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Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich mindestens seit dieser Zeit nicht geändert hat.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>
Auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 ist erkennbar, dass der Straßenverlauf sich mindestens seit dieser Zeit nicht geändert hat.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref>
Markant für die Große Neustraße ist ihre Bepflasterung, die als eine der wenigen noch auf die ursprüngliche hinweist - wenn auch in umgedrehter Form. Die wenigen befestigten bzw. gepflasterten Straßen in Norden hatten in der Regel links und rechts einen Streifen mit Kopfsteinpflaster, bei denen es sich praktisch ausschließlich um sogenannte Flinten (Findlingssteine) aus der Eiszeit handelte. In der Mitte befand sich eine glatte Bepflasterung. Diese Straßenbauweise ermöglichte ein halbwegs bequemes Fortkommen für Fußgänger und Fahrrad in der Mitte und zugleich eine ausreichende Befestigung für Kutschen und schwerere Wagen.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 24</ref> Im Falle der Großen Neustraße ist dies jedoch anders herum und der Kopfsteinpflaster befindet sich in der Mitte, was natürlich im Fahrkomfort sowie der verbesserten Straßenbaumöglichkeiten begründet liegt.


== Gebäude und Plätze ==
== Gebäude und Plätze ==
In der Großen Neustraße befinden sich heute eine Rechtsanwaltskanzlei, ein Zahnarzt, ein Restaurant mit angrenzendem Weinkontor, eine Änderungsschneiderei und ein Kunsthändler. Daneben befinden sich hier einige Wohnungen.
In der Großen Neustraße befinden sich heute eine Rechtsanwaltskanzlei, eine Zahnärztin, ein Restaurant mit angrenzendem Weinkontor, eine Änderungsschneiderei sowie das [[Kunsthaus]]. Daneben befinden sich hier einige Wohnungen.


In der [[Große Neustraße 1|Hausnummer 1]] wohnte einst [[Ludovicus Wenckebach]], zunächst [[Stadtrat|Ratsherr]] und später [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden]]. Dieser gestattete es der im Zuge der Reformation aus Norden vertriebenen [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]], in seinem Wohnhaus erstmalig und (mehr oder minder) offiziell wieder im Stadtgebiet Gottesdienste abzuhalten.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 13</ref>
In der [[Große Neustraße 1|Hausnummer 1]] wohnte einst [[Ludovicus Wenckebach]], zunächst [[Stadtrat|Ratsherr]] und später [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister von Norden]]. Dieser gestattete es der im Zuge der Reformation aus Norden vertriebenen [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]], in seinem Wohnhaus erstmalig und (mehr oder minder) offiziell wieder im Stadtgebiet Gottesdienste abzuhalten.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 13</ref>