Leesweg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Der Leesweg ist eine [[Gemeindestraße]] in Norden und liegt im Stadtviertel [[Ostermarsch]]. Die Straße grenzt östlich zweifach an den [[Marschweg]], an den sie einmal in dessen nördlichem Bereich angrenzt und ein weiteres Mal im südlichen Drittel.
Der '''Leesweg''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Ostermarsch]]. Die Straße grenzt östlich zweifach an den [[Marschweg]], an den sie einmal in dessen nördlichem Bereich angrenzt und ein weiteres Mal im südlichen Drittel.
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== Geschichte ==
== Geschichte ==


=== Herkunft des Namens ===
=== Herkunft des Namens ===
Wie auch beim Ort Leezdorf in der Nachbargemeinde Brookmerland geht dieser Name wahrscheinlich auf den Begriff "Leize" zurück, was wiederum von "Leide" entlehnt ist und einen natürlichen Wasserablauf beschreibt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Leezdorf.pdf Beschreibung von Leezdorf] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Das [[Norder Tief]] trug einst diesen Namen.
Wie auch beim Ort Leezdorf in der Nachbargemeinde Brookmerland geht dieser Name wahrscheinlich auf den Begriff ''Leize'' zurück, was wiederum von ''Leide'' entlehnt ist und einen natürlichen Wasserablauf beschreibt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Leezdorf.pdf Beschreibung von Leezdorf] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Das [[Norder Tief]] trug einst diesen Namen und verlief ursprünglich viel weiter nördlich. Der Straßenname bezieht sich also wahrscheinlich auf seine ursprüngliche Lage am Norder Tief.
 
Eine andere, ebenfalls naheliegende Erklärung ist, dass sich hier früher Kalkmühlen befanden, die auch ''Leeshäuser'' genannt wurden. Auch in Norden gab es zahlreiche Kalkmühlen, in denen Muschelkalk zu Baustoffen verarbeitet wurde. Letztlich bleibt auch eine schlicht Sprachverderbung von ''Leegweg'', was einen Weg über tiefliegendes (niederdeutsch: ''leeges'') Land beschreiben würde.


=== Entwicklung ===
=== Entwicklung ===
Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist der südliche Teil der Straße bereits (als "Lees-Weg") erkennbar.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Später erfolgte eine Verbindung zum [[Kleiner Weg|Kleinen Weg]].
Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist der südliche Teil der Straße bereits als ''Lees-Weg'' erkennbar.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Später erfolgte eine Verbindung zum [[Kleiner Weg|Kleinen Weg]].
 
In früheren Jahren soll der Leesweg mal ''Eliasweg'' genannt worden sein.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:61812 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 61812</ref>


== Gebäude und Plätze ==
== Gebäude und Plätze ==
Am Leesweg entlang finden sich mehrere kleine und größe Gehöfte. Geprägt wird die Landschaft durch Windenergieanlagen sowie Weide- und Ackerflächen.
Am Leesweg entlang finden sich mehrere kleine und größe Gehöfte, darunter die sogenannte [[Timpenburg]]. Geprägt wird die Landschaft ansonsten durch Windenergieanlagen sowie ausgedehnte Weide- und Ackerflächen.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 22. September 2021, 13:21 Uhr

Leesweg

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Basisdaten
Stadtteil/-viertel Ostermarsch
Erschließungsjahr vor 1895
Namensgebung vor 1895
Historische Namen Eliasweg

Der Leesweg ist eine Gemeindestraße in Ostermarsch. Die Straße grenzt östlich zweifach an den Marschweg, an den sie einmal in dessen nördlichem Bereich angrenzt und ein weiteres Mal im südlichen Drittel.

Geschichte

Herkunft des Namens

Wie auch beim Ort Leezdorf in der Nachbargemeinde Brookmerland geht dieser Name wahrscheinlich auf den Begriff Leize zurück, was wiederum von Leide entlehnt ist und einen natürlichen Wasserablauf beschreibt.[1] Das Norder Tief trug einst diesen Namen und verlief ursprünglich viel weiter nördlich. Der Straßenname bezieht sich also wahrscheinlich auf seine ursprüngliche Lage am Norder Tief.

Eine andere, ebenfalls naheliegende Erklärung ist, dass sich hier früher Kalkmühlen befanden, die auch Leeshäuser genannt wurden. Auch in Norden gab es zahlreiche Kalkmühlen, in denen Muschelkalk zu Baustoffen verarbeitet wurde. Letztlich bleibt auch eine schlicht Sprachverderbung von Leegweg, was einen Weg über tiefliegendes (niederdeutsch: leeges) Land beschreiben würde.

Entwicklung

Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist der südliche Teil der Straße bereits als Lees-Weg erkennbar.[2] Später erfolgte eine Verbindung zum Kleinen Weg.

In früheren Jahren soll der Leesweg mal Eliasweg genannt worden sein.[3]

Gebäude und Plätze

Am Leesweg entlang finden sich mehrere kleine und größe Gehöfte, darunter die sogenannte Timpenburg. Geprägt wird die Landschaft ansonsten durch Windenergieanlagen sowie ausgedehnte Weide- und Ackerflächen.

Einzelnachweise

  1. Beschreibung von Leezdorf in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
  2. Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
  3. Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 61812

Siehe auch