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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Im Wesentlichen stammen die ersten Mennoniten von niederländischen Glaubensflüchtlingen ab, die im Zuge der Reformation ab 1531 zunehmender Verfolgung in ihrem Heimatland ausgesetzt waren und in Norden zumindest geduldet wurden. Dies änderte sich lange Zeit nicht, doch 1645, während der Regierungszeit von [[Enno Ludwig Cirksena]] näherten sich die Mennoniten dem Landesherren an. Sie baten offiziell um Schutz und zahlten freiwillig eine Art Schutzgeld. 1657 sollen sie ihm gar den [[Hof Breepott]] in [[Ostermarsch]] vermacht haben.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 70</ref> Die ersten beiden Mennoniten lassen sich für das Jahr 1556 in Norden belegen.<ref>[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Geschichte der Ludgerigemeinde Norden], abgerufen am 31. Juli 2021</ref>
Im Wesentlichen stammen die ersten Mennoniten von niederländischen Glaubensflüchtlingen ab, die im Zuge der Reformation ab 1531 zunehmender Verfolgung in ihrem Heimatland ausgesetzt waren und in Norden zumindest geduldet wurden. Dies änderte sich lange Zeit nicht, doch 1645, während der Regierungszeit von [[Enno Ludwig Cirksena]] näherten sich die Mennoniten dem Landesherren an. Sie baten offiziell um Schutz und zahlten freiwillig eine Art Schutzgeld. 1657 sollen sie ihm gar den [[Hof Breepott]] in [[Ostermarsch]] vermacht haben.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 70</ref> Die ersten beiden Mennoniten lassen sich für das Jahr 1556 in Norden belegen.<ref>[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Geschichte der Ludgerigemeinde Norden], abgerufen am 31. Juli 2021</ref>
Dass nicht nur die [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Gemeinde]], sondern auch die Mennoniten immer wieder Ziel von Diskriminierung wurden, zeigen zahlreiche Beispiele. Als etwa 1660 mehrere Norder nach Upgant marschieren, um dort dem Grafen einen Empfang mit militärischen Ehren zu empfangen, waren kein Mennoniten anwesend, sodass die Menge eine Bestrafung dieser für ihren Ungehorsam forderten. Der [[Amtsverwalter]] sagte zu, die Gemeinde entsprechend zu bestrafen.<ref>Heise, Hans-Michael (1937): Die bewaffneten Ostfriesen in der Grafen- und Fürstenzeit, Aurich, S. 28</ref>


1795 kam die [[Mennonitenkirche]] in den Besitz der Gemeinde, die es - in Ermangelung eigener Körperschaftsrechte - über den aus Neustadtgödens stammenden, gebürtigen Norder Kaufmann [[Doede Lübberts Cremer]] erwarb.<ref>Clemens, Michael (2006): Eine Gemeinschaft mit Tradition, in: Ostfriesischer Kurier vom 17. Juni 2006, S. 33</ref>
1795 kam die [[Mennonitenkirche]] in den Besitz der Gemeinde, die es - in Ermangelung eigener Körperschaftsrechte - über den aus Neustadtgödens stammenden, gebürtigen Norder Kaufmann [[Doede Lübberts Cremer]] erwarb.<ref>Clemens, Michael (2006): Eine Gemeinschaft mit Tradition, in: Ostfriesischer Kurier vom 17. Juni 2006, S. 33</ref>