Flachhauser Weg: Unterschied zwischen den Versionen
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Am Ende der Straße befand sich bis etwa 1750 ein Hof, welcher im Besitz des Deich- und Sielrichters Bebbe Uldrichs war. Auf dem Deich "gegen die sogenannten Buscher Landen, dort wo das Jidt auf die Deichkappe kommt" stand ein kleines Haus, wahrscheinlich das [[Flackhaus]], das nach seinem Besitzer auch "Lipsches Hauß" genannt wurde und von dem es eine Abbildung aus dem Jahre 1746 gibt.<ref>Handschrift der Emder Kunst Nr. 352; StAA, Dep. I, Nr. 4133; StAA, Rep. 4, B VI a, Nr. 217; StAA, Dep. 4, Msc. IX, Nr. 52; StAA, Dep. I, Nr. 4624; StAA, Rep. 4 C I g, Nr. 67; StAA, Rep. 236, Bd.130, S.271</ref>Das Flack- oder Flachhaus wurde nach 1837 auf Anordnung der Deichacht abgebrochen wurde.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 10 S. 39</ref> Es wird vermutet, dass der Bewohner des Hauses die Aufgabe hatte, Schiffe bei Schlechtwetter durch Signalleuchten vor Schiffbruch zu bewahren. | Am Ende der Straße befand sich bis etwa 1750 ein Hof, welcher im Besitz des Deich- und Sielrichters Bebbe Uldrichs war. Auf dem Deich "gegen die sogenannten Buscher Landen, dort wo das Jidt auf die Deichkappe kommt" stand ein kleines Haus, wahrscheinlich das [[Flackhaus]], das nach seinem Besitzer auch "Lipsches Hauß" genannt wurde und von dem es eine Abbildung aus dem Jahre 1746 gibt.<ref>Handschrift der Emder Kunst Nr. 352; StAA, Dep. I, Nr. 4133; StAA, Rep. 4, B VI a, Nr. 217; StAA, Dep. 4, Msc. IX, Nr. 52; StAA, Dep. I, Nr. 4624; StAA, Rep. 4 C I g, Nr. 67; StAA, Rep. 236, Bd.130, S.271</ref> Das Flack- oder Flachhaus wurde nach 1837 auf Anordnung der Deichacht abgebrochen wurde.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 10 S. 39</ref> Es wird vermutet, dass der Bewohner des Hauses die Aufgabe hatte, Schiffe bei Schlechtwetter durch Signalleuchten vor Schiffbruch zu bewahren. | ||
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Version vom 15. Dezember 2020, 15:28 Uhr
Flachhauser Weg | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Westermarsch I | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1746 | |||||||
| Namensgebung | nach 1750 | |||||||
| Historische Namen | Flackhuser Weg | |||||||
Der Flachhauser Weg ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Westermarsch I. Die Straße geht nördlich von der Süderdeichstraße ab und endet als Sackgasse an einer Hofstelle.
Geschichte
Herkunft des Namens
Am Ende der Straße befand sich bis etwa 1750 ein Hof, welcher im Besitz des Deich- und Sielrichters Bebbe Uldrichs war. Auf dem Deich "gegen die sogenannten Buscher Landen, dort wo das Jidt auf die Deichkappe kommt" stand ein kleines Haus, wahrscheinlich das Flackhaus, das nach seinem Besitzer auch "Lipsches Hauß" genannt wurde und von dem es eine Abbildung aus dem Jahre 1746 gibt.[1] Das Flack- oder Flachhaus wurde nach 1837 auf Anordnung der Deichacht abgebrochen wurde.[2] Es wird vermutet, dass der Bewohner des Hauses die Aufgabe hatte, Schiffe bei Schlechtwetter durch Signalleuchten vor Schiffbruch zu bewahren.
Entwicklung
Die Straße gehört zu den ältesten von Westermarsch. Eine Besiedlung ist spätestens seit Beginn des 18. Jahrhunderts anzunehmen, wie aus der Besiedlung durch den Hof des Bebbe Uldrichs ergründet werden kann.
Gebäude und Plätze
Das einzige Gebäude ist ein Gehöft am Ende der Straße.
Einzelnachweise
- ↑ Handschrift der Emder Kunst Nr. 352; StAA, Dep. I, Nr. 4133; StAA, Rep. 4, B VI a, Nr. 217; StAA, Dep. 4, Msc. IX, Nr. 52; StAA, Dep. I, Nr. 4624; StAA, Rep. 4 C I g, Nr. 67; StAA, Rep. 236, Bd.130, S.271
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Nr. 10 S. 39