Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 39: Zeile 39:
==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:Am Markt 01011983 03.jpg|links|mini|277x277px|Der Engenahof im Jahr 1983.]]
[[Datei:Am Markt 01011983 03.jpg|links|mini|277x277px|Der Engenahof im Jahr 1983.]]
Die ''Kenenburg'', aus der später der Engenahof wurde, war ursprünglich im Besitz der [[tom Brook]]. Wann genau diese erbaut wurde, ist nicht überliefert. Wie auch bei der ''Kenenburg'' in Oldeborg (Gemeinde Südbrookmerland) geht der Name wohl auf Keno Kenesna, den Begründer des Geschlechts der tom Brook zurück.
Die ''Kenenburg'', aus der später der Engenahof wurde, war ursprünglich im Besitz der [[tom Brook]]. Wann genau diese erbaut wurde, ist nicht überliefert. Wie auch bei der ''Kenenburg'' in Oldeborg (Gemeinde Südbrookmerland) geht der Name wohl auf ''Keno Kenesna'', den Begründer des Geschlechts der tom Brook zurück. Dieser gab sich als erster im Jahre 1361 den neuen Nachnamen, weshalb entsprechend von einem Bau vor dieser Zeit auszugehen ist.


Die tom Brook besaßen, wie alle führenden Herrschaftsgeschlechter des [[Norderland|Norderlandes]], ein Anwesen am [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] als Zentrum des florierenden Viehhandels in Stadt und Umland. Ihre dortige Burg umfasste die heutigen Hausnummern 10 bis 11 und die ehemalige Hausnummer 9. Dies erklärt, warum diese Häuserzeile aus dem Bild des südlichen Marktes deutlich sichtbar hervorragt. In der Lebengeschichte des [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]] und des [[Ubbo Emmius]] wird der Engenahof bzw. die Kenenburg als großes Steinhaus beschrieben.<ref>Dekker, Gudrun Anne (2010): Ubbo Emmius: Leben, Umwelt, Nachlass und Gegenwart, Norderstedt, S. 171</ref> Offenbar gehörte auch ein Bauernhof mit rückwärtig gelegenen Stallungen und Schuppen zum Anwesenden, was auch im Stadtzentrum seinerzeit nicht ungewöhnlich war.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 46</ref>
Die tom Brook besaßen, wie alle führenden Herrschaftsgeschlechter des [[Norderland|Norderlandes]], ein Anwesen am [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] als Zentrum des florierenden Viehhandels in Stadt und Umland. Ihre dortige Burg umfasste die heutigen Hausnummern 10 bis 11 und die ehemalige Hausnummer 9. Dies erklärt, warum diese Häuserzeile aus dem Bild des südlichen Marktes deutlich sichtbar hervorragt. In der Lebengeschichte des [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]] und des [[Ubbo Emmius]] wird der Engenahof bzw. die Kenenburg als großes Steinhaus beschrieben.<ref>Dekker, Gudrun Anne (2010): Ubbo Emmius: Leben, Umwelt, Nachlass und Gegenwart, Norderstedt, S. 171</ref> Offenbar gehörte auch ein Bauernhof mit rückwärtig gelegenen Stallungen und Schuppen zum Anwesenden, was auch im Stadtzentrum seinerzeit nicht ungewöhnlich war.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 46</ref>