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Um das Jahr 1000 begann man mit dem Bau von Deichen. Anfangs war es Aufgabe der hinter der Deichlinie wohnenden Menschen, den Deich zu unterhalten. Im Gegenzug durften sie das dahinter liegende Land bestellen. Konnten der Anlieger den ihm zugewiesenen Deichabschnitt nicht mehr unterhalten, musste er das Land gemäß [[Spatenrecht]] aufgeben oder wurde zwangsenteignet. Besonders oft fand das Spatenrecht nach Missernten, Seuchen oder Sturmfluten statt. Insbesondere im 14. Jahrhundert verloren viele Menschen ihr Hab und Gut an die Fluten und konnten - von der Pest und schlechten Ernten geschwächt - die Deichlinien nicht mehr halten.
Um das Jahr 1000 begann man mit dem Bau von Deichen. Anfangs war es Aufgabe der hinter der Deichlinie wohnenden Menschen, den Deich zu unterhalten. Im Gegenzug durften sie das dahinter liegende Land bestellen. Konnten der Anlieger den ihm zugewiesenen Deichabschnitt nicht mehr unterhalten, musste er das Land gemäß [[Spatenrecht]] aufgeben oder wurde zwangsenteignet. Besonders oft fand das Spatenrecht nach Missernten, Seuchen oder Sturmfluten statt. Insbesondere im 14. Jahrhundert verloren viele Menschen ihr Hab und Gut an die Fluten und konnten - von der Pest und schlechten Ernten geschwächt - die Deichlinien nicht mehr halten.


Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich nun Interessengemeinschaften, die es sich zur Aufgabe machten, den Deich gemeinschaftlich zu unterhalten. Ein alter Spruch besagte: "Kein Deich. Kein Land. Kein Leben". Die [[Februarflut]] im Jahr 1825 gilt als die letzte schwere Sturmflut, die in Norden und Umgebung massivste Schäden anrichtete. Die Anfänge der Norder Deichacht, wie wir sie heute kennen, ist wohl in dieser Zeit zu suchen, denn auf die Februarflut folgten umfangreiche Maßnahmen zur Verstärkung der Deiche, bei der eine konzertierte Durchführung erkennbar ist. Die Ursprünge der Deichachten liegen jedoch weiter zurück und sie im 16. Jahrhundert zu suchen. Wahrscheinlich ging die Gründung einher mit der [[Liste der Eindeichungen|Landrückgewinnungen]] unter Gräfin [[Anna von Oldenburg]], die 1551 ihren Anfang nahmen.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich nun Interessengemeinschaften, die es sich zur Aufgabe machten, den Deich gemeinschaftlich zu unterhalten. Ein alter Spruch besagte: "Kein Deich. Kein Land. Kein Leben". Die [[Februarflut 1825|Februarflut im Jahre 1825]] gilt als die letzte schwere Sturmflut, die in Norden und Umgebung massivste Schäden anrichtete. Die Anfänge der Norder Deichacht, wie wir sie heute kennen, ist wohl in dieser Zeit zu suchen, denn auf die Februarflut folgten umfangreiche Maßnahmen zur Verstärkung der Deiche, bei der eine konzertierte Durchführung erkennbar ist. Die Ursprünge der Deichachten liegen jedoch weiter zurück und sie im 16. Jahrhundert zu suchen. Wahrscheinlich ging die Gründung einher mit der [[Liste der Eindeichungen|Landrückgewinnungen]] unter Gräfin [[Anna von Oldenburg]], die 1551 ihren Anfang nahmen.


Vermutlich einhergehend mit der Gründung von Deichachten ging auch die Gründung der Siel- bzw. Entwässerungsverbände einher, denn die Deiche hielten das Wasser nicht nur vom Land fern, sondern auch umgekehrt. Für Abflüsse mussten daher [[Liste der Siele|Siele]] erbaut werden.
Vermutlich einhergehend mit der Gründung von Deichachten ging auch die Gründung der Siel- bzw. Entwässerungsverbände einher, denn die Deiche hielten das Wasser nicht nur vom Land fern, sondern auch umgekehrt. Für Abflüsse mussten daher [[Liste der Siele|Siele]] erbaut werden.