Gasthof Zur Börse: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Gasthof Zur Börse''' war eine [[Am Markt]] 22 befindliche Gastwirtschaft. 1948 wurde der zugehörige Saal zu einem Kino, dem [[Metropol-Theater]] umgebaut, das noch bis 1970 existierte. Im Oktober des genannten Jahres wurde das Gebäude abgebrochen und dem benachbarten Supermarkt [[EDEKA Anton Götz|Anton Götz]] einverleibt.<ref>[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> | Der '''Gasthof Zur Börse''' (auch: ''Ratsschänke'' bzw. ''Ratsstuben'') war eine [[Am Markt]] 22 befindliche Gastwirtschaft. 1948 wurde der zugehörige Saal zu einem Kino, dem [[Metropol-Theater]] umgebaut, das noch bis 1970 existierte. Im Oktober des genannten Jahres wurde das Gebäude abgebrochen und dem benachbarten Supermarkt [[EDEKA Anton Götz|Anton Götz]] einverleibt.<ref>[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Die Alternativnamen der Gaststätte beziehen sich auf die Nähe zum [[Rathaus]]. | ||
== Geschichte == | |||
Zu den genauen Ursprüngen des Gasthofs liegen (noch) keine Informationen vor. | |||
1903 wurde hier der [[Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden]] gegründet, aus dem später der ''DEHOGA Kreisverband Norden'' erwuchs.<ref>WirtA NW WAN K 5</ref> Von 1923 bis 1926 war der Gasthof das Stammlokal der Freimaurerloge [[Zu den drei Sternen]], die nachfolgend in das [[Deutsches Haus|Deutsche Haus]] wechselten.<ref name=":0">[http://www.westdoerp.eu/historie-der-norder-loge/ Geschichte der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Am 15. April 1926 führte die erst etwa fünf Monate zuvor gegründete [[Niederdeutsche Bühne]] hier ihr erstes Theaterstück, die Komödie ''De Vergantschoster'' der deutschen Schriftsteller Alma Rogge auf.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Bis zum Abbruch im Jahre 1970 blieb der Gasthof der Hauptveranstaltungsort für die Stücke der Niederdeutschen Bühne, seitdem nutzt sie den im selben Jahr errichteten Theatersaal im [[Schulzentrum Ekel]]. | 1903 wurde hier der [[Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden]] gegründet, aus dem später der ''DEHOGA Kreisverband Norden'' erwuchs.<ref>WirtA NW WAN K 5</ref> Von 1923 bis 1926 war der Gasthof das Stammlokal der Freimaurerloge [[Zu den drei Sternen]], die nachfolgend in das [[Deutsches Haus|Deutsche Haus]] wechselten.<ref name=":0">[http://www.westdoerp.eu/historie-der-norder-loge/ Geschichte der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Am 15. April 1926 führte die erst etwa fünf Monate zuvor gegründete [[Niederdeutsche Bühne]] hier ihr erstes Theaterstück, die Komödie ''De Vergantschoster'' der deutschen Schriftsteller Alma Rogge auf.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Bis zum Abbruch im Jahre 1970 blieb der Gasthof der Hauptveranstaltungsort für die Stücke der Niederdeutschen Bühne, seitdem nutzt sie den im selben Jahr errichteten Theatersaal im [[Schulzentrum Ekel]]. | ||
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Im November 1934 wird von hier aus das von Marie Ulfers verfasste Hörspiel ''Dat Arfdeel ut Ostindien'' (übersetzt: ''Das Erbteil aus Ostindien'') via Rundfunk übertragen, das von den Schauspielern der Niederdeutschen Bühne eingespielt wurde.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref> | Im November 1934 wird von hier aus das von Marie Ulfers verfasste Hörspiel ''Dat Arfdeel ut Ostindien'' (übersetzt: ''Das Erbteil aus Ostindien'') via Rundfunk übertragen, das von den Schauspielern der Niederdeutschen Bühne eingespielt wurde.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref> | ||
Im Oktober 1948 wurde der Gasthof zu einem Kino umgebaut, das später als [[Metropol-Theater]] bekannt wurde. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||