Leysiel: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 39: | Zeile 39: | ||
Schon in den 1960er Jahren gab es erste Pläne zur vollständigen Eindeichung der [[Leybucht]], wie üblich mit dem Bau eines neuen Siels am tiefen Watt. Dieser Plan war jedoch schon bald nicht mehr mit zunehmendem Umweltbewustsein zu vereinbaren, da die Umgebung ein besonders schützenswertes Biotop ist. | Schon in den 1960er Jahren gab es erste Pläne zur vollständigen Eindeichung der [[Leybucht]], wie üblich mit dem Bau eines neuen Siels am tiefen Watt. Dieser Plan war jedoch schon bald nicht mehr mit zunehmendem Umweltbewustsein zu vereinbaren, da die Umgebung ein besonders schützenswertes Biotop ist. | ||
Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen | Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen kam man ab 1985 langsam zu einem Ergebnis, womit gleich mehrere Probleme gelöst werden konnten: Das neue Leysiel am tiefen Watt ermöglichte wieder ein freies Sielen, ein neuer Deich schützte die [[Liste der Eindeichungen|neu gewonnen Ländereien]], der Greetsieler Hafen konnte fortan fast unabhängig von der Tide von Fischkuttern und Freizeitkapitänen angelaufen werden und die heutige Leybucht als Teil des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer mit ihrem einzigartigen Salzwiesen-Biotop blieb erhalten. | ||
Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den [[Störtebekerkanal]] gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen. | Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den [[Störtebekerkanal]] gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen. | ||