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Gemeinsam mit seiner Ehefrau | Gemeinsam mit seiner Ehefrau hatte der Goldschmied [[Johann Conrad Hicken]] das Haus, das damals noch die Anschrift ''Nummer 70, [[Osterkluft]], 4. [[Rott]]'' gegen Ende des 18. Jahrhunderts erworben. Das Ehepaar Hicken hatte das Haus später an die beiden Kinder Adelheit und [[Johann Hicken]] vererbt, wobei Johann ab 1819 als alleiniger Besitzer geführt wird.<ref name=":02">Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (II): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier</ref> 1877 ging das Haus als Erbschaft über seine Tochter an [[Jacob Oldewurtel|Jacob Willms Oldewurtel]], mit dem sie seit 1874 verheiratet war.<ref>Lentz, Conrad (2021): Private Familienchronik; hier verschriftlicht am 24. Juni 2021</ref> Dort gründete er 1877 die Schankwirtschaft ''Dat Middelhus''. | ||
In der weiteren Erbfolge übernahm 1907 nach dem Tod des Vaters der Sohn [[Reinhard Oldewurtel]].<ref name=":02" /> Die Gaststätte erfreute sich stetiger Beliebtheit, vor allem Mitarbeiter der [[Eisenhütte]] sollen hier nach Feierabend eingekehrt sein und ihren Lohn durchgebracht haben. In den 1920er Jahren gründete sich hier der stadtbekannte ''Bitternklub'', der seinen Namen davon erhalten hat, dass bei den Treffen dieser Runde ausschließlich [[Doornkaat]]-Bitterschnaps getrunken wurde.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 130</ref> | In der weiteren Erbfolge übernahm 1907 nach dem Tod des Vaters der Sohn [[Reinhard Oldewurtel]].<ref name=":02" /> Die Gaststätte erfreute sich stetiger Beliebtheit, vor allem Mitarbeiter der [[Eisenhütte]] sollen hier nach Feierabend eingekehrt sein und ihren Lohn durchgebracht haben. In den 1920er Jahren gründete sich hier der stadtbekannte ''Bitternklub'', der seinen Namen davon erhalten hat, dass bei den Treffen dieser Runde ausschließlich [[Doornkaat]]-Bitterschnaps getrunken wurde.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 130</ref> | ||
Version vom 12. August 2021, 03:43 Uhr
Mittelhaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1877 | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Backsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Neuer Weg 11
26506 Norden | |||||||
Das Mittelhaus (früher: Dat Middelhus) ist die älteste und noch ausschließlich als solche genutzte bzw. bestehende Gaststätte in Norden. Der erste Wirt dieser Gaststätte war Jacob Willms Oldewurtel, Sohn des Senators und Zichorienfabrikanten Enno Oldewurtel aus der Westerstraße, der das Gebäude 1877 erwarb. Er gab seiner Schenke den bis heute geltenden Namen, da sie sinnbildlich mitten auf dem Neuen Weg lag.[1]
Geschichte
Gemeinsam mit seiner Ehefrau hatte der Goldschmied Johann Conrad Hicken das Haus, das damals noch die Anschrift Nummer 70, Osterkluft, 4. Rott gegen Ende des 18. Jahrhunderts erworben. Das Ehepaar Hicken hatte das Haus später an die beiden Kinder Adelheit und Johann Hicken vererbt, wobei Johann ab 1819 als alleiniger Besitzer geführt wird.[2] 1877 ging das Haus als Erbschaft über seine Tochter an Jacob Willms Oldewurtel, mit dem sie seit 1874 verheiratet war.[3] Dort gründete er 1877 die Schankwirtschaft Dat Middelhus.
In der weiteren Erbfolge übernahm 1907 nach dem Tod des Vaters der Sohn Reinhard Oldewurtel.[2] Die Gaststätte erfreute sich stetiger Beliebtheit, vor allem Mitarbeiter der Eisenhütte sollen hier nach Feierabend eingekehrt sein und ihren Lohn durchgebracht haben. In den 1920er Jahren gründete sich hier der stadtbekannte Bitternklub, der seinen Namen davon erhalten hat, dass bei den Treffen dieser Runde ausschließlich Doornkaat-Bitterschnaps getrunken wurde.[4]
Im April 1977 übernahm Uwe Oldewurtel die Gaststätte in der nunmehr vierten Generation.[4] Seit dem Jahr 2000 wird sie von Michael Möss betrieben.
Beschreibung
Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Saal, der hauptsächlich für die allgemeine Bewirtung der Gäste genutzt wird. Im Obergeschoss befindet sich ein weiterer Saal, der in etwa halb so groß wie jener im Erdgeschoss ist. Dieser Saal wird, ebenso wie ein weiterer, gegenüberliegender, kleinerer Saal, vorwiegend für private Veranstaltungen genutzt.
Einzelnachweise
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 129
- ↑ 2,0 2,1 Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (II): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier
- ↑ Lentz, Conrad (2021): Private Familienchronik; hier verschriftlicht am 24. Juni 2021
- ↑ 4,0 4,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 130
