Friedrich Sundermann: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Friedrich Wilhelm Hermann Sundermann''' (* 14. Mai 1853 in Hesel; † 8. Dezember 1924 in Norden) war einer der bedeutendsten Heimatforscher Ostfrieslands i…“ |
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Als Vater einer großen Familie war Sundermann darauf angewiesen, sein schmales Gehalt durch zusätzliche Arbeit aufzubessern. Wie sein Vater wurde auch der Sohn zu einem fleißigen Autor wissenschaftlicher, heimatkundlicher und sogar politischer Artikel. Er schrieb unter eigenem Namen, aber auch unter den Pseudonymen Friso, F. v. Harslo, Paul Harring, A. von Halem, Hans van Nörden und Nigel Mülin. Bereits 1868 war Sundermann mit einem Gedichtband zum ersten Mal als Autor an die Öffentlichkeit getreten. Angeblich hatte er schon als 15-jähriger Schüler mit dem Sammeln von Märchen, Volksliedern, Sprichwörtern und Sagen begonnen. | Als Vater einer großen Familie war Sundermann darauf angewiesen, sein schmales Gehalt durch zusätzliche Arbeit aufzubessern. Wie sein Vater wurde auch der Sohn zu einem fleißigen Autor wissenschaftlicher, heimatkundlicher und sogar politischer Artikel. Er schrieb unter eigenem Namen, aber auch unter den Pseudonymen Friso, F. v. Harslo, Paul Harring, A. von Halem, Hans van Nörden und Nigel Mülin. Bereits 1868 war Sundermann mit einem Gedichtband zum ersten Mal als Autor an die Öffentlichkeit getreten. Angeblich hatte er schon als 15-jähriger Schüler mit dem Sammeln von Märchen, Volksliedern, Sprichwörtern und Sagen begonnen. | ||
1869 veröffentlichte er in Aurich seinen Band "Sagen und sagenhafte Erzählungen aus Ostfriesland", der ihn zum Pionier der ostfriesischen Volkskunde machte. Von 1886 bis 1889 gab Sundermann den Kalender "Der Upstalsboom" heraus. Von 1895 bis Ostern 1909 fungierte er als streitbarer Herausgeber des | 1869 veröffentlichte er in Aurich seinen Band "Sagen und sagenhafte Erzählungen aus Ostfriesland", der ihn zum Pionier der ostfriesischen Volkskunde machte. Von 1886 bis 1889 gab Sundermann den Kalender "Der Upstalsboom" heraus. Von 1895 bis Ostern 1909 fungierte er als streitbarer Herausgeber des "Ostfriesischen Schulblatts". Insbesondere lag ihm hier die literarische Beilage am Herz, der er ein heimatliches Gepräge zu geben verstand. Politisch hat Sundermann zumindest zeitweise der politischen Opposition im Kaiserreich nahe gestanden. | ||
Von 1864 bis 1879 war er für die nationalliberale Ostfriesische Zeitung tätig, veröffentlichte Lokalkorrespondenzen und literarische Feuilletons, schrieb auch ein halbes Jahr lang für das Ostfriesische Wochenblatt und bis März 1891 auch für die Ostfriesische Post in Leer. 1891 mußte er sich deshalb vor Graf Knyphausen verantworten und 1892 einer Vorladung durch Landrat [[Heinrich Karl Schulze-Pelkum]] Folge leisten, Sundermann bestritt aber, mit oppositionellen Blättern zusammengearbeitet zu haben. | Von 1864 bis 1879 war er für die nationalliberale Ostfriesische Zeitung tätig, veröffentlichte Lokalkorrespondenzen und literarische Feuilletons, schrieb auch ein halbes Jahr lang für das Ostfriesische Wochenblatt und bis März 1891 auch für die Ostfriesische Post in Leer. 1891 mußte er sich deshalb vor Graf Knyphausen verantworten und 1892 einer Vorladung durch Landrat [[Heinrich Karl Schulze-Pelkum]] Folge leisten, Sundermann bestritt aber, mit oppositionellen Blättern zusammengearbeitet zu haben. | ||