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1567 gründete [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] hier eine Lateinschule, den Vorläufer des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] und finanzierte diese mit Einkünften aus eingezogenem Landbesitz der beiden Norder Klöster.<ref name=":0" /> Bereits seine Mutter [[Anna von Oldenburg]] hegte derartige Pläne. Im Jahre 1613 wurden die verbliebenen, zum Kloster gehörenden Ländereien in einer Größe von immerhin 194 3/4 [[Diemat]] Land nebst einem nicht näher eingrenzbaren Salzwerk mit weiteren fünf Diemat Land von den [[Cirksena]] übernommen.<ref name=":3" />
1567 gründete [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] hier eine Lateinschule, den Vorläufer des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] und finanzierte diese mit Einkünften aus eingezogenem Landbesitz der beiden Norder Klöster.<ref name=":0" /> Bereits seine Mutter [[Anna von Oldenburg]] hegte derartige Pläne. Im Jahre 1613 wurden die verbliebenen, zum Kloster gehörenden Ländereien in einer Größe von immerhin 194 3/4 [[Diemat]] Land nebst einem nicht näher eingrenzbaren Salzwerk mit weiteren fünf Diemat Land von den [[Cirksena]] übernommen.<ref name=":3" />


Durch den (partiellen) Abbruch der Lateinschule in den Jahren 1851 bis 1852, in deren Folge das Ulrichsgymnasium erbaut wurde, verschwanden die letzten sichtbaren Überreste des Klosters. Bei den damit einhergehenden Grabungsarbeiten kamen Überreste der umfangreichen Bodenaufschüttungen, die den Bau des Klosters in dieser Form überhaupt erst möglich machten, zum Vorschein. Weitere Funde wurden bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66</ref>
Durch den (partiellen) Abbruch der Lateinschule in den Jahren 1851 bis 1852, in deren Folge das Ulrichsgymnasium erbaut wurde, verschwanden die letzten sichtbaren Überreste des Klosters. Bei den damit einhergehenden Grabungsarbeiten kamen Überreste der umfangreichen Bodenaufschüttungen, die den Bau des Klosters in dieser Form überhaupt erst möglich machten, zum Vorschein. Weitere Funde wurden bei Erweiterungsarbeiten des Schulgebäudes im Jahre 1992 gemacht. Der Einschätzung der Archäologen zufolge handelt es sich wahrscheinlich um Überreste eines ehemals freistehenden Gebäudes auf dem Klostergelände.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 64</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 66</ref>
==Beschreibung==
==Beschreibung==
Das Kloster umfasste naturgemäß die für den Betrieb eines Klosters notwendigen Gebäude wie einen Gebetsraum, eine Küche und einen Speisesaal sowie einen Schlafsaal. Anfänglich bestanden diese Gebäude vor allem aus Holz und ähnelten mehr Baracken, als klostertypischen Steinbauten. Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Baracken dann durch Backsteinbauten ersetzt. Später wurden auch eine Kapelle und eine Klosterschule erbaut, in der einige Mönche sich auf ihre Studien in entfernten Universitäten vorbereiteten. Überlieferte Namen von Mönchen, die später Universitäten außerhalb der Region besuchten, lassen darauf schließen, dass diese zum größten Teil aus Ostfriesland kamen. Die Häuptlingsgeschlechter [[Attena]] und [[Cirksena]] scheinen maßgeblich an der Befestigung des Klosters beteiligt gewesen zu sein.
Das Kloster umfasste naturgemäß die für den Betrieb eines Klosters notwendigen Gebäude wie einen Gebetsraum, eine Küche und einen Speisesaal sowie einen Schlafsaal. Anfänglich bestanden diese Gebäude vor allem aus Holz und ähnelten mehr Baracken, als klostertypischen Steinbauten. Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Baracken dann durch Backsteinbauten ersetzt. Später wurden auch eine Kapelle und eine Klosterschule erbaut, in der einige Mönche sich auf ihre Studien in entfernten Universitäten vorbereiteten. Überlieferte Namen von Mönchen, die später Universitäten außerhalb der Region besuchten, lassen darauf schließen, dass diese zum größten Teil aus Ostfriesland kamen. Die Häuptlingsgeschlechter [[Attena]] und [[Cirksena]] scheinen maßgeblich an der Befestigung des Klosters beteiligt gewesen zu sein.