Leegemoor: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach Beendigung der Eindeichung des [[Süderneuland|Süderneulands]] im Jahr 1556 durch Gräfin Anna von Oldenburg, damals Herrscherin über Ostfriesland, standen umfangreiche, neue Landflächen zur Urbarmachung zur Verfügung. Die [[Udo-Focken-Deich|alte Deichlinie]] entlang der heutigen [[Bundesstraße]] wurde erheblich gen [[Leybucht]] erweitert. Südwestlich der [[Addinggaste]] entstanden Moorflächen, die durch Annas Sohn, [[Edzard II. Cirksena|Edzard II.]], an wohlhabende Norder Bürger als [[Gemeinweide]] in Erbpacht vergeben wurde. Den Bürgern stand es frei, die ihnen zur Verfügung gestellten Flächen zu bewirtschaften und daraus Früchte zu ziehen. Sie mussten dafür lediglich eine regelmäßige Pacht an den Grafen entrichten.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, S. 46</ref> | Nach Beendigung der Eindeichung des [[Süderneuland|Süderneulands]] im Jahr 1556 durch Gräfin Anna von Oldenburg, damals Herrscherin über Ostfriesland, standen umfangreiche, neue Landflächen zur Urbarmachung zur Verfügung. Die [[Udo-Focken-Deich|alte Deichlinie]] entlang der heutigen [[Bundesstraße]] wurde erheblich gen [[Leybucht]] erweitert. Südwestlich der [[Addinggaste]] entstanden Moorflächen, die durch Annas Sohn, [[Edzard II. Cirksena|Edzard II.]], an wohlhabende Norder Bürger als [[Gemeinweide]] in Erbpacht vergeben wurde. Den Bürgern stand es frei, die ihnen zur Verfügung gestellten Flächen zu bewirtschaften und daraus Früchte zu ziehen. Sie mussten dafür lediglich eine regelmäßige Pacht an den Grafen entrichten.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, S. 46</ref> Noch bis 1578 hatte hingegen der Pastor der [[Osterpastorei]] ein unbeschränktes Verfügungsrecht über die Ländereien des Leegemoors und der [[Altenbürgerlande]] und erzielte hierdurch nicht unerhebliche Einkünfte.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 46</ref> | ||
Zur gemeinsamen Nutzung und Verwaltung gründeten sie die [[Leegemoorgesellschaft]]. Die Flächen bzw. Weiden wurden praktisch ausschließlich zur Viehhaltung verwendet. Dazu beschäftigte man einen eigenen Hirten, der im [[Hirtenhaus (Leegemoorgesellschaft)|Hirtenhaus]] wohnte. In einem Raum dieses Hauses hielt die Leegemoorgesellschaft früher auch ihre jährlichen Treffen statt. Das Gebäude ist bis heute erhalten und befindet sich am Ende der [[Zinngießerstraße]]. An dieses Hirtenhaus erinnert die Straße [[Zum Hirtenhaus]].<ref name=":0" /> Im Osten des Leegemoors entstand die Gemeinweide der [[Altenbürgerlande]]. Die Flächen wurden ähnlich genutzt und auch diese Gesellschaft erbaute ein [[Hirtenhaus (Altenbürgerlande)|Hirtenhaus]], welches sich an der [[Bundesstraße]] befand. Im Gegensatz zum Hirtenhaus der Leegemoorgesellschaft ist dieses jedoch nicht mehr erhalten. | Zur gemeinsamen Nutzung und Verwaltung gründeten sie die [[Leegemoorgesellschaft]]. Die Flächen bzw. Weiden wurden praktisch ausschließlich zur Viehhaltung verwendet. Dazu beschäftigte man einen eigenen Hirten, der im [[Hirtenhaus (Leegemoorgesellschaft)|Hirtenhaus]] wohnte. In einem Raum dieses Hauses hielt die Leegemoorgesellschaft früher auch ihre jährlichen Treffen statt. Das Gebäude ist bis heute erhalten und befindet sich am Ende der [[Zinngießerstraße]]. An dieses Hirtenhaus erinnert die Straße [[Zum Hirtenhaus]].<ref name=":0" /> Im Osten des Leegemoors entstand die Gemeinweide der [[Altenbürgerlande]]. Die Flächen wurden ähnlich genutzt und auch diese Gesellschaft erbaute ein [[Hirtenhaus (Altenbürgerlande)|Hirtenhaus]], welches sich an der [[Bundesstraße]] befand. Im Gegensatz zum Hirtenhaus der Leegemoorgesellschaft ist dieses jedoch nicht mehr erhalten. | ||