Udo-Focken-Deich: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Udo-Focken-Deich''' (auch "Alter Deich" oder "Olldiek") war einer der ältesten bekannten Deich in Norden. Er wurde von [[Udo Focken]], auch bekannt als | Der '''Udo-Focken-Deich''' (auch "Alter Deich" oder "Olldiek") war einer der ältesten bekannten Deich in Norden. Er wurde von [[Udo Focken]], auch bekannt als ''Udo von Norden'', dem Sohn des berühmten Häuptlings Focko Ukena in den Jahren 1425 bis 1430 erbaut.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 327</ref> | ||
Der Deich ging von Norden über [[Leegemoor]] nach [[Nadörst]] und von hier aus weiter nach Osteel und Marienhafe. Er war "seit undencklichen Jahren eine öffentliche Landstrasse" und wurde auch als Postweg genutzt. In [[Süderneuland II]] verlief er weitestgehend auf den bis heute erhaltenen Straßenzügen [[Zum Hirtenhaus]], [[Zinngießerstraße]] und [[Leegemoorweg]]. | Der Deich ging von Norden über [[Leegemoor]] nach [[Nadörst]] und von hier aus weiter nach Osteel und Marienhafe. Er war ''"seit undencklichen Jahren eine öffentliche Landstrasse"'' und wurde auch als [[Alter Postweg|Postweg]] genutzt.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2006): Norder Gemeinweiden im ausgehenden Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Jg. 2006 Bd. 86, S. 39 - 65</ref> In [[Süderneuland II]] verlief er weitestgehend (ungefähr) auf den bis heute erhaltenen Straßenzügen [[Verschönerungsweg]], [[Zum Hirtenhaus]], [[Zinngießerstraße]] und [[Leegemoorweg]]. Die Ortschaft [[Altendeich]] an der [[Bundesstraße]] erinnert noch an den Deich. | ||
Bis heute stellt der Deichabschnitt in Leegemoor die Grenze zwischen [[Süderneuland I]] und II dar. Teilweise bildete er auch die Grenze zwischen den beiden Gemeinweiden der [[Altenbürgerlande]] und der [[Leegemoorgesellschaft]]. Vor der Eindeichung [[Süderneuland|Süderneulands]] weideten die Pferde der Leegemoorgesellschaft auf dem alten Deich und dem Außendeichsland. Daran erinnert noch der Flurname | Bis heute stellt der Deichabschnitt in Leegemoor die Grenze zwischen [[Süderneuland I]] und II dar. Teilweise bildete er auch die Grenze zwischen den beiden Gemeinweiden der [[Altenbürgerlande]] und der [[Leegemoorgesellschaft]]. Vor der Eindeichung [[Süderneuland|Süderneulands]] weideten die Pferde der Leegemoorgesellschaft auf dem alten Deich und dem Außendeichsland. Daran erinnert noch der Flurname ''Pferd-Teich vom Lehemohr''.<ref name=":0" /> | ||
Der Deich war in vier Abschnitte unterteilt, die an das [[Gasthaus]] in Norden, die Leegemoorgesellschaft und an zwei Privatpersonen verteilt wurden. Diese Gruppe konnte die Deichlande bewirtschaften, war jedoch verpflichtet, den Deich zu unterhalten (vgl. [[Spatenrecht]]). | Der Deich war in vier Abschnitte unterteilt, die an das [[Gasthaus]] in Norden, die Leegemoorgesellschaft und an zwei Privatpersonen zur Aufsicht und Instandhaltung verteilt wurden. Diese Gruppe konnte die Deichlande bewirtschaften, war jedoch verpflichtet, den Deich zu unterhalten (vgl. [[Spatenrecht]]). | ||
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Version vom 26. Juli 2021, 16:06 Uhr
Udo-Focken-Deich | |||||||||
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| Basisdaten | |||||||||
| Kategorie | Deiche im Stadtgebiet | ||||||||
| Baubeginn | 1425 | ||||||||
| Fertigstellung | 1430 | ||||||||
Der Udo-Focken-Deich (auch "Alter Deich" oder "Olldiek") war einer der ältesten bekannten Deich in Norden. Er wurde von Udo Focken, auch bekannt als Udo von Norden, dem Sohn des berühmten Häuptlings Focko Ukena in den Jahren 1425 bis 1430 erbaut.[1]
Der Deich ging von Norden über Leegemoor nach Nadörst und von hier aus weiter nach Osteel und Marienhafe. Er war "seit undencklichen Jahren eine öffentliche Landstrasse" und wurde auch als Postweg genutzt.[2] In Süderneuland II verlief er weitestgehend (ungefähr) auf den bis heute erhaltenen Straßenzügen Verschönerungsweg, Zum Hirtenhaus, Zinngießerstraße und Leegemoorweg. Die Ortschaft Altendeich an der Bundesstraße erinnert noch an den Deich.
Bis heute stellt der Deichabschnitt in Leegemoor die Grenze zwischen Süderneuland I und II dar. Teilweise bildete er auch die Grenze zwischen den beiden Gemeinweiden der Altenbürgerlande und der Leegemoorgesellschaft. Vor der Eindeichung Süderneulands weideten die Pferde der Leegemoorgesellschaft auf dem alten Deich und dem Außendeichsland. Daran erinnert noch der Flurname Pferd-Teich vom Lehemohr.[2]
Der Deich war in vier Abschnitte unterteilt, die an das Gasthaus in Norden, die Leegemoorgesellschaft und an zwei Privatpersonen zur Aufsicht und Instandhaltung verteilt wurden. Diese Gruppe konnte die Deichlande bewirtschaften, war jedoch verpflichtet, den Deich zu unterhalten (vgl. Spatenrecht).