Alte Itzendorfer Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Schülerzahl stieg in den Folgejahren spürbar und erreichte im Schuljahr 1774/1775 einen Höchststand von 75 männlichen und weiblichen Schülern. Erkennbar ist hierbei auch eine deutliche Überrepräsentanz männlicher Schüler, was darauf schließen lässt, dass bei der Schulplatzvergabe durch die Eltern vor allem die männlichen Nachkommen des Hofherren bevorzugt wurden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 37</ref> Ein Jahr später bittet der neue Lehrer in einem Rundbrief um eine Spende für einen neuen Fußboden für die Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 38</ref> | Die Schülerzahl stieg in den Folgejahren spürbar und erreichte im Schuljahr 1774/1775 einen Höchststand von 75 männlichen und weiblichen Schülern. Erkennbar ist hierbei auch eine deutliche Überrepräsentanz männlicher Schüler, was darauf schließen lässt, dass bei der Schulplatzvergabe durch die Eltern vor allem die männlichen Nachkommen des Hofherren bevorzugt wurden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 37</ref> Ein Jahr später bittet der neue Lehrer in einem Rundbrief um eine Spende für einen neuen Fußboden für die Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 38</ref> | ||
1785 wird [[Berend Friedrich Gnapheus]] neuer Lehrer. 1825 richtet die [[Februarflut]] erneut schwere Schäden in der Westermarsch an. Der Deich bricht und beschädigt auch die Itzendorfer Schule. Das nahegelegene, auf einer [[Warft]] errichtete [[Wachthaus (Westermarsch II)]], blieb hingegen von den Fluten verschont. Lehrer Gnapheus schreibt daraufhin an das Königliche Hohe Konsortium in Aurich und bericht über die Umstände in Itzendorf. Er selbst wohne mittlerweile in Norden, da das Itzendorfer Schulgebäude unbewohnbar geworden sei. 1826 wird daraufhin wieder ein Neubau errichtet, diesmal auf einer Warft, um besser vor Sturmfluten geschützt zu sein. Im gleichen Jahr verstarb der beliebte Gnapheus.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 40</ref> | 1785 wird [[Berend Friedrich Gnapheus]] neuer Lehrer. 1825 richtet die [[Februarflut 1825|Februarflut]] erneut schwere Schäden in der Westermarsch an. Der Deich bricht und beschädigt auch die Itzendorfer Schule. Das nahegelegene, auf einer [[Warft]] errichtete [[Wachthaus (Westermarsch II)]], blieb hingegen von den Fluten verschont. Lehrer Gnapheus schreibt daraufhin an das Königliche Hohe Konsortium in Aurich und bericht über die Umstände in Itzendorf. Er selbst wohne mittlerweile in Norden, da das Itzendorfer Schulgebäude unbewohnbar geworden sei. 1826 wird daraufhin wieder ein Neubau errichtet, diesmal auf einer Warft, um besser vor Sturmfluten geschützt zu sein. Im gleichen Jahr verstarb der beliebte Gnapheus.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 40</ref> | ||
Aus sieben Bewerbern konnte sich [[Jan Jacobs Hinrichs Fischer]] durchsetzen und wurde von den Interessenten noch im selben Jahr zum neuen Lehrer gewählt. Zuvor war dieser Lehrer in Norden gewesen. Die Amtseinführung findet im März 1826 statt. Infolge einer schweren, zur Lähmung führenden Krankheit musste Fischer sein Amt aufgegeb und verstarb 1834 im Alter von gerade einmal 27 Jahren. An seine Stelle trat sein Bruder [[Wilhelm Egbert Fischer]], der die Stelle am 7. April 1834 antrat und 37 Jahre im Dienst blieb. 1871 trat [[Johann Juilfs]] die Lehrerstelle an.<ref name=":0" /> | Aus sieben Bewerbern konnte sich [[Jan Jacobs Hinrichs Fischer]] durchsetzen und wurde von den Interessenten noch im selben Jahr zum neuen Lehrer gewählt. Zuvor war dieser Lehrer in Norden gewesen. Die Amtseinführung findet im März 1826 statt. Infolge einer schweren, zur Lähmung führenden Krankheit musste Fischer sein Amt aufgegeb und verstarb 1834 im Alter von gerade einmal 27 Jahren. An seine Stelle trat sein Bruder [[Wilhelm Egbert Fischer]], der die Stelle am 7. April 1834 antrat und 37 Jahre im Dienst blieb. 1871 trat [[Johann Juilfs]] die Lehrerstelle an.<ref name=":0" /> | ||