Schwanen-Apotheke: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Von 1834 bis 1835 erbaute Schomerus dann den bis heute bestehenden Bau unter Einbeziehung der beiden Vorgängerbauten. Dass es sich bei dem von ihm errichteten Bauwerk um ursprünglich zwei unterschiedliche Häuser handelte, ist noch heute an den unterschiedlichen Deckenhöhen erkennbar.<ref name=":0" /> Seit 1840 lautete der Name dann ''Schwanen-Apotheke''.<ref name=":0" /><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 39</ref> Im gleichen Jahr wurden auch die Apotheken der Familie Uven am [[Neuer Weg 23]] in ''Adler-Apotheke'' und jene der Familie Hoffmann am [[Neuer Weg 8]] in ''Hirsch-Apotheke'' benannt. Diese Namen haben sich bis heute erhalten, auch als Synonym für die Gebäude an sich.
Von 1834 bis 1835 erbaute Schomerus dann den bis heute bestehenden Bau unter Einbeziehung der beiden Vorgängerbauten. Dass es sich bei dem von ihm errichteten Bauwerk um ursprünglich zwei unterschiedliche Häuser handelte, ist noch heute an den unterschiedlichen Deckenhöhen erkennbar.<ref name=":0" /> Seit 1840 lautete der Name dann ''Schwanen-Apotheke''.<ref name=":0" /><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 39</ref> Im gleichen Jahr wurden auch die Apotheken der Familie Uven am [[Neuer Weg 23]] in ''Adler-Apotheke'' und jene der Familie Hoffmann am [[Neuer Weg 8]] in ''Hirsch-Apotheke'' benannt. Diese Namen haben sich bis heute erhalten, auch als Synonym für die Gebäude an sich.


1860 setzte sich Schomerus zur Ruhe und gab das Geschäft in die Hände seines Sohnes [[Johann Hermann Schomerus]]. Von diesem ging die Apotheke 1880 an [[Traugott Hartung|Dr. Traugott Hartung]], der sie wieder 1896 an [[Paul Stroomann]] verkaufte. 1912 bis 1934 führte [[Bernhard Harting]] sie, ehe die aus dem Rheiderland stammende Familie Groneveld, die bis heute Eigentümer der Schwanen- und auch der [[Rats-Apotheke]] sind, sie übernahm.<ref name=":0" />
1860 setzte sich Schomerus zur Ruhe und gab das Geschäft in die Hände seines Sohnes [[Johann Hermann Schomerus]]. Von diesem ging die Apotheke 1880 an [[Traugott Hartung|Dr. Traugott Hartung]], der sie wieder 1896 an [[Paul Stroomann]] verkaufte. Durch die Tätigkeit Stroomanns als Leiter des am 1. Januar 1890 gegründeten ''Städtischen Untersuchungsamtes für Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände,'' das Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände auf Unverträglichkeiten und Gefahren labortechnisch untersuchte, wurde die Apotheke auch Sitz dieses neuen Instituts, dessen Aufgaben später an das [[Gesundheitsamt]] übergingen.<ref name=":02">Verzeichnis über ''Die Anstalten zur technischen Untersuchung von Nahrungs- und Genußmitteln'', S. 125ff.</ref>
 
1912 bis 1934 führte [[Bernhard Harting]] die Apotheke, ehe er sie an die die aus dem Rheiderland stammende Familie Groneveld, die bis heute Eigentümer der Schwanen- und auch der [[Rats-Apotheke]] sind, verkaufte.<ref name=":0" />


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==

Version vom 25. September 2021, 14:21 Uhr

Schwanen-Apotheke

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Basisdaten
Entstehungszeit 1834 - 1835
Erbauer Johann Gerhard Schomerus
Bauweise Wohn- und Geschäftshaus
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Osterstraße 160

26506 Norden

Der Schwanen-Apotheke befindet sich in einem denkmalgeschützten Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahre 1835. Da sie der größte bzw. sichtbarste Nutzer des Gebäudes ist, wird dieser Name auch synonym für den Gesamtbau genutzt.

Geschichte

Das Gebäude wurde von Johann Gerhard Schomerus in den Jahren 1834 bis 1835 als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Schomerus war Apotheker, weshalb die Apotheke seinerzeit auch nach ihm bzw. seiner Familie Schomerus'sche Apotheke genannt wurde.[1] Zuvor war bereits sein Vater Enno Gerhard Schomerus hier ansässig.

Enno Schomerus hatte zuvor die Apotheke an der heutigen Osterstraße 4 von der Familie van Santen übernommen und zog dann um 1815 in das gegenüberliegende Eckhaus, auf dem 20 Jahre später das bis heute erhaltenen Bau errichtetet wurde. Nachdem Enno 1824 starb, übernahm Johann Gerhard Schomerus das Geschäft, in dem schon zu Lebzeiten seines Vaters Raumnot herrschte. Er erwarb daraufhin das östlich des Gebäudes gelegene Haus von Uko Fiepkes Koolman, einem Bruder von Jan ten Doornkaat Koolman I., der hier ebenfalls eine Brennerei betrieb.[1]

Von 1834 bis 1835 erbaute Schomerus dann den bis heute bestehenden Bau unter Einbeziehung der beiden Vorgängerbauten. Dass es sich bei dem von ihm errichteten Bauwerk um ursprünglich zwei unterschiedliche Häuser handelte, ist noch heute an den unterschiedlichen Deckenhöhen erkennbar.[1] Seit 1840 lautete der Name dann Schwanen-Apotheke.[1][2] Im gleichen Jahr wurden auch die Apotheken der Familie Uven am Neuer Weg 23 in Adler-Apotheke und jene der Familie Hoffmann am Neuer Weg 8 in Hirsch-Apotheke benannt. Diese Namen haben sich bis heute erhalten, auch als Synonym für die Gebäude an sich.

1860 setzte sich Schomerus zur Ruhe und gab das Geschäft in die Hände seines Sohnes Johann Hermann Schomerus. Von diesem ging die Apotheke 1880 an Dr. Traugott Hartung, der sie wieder 1896 an Paul Stroomann verkaufte. Durch die Tätigkeit Stroomanns als Leiter des am 1. Januar 1890 gegründeten Städtischen Untersuchungsamtes für Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände, das Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände auf Unverträglichkeiten und Gefahren labortechnisch untersuchte, wurde die Apotheke auch Sitz dieses neuen Instituts, dessen Aufgaben später an das Gesundheitsamt übergingen.[3]

1912 bis 1934 führte Bernhard Harting die Apotheke, ehe er sie an die die aus dem Rheiderland stammende Familie Groneveld, die bis heute Eigentümer der Schwanen- und auch der Rats-Apotheke sind, verkaufte.[1]

Beschreibung

Der zweigeschössige, klassizistische Ziegelsteinbau weist ein Walmdach und einen Zwerchgiebel auf. Die prachtvoll geschnitzten Oberlichter im Erdgeschoss und die Halbkreissprossenfenster im flachen Zwerchgiebel runden das ansehnliche Gesamtbild ab.

Das handgeschnitzte Sonnenmotiv am zur Osterstraße gewandten Giebel wurde 1835 von Peter Apts geschnitzt und dort eigenbaut. Apts hatte seine Werkstatt bei Steenbalgen.[4]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 80
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 39
  3. Verzeichnis über Die Anstalten zur technischen Untersuchung von Nahrungs- und Genußmitteln, S. 125ff.
  4. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 79

Siehe auch