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Um kurz nach 1900 sorgten die Beamten [[Theodor Höger]] und [[Johannes Heinichen]] für Sicherheit und Ordnung. Heinichen war eine regionale Bekanntheit, da er einen der ersten Polizeihunde besaß. Höger wurde zugleich Nachmieter der Wohnung von Bohlken. Ihm wurde es von der Stadt gestattet, den Garten des Bürgermeisters (heute Parkplatz des Rathauses) zur Zucht von Hühnern der Rasse ''Schwarze Minorka'' zu nutzen.
Um kurz nach 1900 sorgten die Beamten [[Theodor Höger]] und [[Johannes Heinichen]] für Sicherheit und Ordnung. Heinichen war eine regionale Bekanntheit, da er einen der ersten Polizeihunde besaß. Höger wurde zugleich Nachmieter der Wohnung von Bohlken. Ihm wurde es von der Stadt gestattet, den Garten des Bürgermeisters (heute Parkplatz des Rathauses) zur Zucht von Hühnern der Rasse ''Schwarze Minorka'' zu nutzen.


Mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde ein nicht unerheblicher Teil der Gendarmerie, die seit 1885 dem [[Landrat]] unterstanden, zum Kriegsdienst als ''Feldgendarmen'' (veraltet für ''Militärpolizei''; heute: ''Feldjäger'') einberufen. Mit der sich verschärfenden Versorgungslage verschlechterte sich auch das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Ordnungsmacht. Das Innenministerium bestellte daraufhin für den Kriegsdienst abkömmliche Unteroffiziere und Mannschaften als Hilfsgendarmen, die die regulären Kräfte bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unterstützen sollten.
Einen Einzug in die Berichterstattung des [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kuriers]] schaffte eine kleine Verfolgungsjagd am 7. Januar 1905. Der Besenbinder Frerichs aus [[Ostlintel]], der wohl vom [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] zu zwei Wochen Haft verurteilt wurde, wurde an diesem Tag vom berittenen Landgendarmen Germer verfolgt, nachdem dieser sich seiner Verhaftung zu entziehen versuchte. Frerichs versteckte sich in einem Hühnerstell und hoffte, nicht gefunden zu werden. Doch der Gendarm konnte ihn durch seine erhöhte Position hinter der Holzwand erspähen, festnehmen und dem [[Gefängnis]] zuführen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 31</ref>
 
Mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde ein nicht unerheblicher Teil der Gendarmerie, die seit 1885 dem [[Landrat]] unterstand, zum Kriegsdienst als ''Feldgendarmen'' (veralteter Begriff für die Militärpolizei; heute: ''Feldjäger'') einberufen. Mit der sich verschärfenden Versorgungslage verschlechterte sich auch das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Ordnungsmacht. Das Innenministerium bestellte daraufhin für den Kriegsdienst abkömmliche Unteroffiziere und Mannschaften als Hilfsgendarmen, die die regulären Kräfte bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unterstützen sollten.


===Weimarer Republik===
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