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Ab dem 19. Jahrhundert stand der Gemeindevorsteher (Bürgermeister) an oberster Spitze von Westermarsch I. Es handelte sich jedoch um ein Ehrenamt mit vor allen repräsentativen Aufgaben. An der Spitze der eigentlichen Verwaltung stand ein (Samt-)Gemeindedirektor, der hauptberuflich tätig und Kommunalbeamter war. Von 1954 bis zum 30. NOvemeber 1965 war [[Bernhard Ennenga]] Bürgermeister von Westermarsch I. Unter Gemeindedirektor Hippen fand von 01.12.1965 bis 30.06.1972 die "kleine Gebietsreform" statt, Westermarsch I und II verloren ihre Eigenständigkeit und gingen in der [[Samtgemeinde Leybucht]] auf, der auch [[Neuwesteel]] und [[Leybuchtpolder]] angehörten. Infolge der niedersächischen Gemeindereform fiel die Samtgemeinde Leybucht am 1. Juli 1972 schließlich an Norden. Ein ehrenamtlicher [[Ortsvorsteher]] vertritt nun den Ort und seine Interessen gegenüber der städtischen Verwaltung sowie Politik.
Ab dem 19. Jahrhundert stand der Gemeindevorsteher (Bürgermeister) an oberster Spitze von Westermarsch I. Es handelte sich jedoch um ein Ehrenamt mit vor allen repräsentativen Aufgaben. An der Spitze der eigentlichen Verwaltung stand ein (Samt-)Gemeindedirektor, der hauptberuflich tätig und Kommunalbeamter war. Von 1954 bis zum 30. NOvemeber 1965 war [[Bernhard Ennenga]] Bürgermeister von Westermarsch I. Unter Gemeindedirektor Hippen fand von 01.12.1965 bis 30.06.1972 die "kleine Gebietsreform" statt, Westermarsch I und II verloren ihre Eigenständigkeit und gingen in der [[Samtgemeinde Leybucht]] auf, der auch [[Neuwesteel]] und [[Leybuchtpolder]] angehörten. Infolge der niedersächischen Gemeindereform fiel die Samtgemeinde Leybucht am 1. Juli 1972 schließlich an Norden. Ein ehrenamtlicher [[Ortsvorsteher]] vertritt nun den Ort und seine Interessen gegenüber der städtischen Verwaltung sowie Politik.
==Wirtschaft und Verkehr==
Haupterwerbszweig von Westermarsch I ist seit jeher die Landwirtschaft. Neben dem Ackerbau spielt auch die Viehzucht und -haltung sowie der Handel mit Kühen eine bedeutende Rolle. Kühe aus der Westermarsch haben einen international sehr guten Ruf und ihr Fleisch ist aufgrund des saftigen Marschlandes von besonderer Qualität. Seit den 1950er Jahren ist eine stetig wachsende Rolle des Tourismus zu beobachten. Westermarsch I steht dabei jedoch [[Norddeich]] und [[Westermarsch II]] deutlich nach. "Ferien auf dem Bauernhof" bieten mittlerweile allerdings viele Höfe neben ihrer landwirtschaftlichen Betätigung an.
Das Einwohnerverzeichnis von 1880/81 weist einen Krämer (auch Schenkwirt), einen Partikulier, einen Zimmermann und einen Zolleinnehmer, sowie jeweils zwei Gastwirte, Grenzaufseher und Schmiede aus.
Erst zwischen 1873 und 1875 wurde von der Stadt Norden bis zum [[Kleiner Krug | Kleinen Krug]] in [[Utlandshörn]] eine Landstraße gelegt, von der aus später noch zwei kleine Nebenstraßen in nördlicher und südlicher Richtung angelegt wurden. So war es vorher zu Regenzeiten unmöglich, die Wege zu benutzen, da es ansonsten keine befestigte Straßen gab. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, vor allem Korn, mussten oftmals auf Schiffen die Kanäle entlang nach Norden transportiert werden. In umgekehrter Richtung galt dies auch für Waren, die nach Westermarsch I importiert wurden.


==Bildung==
==Bildung==
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Die Bevölkerung ist überwiegend evangelisch-lutherisch und gehört mittlerweile zur [[Andreas-Kirchengemeinde]] Norden, welche ihren Sitz im [[Warfenweg]] hat. Vereinzelt gibt es evangelisch-reformierte Bewohner, die die Kirche in Bargebur besuchen, sowie Mennoniten, die einst Schutzgeld zahlten und die in Norden am Marktplatz auf der Südseite seit 1795 ihre eigene Kirche besitzen. Die wenigen katholischen Bewohner gehen in die Kirche St. Ludgerus in Norden. In der Begegnisstätte am Altendeichsweg finden regelmäßig Teenachmittage statt.
Die Bevölkerung ist überwiegend evangelisch-lutherisch und gehört mittlerweile zur [[Andreas-Kirchengemeinde]] Norden, welche ihren Sitz im [[Warfenweg]] hat. Vereinzelt gibt es evangelisch-reformierte Bewohner, die die Kirche in Bargebur besuchen, sowie Mennoniten, die einst Schutzgeld zahlten und die in Norden am Marktplatz auf der Südseite seit 1795 ihre eigene Kirche besitzen. Die wenigen katholischen Bewohner gehen in die Kirche St. Ludgerus in Norden. In der Begegnisstätte am Altendeichsweg finden regelmäßig Teenachmittage statt.
==Bevölkerungsentwicklung==
1823: 70, 1848:
50 (bewohnte Häuser) und 1867: 81. Im gleichen Zeitraum bewegte sich die Einwohnerzahl von
436, über 368, auf 548. Des Weiteren gab es hier 1867 statistisch gesehen je Haushalt 6,8
Bewohner, 4,4 Pferde, 11,7 Rindtiere und 5,5 Schafe.
Landwirtschaftliche - und nichtlandwirtschaftliche Betriebe / Berufspendler
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stieg zunächst von 58 (1949) auf 63 (1960) an, sank
dann aber auf 54 (1971) ab. Dabei waren 32/33/32 große -, 6/9/6 mittelgroße - und 20/21/16
kleine Unternehmen beteiligt. Es waren also überwiegend Großbetriebe vorhanden. Die Anzahl
der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten wuchs stetig von 15 (1950), über 17 (1961) auf 20
(1970) an. Der Anteil der Handwerksunternehmen lag 1950 bei 40- und 1961 bei gut 29%. Die  Summe der Erwerbspersonen nahm erst von 364 (1950) auf 261 (1961) ab, ging dann aber mit
286 (1970) wieder nach oben. Die Quote der Auspendler erhöhte sich kontinuierlich von 4-, über
21- auf 51%. Bemerkenswert ist auch der Anteil der Einpendler, der 1961 30- und 1970 noch 24%
betrug.
Handwerker, Gewerbetreibende & Dienstleister


== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==