Gut Lintel: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Linteler Wäldchen ist heute städtischer Besitz und frei zugänglich. Die Anhöhen und der Teich sind noch vorhanden, jedoch ist das Gebiet über die Jahrzehnte verwildert und kaum mehr als Park zu erkennen.<ref name=":1" /> Mit dem Bau des [[Jahnplatz|Jahnplatzes]] hat es zudem einen Teil seiner Fläche einbüßen müssen. | Das Linteler Wäldchen ist heute städtischer Besitz und frei zugänglich. Die Anhöhen und der Teich sind noch vorhanden, jedoch ist das Gebiet über die Jahrzehnte verwildert und kaum mehr als Park zu erkennen.<ref name=":1" /> Mit dem Bau des [[Jahnplatz|Jahnplatzes]] hat es zudem einen Teil seiner Fläche einbüßen müssen. | ||
Nach dem Tod von [[Wilhelm Vissering]] (er starb 1860) ging das Gut in den Besitzs eines Sohnes [[Friedrich Bodewin Vissering]] über. Später erbt sein Sohn [[Karl Vissering]] das Gut. Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ging es mit seinen Besitztümern jedoch abwärts. Auch eine Konsolidierung durch die Währungsreform nach der Inflationszeit gelang nicht. 1919 wurde Vissering wegen überhöhter Preisforderungen für Gemüse angezeigt und zur Rechenschaft gezogen. Der wirtschaftliche Ruin Visserings vollzog sich immer weiter. 1929 war er zum Verkauf des Hofs Breepott mit seinen 54 Hektar Land gezwungen.<ref name=":02">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Vissering.pdf Mahmens, Sven (2007): Biographie des Karl Vissering], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Zuvor musste er bereits umfangreiche Ländereien im Umfeld des Guts, so etwa den [[Stuvert]] (wo später der [[Jahnplatz]] entstand) veräußern. Unbeirrt dessen versuchte er sich weiterhin in der kostenintensiven Zucht von Pferden und brachte 1924 ein Buch mit dem Titel ''Gut Lintel bei Norden (Ostfriesland) - Zuchtstätte rotbrauner Ostfriesen'' heraus.<ref>[https://books.google.de/books/about/Gut_Lintel_bei_Norden_Ostfriesland_Zucht.html?id=3RQBmQEACAAJ&redir_esc=y Bücherverzeichnis von Google Books], abgerufen am 23. April 2021</ref> Nach vorheriger Zwangsverwaltung wurde 1932 die Zwangsversteigerung seines restlichen Besitzes, des Guts Lintel, eingeleitet | Nach dem Tod von [[Wilhelm Vissering]] (er starb 1860) ging das Gut in den Besitzs eines Sohnes [[Friedrich Bodewin Vissering]] über. Später erbt sein Sohn [[Karl Vissering]] das Gut. Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ging es mit seinen Besitztümern jedoch abwärts. Auch eine Konsolidierung durch die Währungsreform nach der Inflationszeit gelang nicht. 1919 wurde Vissering wegen überhöhter Preisforderungen für Gemüse angezeigt und zur Rechenschaft gezogen. Der wirtschaftliche Ruin Visserings vollzog sich immer weiter. 1929 war er zum Verkauf des Hofs Breepott mit seinen 54 Hektar Land gezwungen.<ref name=":02">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Vissering.pdf Mahmens, Sven (2007): Biographie des Karl Vissering], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Zuvor musste er bereits umfangreiche Ländereien im Umfeld des Guts, so etwa den [[Stuvert]] (wo später der [[Jahnplatz]] entstand) veräußern. Unbeirrt dessen versuchte er sich weiterhin in der kostenintensiven Zucht von Pferden und brachte 1924 ein Buch mit dem Titel ''Gut Lintel bei Norden (Ostfriesland) - Zuchtstätte rotbrauner Ostfriesen'' heraus.<ref>[https://books.google.de/books/about/Gut_Lintel_bei_Norden_Ostfriesland_Zucht.html?id=3RQBmQEACAAJ&redir_esc=y Bücherverzeichnis von Google Books], abgerufen am 23. April 2021</ref> Nach vorheriger Zwangsverwaltung wurde 1932 die Zwangsversteigerung seines restlichen Besitzes, des Guts Lintel, eingeleitet.<ref name=":02" /> Neuer Eigentümer wurde die [[Sparkasse Aurich-Norden]]. | ||
1978 gelangt das Gut in den Besitz von [[Veit Wucherpfennig]], der das [[Schöninghsches Haus|Schöninghsche Haus]] vor dem Verfall bewahrte.<ref name=":1" /> Heute steht das | 1940 erging erneut ein Pfändungsbeschluss gegen Vissering, der seit 1935 als Landwirt in Leer-Loga tätig war.<ref name=":02" /> 1978 gelangt das Gut in den Besitz von [[Veit Wucherpfennig]], der das [[Schöninghsches Haus|Schöninghsche Haus]] vor dem Verfall bewahrte.<ref name=":1" /> Heute steht das Anwesen im Eigentum eines Norder Ärztepaares. | ||
== Sonstiges == | == Sonstiges == | ||