit [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman I.]] verschwägert. Cremers Vater, [[Doede Lübberts Cremer]], hatte ten Doornkaat Koolmann maßgeblich bei seinen Anfängen geholfen.
Über seine [[Antje ten Doornkaat Koolman (1778)|Schwester Antje]] war Cremer mit [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman I.]] verschwägert. Cremers Vater, [[Doede Lübberts Cremer]], hatte ten Doornkaat Koolmann maßgeblich bei seinen Anfängen geholfen.

Version vom 26. September 2021, 13:40 Uhr

Sicco Doden Cremer (auch: Sikke Doden Cremer; * 26. Februar 1776; † 19. Januar 1864)[1] war ein wohlhabender Kaufmann und Grundbesitzer.

Leben

Cremer entstammte einer wohlhabenden, mennonitischen Kaufmannsfamilie, die über umfangreichen Landbesitz verfügte. Der Familientradition getreu, war er in verschiedenen Geschäftszweigen tätig und gründete beispielsweise im Jahre 1803 eine Tabakmanufaktur.[2]

1826 erwarb er den Hof Sieltog, nachdem die dortigen Bauern infolge der Februarflut 1825 in wirtschaftliche Not gerieten.[3][4] In dieser Zeit soll er noch weitere Höfe erworben haben.[4] Am Markt gehörten ihm drei Gebäude, darunter jenes Gebäude auf dessen Grund sein Schwiegersohn Laurenz van Hülst, dem er dieses vermachte, in der Zeit um 1855 jene Stadtvilla errichtete, die seit 1884 das Rathaus das Stadt Norden ist.[5] Auch gehörten ihm und seinen Erben, zumindest zeitweise, Gut Ekel und der Gut Lintel.[6][7]

Über seine Schwester Antje war Cremer mit Jan ten Doornkaat Koolman I. verschwägert. Cremers Vater, Doede Lübberts Cremer, hatte ten Doornkaat Koolmann maßgeblich bei seinen Anfängen geholfen.

Einzelnachweise

  1. Grabstein des Sicco Doden Cremer auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 31. Mai 2021
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 80
  3. Beschreibung der Ostermarsch in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  4. 4,0 4,1 Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48
  5. Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich - Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 72
  6. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 54
  7. Haddinga, Johann (2017): Biographie des Sicco Thedor van Hülst, veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft

Siehe auch