Onno Behrends Tee: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 41: | Zeile 41: | ||
Ab 1896 produzierte das Unternehmen den Teelikör ''Wadi Kisan''. Dieser Name wurde später auch für eine Teemischung verwendet. Da Behrends schnell erkennt, dass in der Teeverarbeitung großes Potential liegt, das er in der Enge der Innenstadt nicht vollends entfalten kann, beschließt er, 1899 ein neues Fabrikgebäude in [[Süderneuland I]] zu errichten.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 64</ref> Das freie Areal [[Am Fridericussiel]] erwies sich wegen seiner weiten Fläche und der unmittelbaren Nähe zum [[Norder Hafen]] als äußerst förderlich. | Ab 1896 produzierte das Unternehmen den Teelikör ''Wadi Kisan''. Dieser Name wurde später auch für eine Teemischung verwendet. Da Behrends schnell erkennt, dass in der Teeverarbeitung großes Potential liegt, das er in der Enge der Innenstadt nicht vollends entfalten kann, beschließt er, 1899 ein neues Fabrikgebäude in [[Süderneuland I]] zu errichten.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 64</ref> Das freie Areal [[Am Fridericussiel]] erwies sich wegen seiner weiten Fläche und der unmittelbaren Nähe zum [[Norder Hafen]] als äußerst förderlich. | ||
Zur Verbesserung der Qualität importierte Behrends bald nicht mehr nur Tee aus China, sondern auch aus Indien, Sri Lanka, Indonesien und Japan. Durch die großen Mengen an Teeimporten wurde Norden bald zu einem der Hauptumschlagplätze hierfür. Durch Werbung im [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]] und überregionalen Zeitungen erhöhte Behrends erfolgreich seinen Bekanntheitsgrad. 1899 verkaufen deutschlandweit schon 2.000 Verkaufsstellen die Norder Produkte.<ref name=":12">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Und schon bald gründete man zur besseren Koordinierung auch Niederlassungen in den ''Teehochburgen'' London und Konstantinopel (heute Istanbul), die jedoch im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geschlossen werden mussten.<ref name=":0" /> Während des Krieges kommt die Teefertigung beinahe gänzlich zum Erliegen, da das Deutsche Reich mit fortschreitendem Krieg nahezu gänzlich von der Entente zu See besiegt wurde und Tee vor allem aus den britischen und niederländischen Kolonien bezogen wurde. | Zur Verbesserung der Qualität importierte Behrends bald nicht mehr nur Tee aus China, sondern auch aus Indien, Sri Lanka, Indonesien und Japan. Durch die großen Mengen an Teeimporten wurde Norden bald zu einem der Hauptumschlagplätze hierfür. Durch Werbung im [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]] und überregionalen Zeitungen erhöhte Behrends erfolgreich seinen Bekanntheitsgrad. 1899 verkaufen deutschlandweit schon 2.000 Verkaufsstellen die Norder Produkte.<ref name=":12">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Und schon bald gründete man zur besseren Koordinierung auch Niederlassungen in den ''Teehochburgen'' London und Konstantinopel (heute Istanbul), die jedoch im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geschlossen werden mussten.<ref name=":0" /> Auch in Hamburg hat es eine Niederlassung gegeben. Während des Krieges kommt die Teefertigung beinahe gänzlich zum Erliegen, da das Deutsche Reich mit fortschreitendem Krieg nahezu gänzlich von der Entente zu See besiegt wurde und Tee vor allem aus den britischen und niederländischen Kolonien bezogen wurde. | ||
Trotz aller Schwierigkeiten sucht Behrends sich ein neues Geschäftsfeld und erwirbt 1917 die Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]], die sich in noch größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand. Anders als die Eigentümer hatte Behrends jedoch genug Geld mit dem Asienhandel verdient, das er sein Geschäft halten und seine wirtschaftlichen Betätigungsfelder erweitern konnte.<ref name=":0" /> Eine weitere, erwähnenswerte Erwerbung die der Kauf der ebenfalls schwächelnden [[Eisenhütte]], die er kurz nach dem Krieg kaufte. | Trotz aller Schwierigkeiten sucht Behrends sich ein neues Geschäftsfeld und erwirbt 1917 die Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]], die sich in noch größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand. Anders als die Eigentümer hatte Behrends jedoch genug Geld mit dem Asienhandel verdient, das er sein Geschäft halten und seine wirtschaftlichen Betätigungsfelder erweitern konnte.<ref name=":0" /> Eine weitere, erwähnenswerte Erwerbung die der Kauf der ebenfalls schwächelnden [[Eisenhütte]], die er kurz nach dem Krieg kaufte. | ||