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Wann genau in Norden das erste Siel erbaut wurde, lässt sich nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Als sicher zu betrachten ist jedoch, dass es schon vor den schweren Sturmfluten im 14. Jahrhundert, wie etwa der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] in den Jahren 1374 und 1375 existiert hat. Zu dieser Zeit verlief das [[Norder Tief]], damals noch Leide genannt, wesentlich weiter nördlich. Erst durch die genannten Sturmfluten wurde aus der eiszeitlichen Schmelzrinne die große [[Leybucht]]. Durch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche Eindeichungen]] und Begradigungen entstand das Norder Tief in seiner heutigen, südlicher gelegenen Form.
Wann genau in Norden das erste Siel erbaut wurde, lässt sich nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Als sicher zu betrachten ist jedoch, dass es schon vor den schweren Sturmfluten im 14. Jahrhundert, wie etwa der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]] in den Jahren 1374 und 1375 existiert hat. Zu dieser Zeit verlief das [[Norder Tief]], damals noch Leide genannt, wesentlich weiter nördlich. Erst durch die genannten Sturmfluten wurde aus der eiszeitlichen Schmelzrinne die große [[Leybucht]]. Durch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche Eindeichungen]] und Begradigungen entstand das Norder Tief in seiner heutigen, südlicher gelegenen Form.


Das Erste Siel befand sich ungefähr im Kreuzungspunkt der [[Sielstraße]] und [[Steenbalgen]]. Hierauf deuten bei der [[Altstadtsanierung]] in den 1960er Jahren gemachte Funde mehrerer dicker Balken hin.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref> Auf einer Karte aus dem Jahr 1726 wird die Lage des Siels etwas weiter südwestlich angegeben, woraus die Straßenbezeichnung [[Am Alten Siel]] entstand.<ref>Stadtkarte von Jacob Menßen aus dem Jahr 1726</ref> Das Siel entwässerte unmittelbar in die Leide.<ref name=":0" />
Das Erste Siel befand sich ungefähr im Kreuzungspunkt der [[Sielstraße]] und [[Steenbalgen]]. Es entwässerte von hier unmittelbar in das [[Norder Tief]]. Auf den Standort deuten bei der [[Altstadtsanierung]] in den 1960er Jahren gemachte Funde mehrerer dicker Balken hin.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript</ref> Auf einer Karte aus dem Jahr 1726 wird die Lage des Siels etwas weiter südwestlich angegeben, woraus die Straßenbezeichnung [[Am Alten Siel]] entstand.<ref>Stadtkarte von Jacob Menßen aus dem Jahr 1726</ref> Die ehemalige Zufahrt zum Siel, die spätere Lohne namens [[Dreeangel]], ging im Zuge der Altstadtsanierung verloren.<ref name=":0" />


Durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] bis 1583 verlor das Siel durch die Verlandung seine Bedeutung. Schon um 1570, also in der Zeit des Baus des [[Norder Hafen|Norder Hafens]] errichteten die Norder das [[Zweites Siel|Zweite Siel]].<ref name=":0" />
Durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] bis 1583 verlor das Siel durch die Verlandung seine Bedeutung. Schon um 1570, also in der Zeit des Baus des [[Norder Hafen|Norder Hafens]] errichteten die Norder das [[Zweites Siel|Zweite Siel]].<ref name=":0" />