Vierzig Diemat: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Das Land, das Vierzig Diemat umfasst, wurde zwischen 1581 und 1583 durch [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] eingedeicht. Das neu gewonnene Land wurde [[Westermarscher Neuland]] genannt und wurde mit dem [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeich]] vor den Fluten der damals noch bis hierhin reichenden [[Leybucht]] geschützt. Bis dahin stand das Land seit der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] in den Jahren 1374 und 1375, bei der auch das spätere [[Süderneuland]] an das Meer verloren wurde, unter Wasser, was seinen seinen morastigen Boden, der durch die umfassende Bebauung heute nur noch auf [[Schmertmanns Land]] (westlich des [[Schlachthof|Schlachthofs]]) erkennbar ist, erklärt. Amtlich gehörte das neue Land seitdem zu [[Westermarsch I]], [[Marsch|Marschland]] gehörte nie zur Altstadt von Norden. | |||
Das Land, das Vierzig Diemat umfasst, wurde zwischen 1581 und 1583 durch [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] eingedeicht. Das neu gewonnene Land wurde [[Westermarscher Neuland]] genannt und wurde mit dem [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeich]] vor den Fluten der damals noch bis hierhin reichenden [[Leybucht]] geschützt. Bis dahin stand das Land seit der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] in den Jahren 1374 und 1375, bei der auch das spätere [[Süderneuland]] an das Meer verloren wurde, unter Wasser, was seinen seinen morastigen Boden, der durch die umfassende Bebauung heute nur noch auf [[Schmertmanns Land]] (westlich des [[Schlachthof|Schlachthofs]]) erkennbar ist, erklärt. Amtlich gehörte das neue Land seitdem zu [[Westermarsch I]]. | |||
Bereits die Mutter von Graf Edzard II., [[Anna von Oldenburg]], hatte umfangreiche Bemühungen zur Neulandgewinnung unternommen und auch die Rückgewinnung von Vierzig Diemat, dessen Name jedoch erst später aufgekommen ist, in die Wege geleitet, in dem sie schon zwischen 1546 und 1551 den [[Alter Süderdeich|Alten Süderdeich]] errichten ließ, dessen Verlauf heute noch vor allem anhand des [[Altendeichsweg (Westermarsch)|Altendeichswegs]] erkennbar ist. Das nun seit 1583 zwischen beiden Deichen liegende Land wurde fortan für den Unterhalt der [[Oldeborg|Olde Borg]], die wohl seit spätestens 1464 den [[Cirksena|Cirksenas]] gehörte, genutzt. | Bereits die Mutter von Graf Edzard II., [[Anna von Oldenburg]], hatte umfangreiche Bemühungen zur Neulandgewinnung unternommen und auch die Rückgewinnung von Vierzig Diemat, dessen Name jedoch erst später aufgekommen ist, in die Wege geleitet, in dem sie schon zwischen 1546 und 1551 den [[Alter Süderdeich|Alten Süderdeich]] errichten ließ, dessen Verlauf heute noch vor allem anhand des [[Altendeichsweg (Westermarsch)|Altendeichswegs]] erkennbar ist. Das nun seit 1583 zwischen beiden Deichen liegende Land wurde fortan für den Unterhalt der [[Oldeborg|Olde Borg]], die wohl seit spätestens 1464 den [[Cirksena|Cirksenas]] gehörte, genutzt. | ||
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[[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] verkaufte das Land 1631 schließlich an einen [[Amtmann]] namens Rautenstein aus Varel, vermutlich aus Geldmangel infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]]. Die nachfolgende Nutzung ist ungewiss, vermutlich wurde das Land verpachtet und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Nach dem Abbruch der Burg gehörte das Land um Vierzig Diemat zum [[Kaufmannsches Haus|Kaufmannschen Haus]], auch wenn nicht klar ist, ob die Besitzer des Hauses das Land dem Amtmann abkauften oder es von ihm pachteten. | [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] verkaufte das Land 1631 schließlich an einen [[Amtmann]] namens Rautenstein aus Varel, vermutlich aus Geldmangel infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]]. Die nachfolgende Nutzung ist ungewiss, vermutlich wurde das Land verpachtet und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Nach dem Abbruch der Burg gehörte das Land um Vierzig Diemat zum [[Kaufmannsches Haus|Kaufmannschen Haus]], auch wenn nicht klar ist, ob die Besitzer des Hauses das Land dem Amtmann abkauften oder es von ihm pachteten. | ||
Um den dringend benötigten Bau von Wohnraum voranzutreiben, erwarb die Stadt Norden das Land 1952 von der noch bis 1972 eigenständigen [[Westermarsch I|Gemeinde Westermarsch I]], doch erst zu Beginn der 1960er Jahre begann man mit der Erschließung und Besiedlung. Ein Großteil. Im Großteil um 1965 entstanden, wie auch in anderen Teilen von Norden, vor allem einheitliche Sozialbauten um dem nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] starken Bevölkerungswachstum schnell und günstig Herr zu werden.<ref>Befragung der dort alteingesessenen Eheleute Rüst im April 2021</ref> Die meisten Gebäude, sei es in Vierzig Diemat, in [[Neustadt]] oder anderswo, waren zu dieser Zeit von weitestgehend einheitlichem Aussehen. Erst in den 1970er Jahren setzte sich der Trend zu einer Individualbebauung durch, der sich in größerer Ausprägung vor allem im Umfeld der [[Heinrich-Heine-Straße]] erstmals offenbarte. Aus diesem Grund nannten die ärmeren Stadtbewohner diesen Bereich spöttisch [[Millionenviertel|''Millionenviertel'']]. | |||
== Gebäude == | == Gebäude == | ||