Hoog Ses: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 23: Zeile 23:
|}
|}
__NOTOC__
__NOTOC__
'''Hoog Ses''' ist der Name eines [[Flurstück|Flurstücks]] in [[Ekel]] und bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt ''Hohe Sechs''. Der Name bezieht sich auf die Größe des Flurstücks von gut sechs [[Diemat]]. Der Erhöhung liegt eine ehemalige Nutzung als Mülldeponie zugrunde, die in den 1970er Jahren zu einem Naherholungsort umgestaltet wurde.
'''Hoog Ses''' ist der Name eines [[Flurstück|Flurstücks]] in [[Ekel]] und bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt ''Hohe Sechs''. Der Name bezieht sich auf die Größe des Flurstücks von gut sechs [[Diemat]]. Der Erhöhung liegt eine ehemalige Nutzung als Mülldeponie zugrunde, die in den 1980er Jahren zu einem Naherholungsort umgestaltet wurde. Der Volksmund nennt diesen Naherholungsort daher auch ''Müllberg''.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Wann genau der Name entstand, ist nicht mehr genau nachzuvollziehen, ebenso wenig, ab wann hier eine Mülldeponie entstand. Die Entstehung ist jedoch wohl in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zu suchen, in jedem Fall jedoch wohl erst nach der Eingemeindung der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] nach Norden im Jahre 1919. Das Gebiet hier wurde erst allmählich nach dem [[Zweiter Weltkrieg]] bebaut, ringsherum gab es lediglich vereinzelte Höfe.
Das Gebiet um Hoog Ses wurde seit etwa 1960 bis in die 1980er Jahre als Mülldeponie genutzt. Zu dieser Zeit war die Gegend bis auf einige wenige, vereinzelte Höfe und Gebäude kaum besiedelt und lag in Stadtrandlage. Mit dem Einsetzen eines erhöhten Umweltbewusstseins und dem Gedanken einer Weiternutzung entsorgter Gegenstände (''Recycling'') entschloss man sich zu einer Schließung der Deponie.


Nachdem die Stadt den Ort nicht mehr als Mülldeponie nutzte, überschütte man den gesamten Müll mit Mutterboden, bepflanzte das Gebiet und richtete zwei Grillplätze ein. Später folgte auch ein Aussichtsturm, der auf einem aufgeschütteten Berg in etwa der Mitte des ''Müllbergs'' errichtet wurde.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden</ref> Dieser Turm wurde etwa Mitte der 1990er Jahre wegen Baufälligkeit und Schäden durch Vandalismus abgebrochen. Die Grillplätze (einer davon mit Hütte) gingen wenig später ebenfalls ein.
Um sowohl Geld für mögliche Entsorgungen zu sparen als auch den Ort einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen, überschütte man den gesamten Bereich mit Mutterboden, bepflanzte das Gebiet und richtete zwei Grillplätze ein. Später folgte auch ein Aussichtsturm, der auf einem aufgeschütteten Berg in etwa der Mitte des ''Müllbergs'' errichtet wurde.<ref>Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden</ref> Dieser Turm wurde etwa Mitte der 1990er Jahre wegen Baufälligkeit und Schäden durch Vandalismus abgebrochen. Die Grillplätze (einer davon mit Hütte) gingen wenig später ebenfalls ein, da auch sie regelmäßig Ziel von Vandalismus wurden.


In den Folgejahren verwilderte das Gebiet infolge mangelnder Pflege durch die Stadt immer mehr. Mittlerweile ist selbst ein Schlittenfahren nicht mehr möglich, da kaum mehr Freiflächen zum Rodeln vorhanden sind.
In den Folgejahren verwilderte das Gebiet infolge mangelnder Pflege durch die Stadt immer mehr. Mittlerweile ist selbst ein Schlittenfahren nicht mehr möglich, da kaum mehr Freiflächen zum Rodeln vorhanden sind. Aus dem einstigen Naherholungsgebiet ist mangels Pflege ein verwilderter Wald geworden, der nur noch mehr schlecht als recht über die oft engen Wege zu durchwandern ist.


== Neubaugebiet ==
== Neubaugebiet ==

Version vom 22. September 2021, 08:04 Uhr

Hoog Ses

{{#multimaps: Title = Hoog Ses Text = Ort in Ekel center = 53.60767220352479, 7.212954806333562 circle = 53.60767220352479, 7.212954806333562 : 175 zoom = 15 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Stadtteil/-viertel Ekel
Genaue Lage nördlich bis nordwestlich

des Ekeler Wegs

Hoog Ses ist der Name eines Flurstücks in Ekel und bedeutet aus dem Niederdeutschen übersetzt Hohe Sechs. Der Name bezieht sich auf die Größe des Flurstücks von gut sechs Diemat. Der Erhöhung liegt eine ehemalige Nutzung als Mülldeponie zugrunde, die in den 1980er Jahren zu einem Naherholungsort umgestaltet wurde. Der Volksmund nennt diesen Naherholungsort daher auch Müllberg.

Geschichte

Das Gebiet um Hoog Ses wurde seit etwa 1960 bis in die 1980er Jahre als Mülldeponie genutzt. Zu dieser Zeit war die Gegend bis auf einige wenige, vereinzelte Höfe und Gebäude kaum besiedelt und lag in Stadtrandlage. Mit dem Einsetzen eines erhöhten Umweltbewusstseins und dem Gedanken einer Weiternutzung entsorgter Gegenstände (Recycling) entschloss man sich zu einer Schließung der Deponie.

Um sowohl Geld für mögliche Entsorgungen zu sparen als auch den Ort einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen, überschütte man den gesamten Bereich mit Mutterboden, bepflanzte das Gebiet und richtete zwei Grillplätze ein. Später folgte auch ein Aussichtsturm, der auf einem aufgeschütteten Berg in etwa der Mitte des Müllbergs errichtet wurde.[1] Dieser Turm wurde etwa Mitte der 1990er Jahre wegen Baufälligkeit und Schäden durch Vandalismus abgebrochen. Die Grillplätze (einer davon mit Hütte) gingen wenig später ebenfalls ein, da auch sie regelmäßig Ziel von Vandalismus wurden.

In den Folgejahren verwilderte das Gebiet infolge mangelnder Pflege durch die Stadt immer mehr. Mittlerweile ist selbst ein Schlittenfahren nicht mehr möglich, da kaum mehr Freiflächen zum Rodeln vorhanden sind. Aus dem einstigen Naherholungsgebiet ist mangels Pflege ein verwilderter Wald geworden, der nur noch mehr schlecht als recht über die oft engen Wege zu durchwandern ist.

Neubaugebiet

In der Norder Umgangssprache wird das ab 1996 erschlossene Baugebiet im Westen der ehemaligen Deponie auch als Hoog Ses bezeichnet. Die Zufahrtsstraße vom Ekeler Weg trägt ebenfalls diesen Namen.

Einzelnachweise

  1. Sanders, Adolf (1988): Unsere Stadt hinterm Deich, Norden

Siehe auch