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Nach dem Krieg wechselte er in die Edelstahlbranche, in der er sich 1950 selbstständig machte und es zu ansehnlichem Wohlstand brachte.<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Das von ihm mit einem Startkapital von gerade einmal 40 Pfund gegründete Unternehmen ''H. E. Samson Ltd.'', das er 1988 wegen eines Augenleidens verkaufte, gehörte lange Zeit zu den größten stahlverarbeitenden Industrieunternehmen des Landes. Neben dem auf einer Fläche von zehn Hektar betriebenen Stahlwerk gab es noch weitere Firmen in Birmingham, Sheffield, Swansea in Wales und dem irischen Dublin. Über 900 Angestellte beschäftigte er. Trotz der Größe sei es ein Familienunternehmen gewesen.<ref name=":3" /> Aus diesem Grund und weil er maßgeblich beim Aufbau des ''Jerusalem College of Technologie'' sowie an der Holocaustgedenkstätte ''Yad Vashem'' mitwirkte, wurde er bereits in den 1970er Jahren zum Ehrenbürger von London ernannt.<ref name=":0" /><ref name=":3" /> Nach dem Verkauf seines Unternehmens zog er mit seiner Frau Edith in die Schweiz.<ref name=":3" />
Nach dem Krieg wechselte er in die Edelstahlbranche, in der er sich 1950 selbstständig machte und es zu ansehnlichem Wohlstand brachte.<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Das von ihm mit einem Startkapital von gerade einmal 40 Pfund gegründete Unternehmen ''H. E. Samson Ltd.'', das er 1988 wegen eines Augenleidens verkaufte, gehörte lange Zeit zu den größten stahlverarbeitenden Industrieunternehmen des Landes. Neben dem auf einer Fläche von zehn Hektar betriebenen Stahlwerk gab es noch weitere Firmen in Birmingham, Sheffield, Swansea in Wales und dem irischen Dublin. Über 900 Angestellte beschäftigte er. Trotz der Größe sei es ein Familienunternehmen gewesen.<ref name=":3" /> Aus diesem Grund und weil er maßgeblich beim Aufbau des ''Jerusalem College of Technologie'' sowie an der Holocaustgedenkstätte ''Yad Vashem'' mitwirkte, wurde er bereits in den 1970er Jahren zum Ehrenbürger von London ernannt.<ref name=":0" /><ref name=":3" /> Nach dem Verkauf seines Unternehmens zog er mit seiner Frau Edith in die Schweiz.<ref name=":3" />


Um die Erinnerung an die [[Jüdische Gemeinde Norden|Jüdische Gemeinde von Norden]] zu bewahren, gründete er am 10. Mai 2005 die Stiftung ''Dr. Heinz E. & Edith Samson'' und stattete sie mit einem Gründungskapital von 200.000 Euro aus.<ref name=":2">[https://www.oz-online.de/artikel/337306/Neuer-Strassenname-in-Norden-gefordert Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 30. Januar 2018], abgerufen am 8. September 2021</ref> Die Stiftung setzt sich bis heute für die Förderung der Bewahrung bzw. Erinnerung an die jüdische Gemeinde von Norden sowie weiterer Projekte, vor allem in Kultur und Gesellschaft ein. Von herausragender Bedeutung war beispielsweise die finanzielle Unterstützung über 100.000 Euro für die Restaurierung des Kellers im [[Altes Rathaus|Alten Norder Rathaus]] im Jahre 2021.<ref>[https://www.borkumer-zeitung.de/artikel/1049485/Alter-Norder-Rathauskeller-ist-wieder-begehbar Online-Bericht der Borkumer Zeitung vom 11. August 2021], abgerufen am 8. September 2021</ref> Auch die durchgehende Finanzierung der Instandhaltung des [[Jüdischer Friedhof|Jüdischen Friedhofs]] zählt zu den wichtigsten Projekten der Stiftung.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/106851/Goenner-richtet-Stiftung-fuer-Friedhofspflege-ein Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 30. Juni 2005], abgerufen am 8. September 2021</ref> Eines der letzten Förderungsprojekte, die Samson noch selbst zu Lebzeiten initiierte, war die Finanzierung des Baus eines neuen Traktes des ''Herzog Hospital'' in Jerusalem.<ref name=":3" />
Um die Erinnerung an die [[Jüdische Gemeinde Norden|Jüdische Gemeinde von Norden]] zu bewahren, gründete er am 10. Mai 2005 die Stiftung ''Dr. Heinz E. & Edith Samson'' und stattete sie mit einem Gründungskapital von 200.000 Euro aus.<ref name=":2">[https://www.oz-online.de/artikel/337306/Neuer-Strassenname-in-Norden-gefordert Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 30. Januar 2018], abgerufen am 8. September 2021</ref> Die Stiftung setzt sich bis heute für die Förderung der Bewahrung bzw. Erinnerung an die jüdische Gemeinde von Norden sowie weiterer Projekte, vor allem in Kultur und Gesellschaft ein. Von herausragender Bedeutung war beispielsweise die finanzielle Unterstützung über 100.000 Euro für die Restaurierung des Kellers im [[Altes Rathaus|Alten Norder Rathaus]] im Jahre 2021.<ref>[https://www.borkumer-zeitung.de/artikel/1049485/Alter-Norder-Rathauskeller-ist-wieder-begehbar Online-Bericht der Borkumer Zeitung vom 11. August 2021], abgerufen am 8. September 2021</ref> Auch die durchgehende Finanzierung der Instandhaltung des [[Jüdischer Friedhof|Jüdischen Friedhofs]] zählt zu den wichtigsten Projekten der Stiftung.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/106851/Goenner-richtet-Stiftung-fuer-Friedhofspflege-ein Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 30. Juni 2005], abgerufen am 8. September 2021</ref> Bereits 1993 finanzierte er die Restauration mehrerer Grabsteine.<ref>[http://alemannia-judaica.de/norden_friedhof.htm Die Geschichte der Norder Juden] auf ''Alemannia Judaica'', abgerufen am 8. September 2021</ref> Eines der letzten Förderungsprojekte, die Samson noch selbst zu Lebzeiten initiierte, war die Finanzierung des Baus eines neuen Traktes des ''Herzog Hospital'' in Jerusalem.<ref name=":3" />


Seine Heimatstadt Norden hat Samson nach seiner Flucht nur zwei Mal wieder gesehen: Einmal im Jahre 1948 und einmal im Jahre 1987, anlässlich der ''Woche der Begegnung'' zur Einweihung der Gedenkstätte am [[Synagogenweg]]. Vom Schicksal seiner Familie hatte er bereits zwei Wochen nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erfahren.<ref name=":3" />
Seine Heimatstadt Norden hat Samson nach seiner Flucht nur zwei Mal wieder gesehen: Einmal im Jahre 1948 und einmal im Jahre 1987, anlässlich der ''Woche der Begegnung'' zur Einweihung der Gedenkstätte am [[Synagogenweg]]. Vom Schicksal seiner Familie hatte er bereits zwei Wochen nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erfahren.<ref name=":3" />