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Im Sommer 1577 wurde Ligarius zum Hofprediger von Ostfriesland durch [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II]] berufen. Damit wurde Ligarius der führende Theologe des Luthertums in Ostfriesland. Am 25. November 1579 fand das erste Religionsgespräch auf der Burg Berum statt, auf das sich beide Parteien gründlich vorbereitet hatten. Von reformierter Seite erschienen nur Menso Alting aus Emden und Wicherus Millesius aus Hinte, während dazu von lutherischer Seite die Theologen Martin Faber aus Hage, [[Johannes Antwerpiensis]] aus Norden, Bernhard Bloccius aus Woquard und Ligarius selbst erschienen. Die Gespräche verliefen ergebnislos.
Im Sommer 1577 wurde Ligarius zum Hofprediger von Ostfriesland durch [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II]] berufen. Damit wurde Ligarius der führende Theologe des Luthertums in Ostfriesland. Am 25. November 1579 fand das erste Religionsgespräch auf der Burg Berum statt, auf das sich beide Parteien gründlich vorbereitet hatten. Von reformierter Seite erschienen nur Menso Alting aus Emden und Wicherus Millesius aus Hinte, während dazu von lutherischer Seite die Theologen Martin Faber aus Hage, [[Johannes Antwerpiensis]] aus Norden, Bernhard Bloccius aus Woquard und Ligarius selbst erschienen. Die Gespräche verliefen ergebnislos.


Am 3. Juli 1583 löste Graf Edzard II. den Coetus auf, doch bildeten sich rasch zwei neue. Da Ligarius nunmehr in Ungnade fiel, wurde er 1585 als Hofprediger entlassen. Magister [[Gottfried Heshusius]], der Sohn des Tilemann Heshusius, kam an seine Stelle. Gegen Widerstand wurde Ligarius nun zum Pastor und Superintendenten in Woerden 1587 berufen. Hier gab er das Woerdensche Gesangbuch 1589 heraus, das bis 1745 in Gebrauch blieb. Er schrieb hier auch "Dat cleine Corpus doctrinae", das ebenfalls in der Amsterdamer Gemeinde gebraucht wurde.
Am 3. Juli 1583 löste Graf Edzard II. den Coetus auf, doch bildeten sich rasch zwei neue. Da Ligarius nunmehr in Ungnade fiel, wurde er 1585 als Hofprediger entlassen. Magister [[Gottfried Heshusius]], der Sohn des Weseler bzw. Helmstedter Theologen Tilemann Heshusius, kam an seine Stelle. Gegen Widerstand wurde Ligarius nun zum Pastor und Superintendenten in Woerden 1587 berufen. Hier gab er das Woerdensche Gesangbuch 1589 heraus, das bis 1745 in Gebrauch blieb. Er schrieb hier auch "Dat cleine Corpus doctrinae", das ebenfalls in der Amsterdamer Gemeinde gebraucht wurde.


Schließlich wurde Ligarius auch hier vor den Hof von Holland geladen und gegen Ende 1591 nach fünf Jahren aus Woerden vertrieben. Nun ging er nach Emden zurück und wurde 1592 Prediger der dortigen Gemeinde. Hier verfasste er zwei Schriften, die beide als verloren gelten müssen: Eine Evangelienpostille und einen Kommentar zu dem 9. bis 11. Kapitel des Römerbriefes.
Schließlich wurde Ligarius auch hier vor den Hof von Holland geladen und gegen Ende 1591 nach fünf Jahren aus Woerden vertrieben. Nun ging er nach Emden zurück und wurde 1592 Prediger der dortigen Gemeinde. Hier verfasste er zwei Schriften, die beide als verloren gelten müssen: Eine Evangelienpostille und einen Kommentar zu dem 9. bis 11. Kapitel des Römerbriefes.