Metropol-Theater: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Oktober 1948 baute der Helgoländer Hotelier [[Georg Hofmann]] den Saal des [[Gasthof Zur Börse|Gasthofs Zur Börse]] zu einem Kinosaal mit 416 Plätzen um und schuf damit das dritte Kino der Stadt. Aufgrund schwerwiegender baulicher Mängel wurden das Kino, damals noch ''Kammer-Lichtspiele'' genannt, bereits am 20. Januar 1950 polizeilich geschlossen. [[Ella Zicke]], die bereits die [[Norder Lichtspiele]] mit ihrem Sohn [[Otto Zicke]] betrieb, richtete daraufhin im [[Ekeler Vorwerk]], das damals u.a. noch als [[Schützenhaus]] diente, ein provisorisches Kino ein, ehe sie die ''Kammer-Lichtspiele'' nach einer umfangreichen Mängelbehebung am 21. Juli 1950 wieder in Betrieb nehmen konnte.<ref name=":0">[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> | Im Oktober 1948 baute der Helgoländer Hotelier [[Georg Hofmann]] den Saal des [[Gasthof Zur Börse|Gasthofs Zur Börse]] zu einem Kinosaal mit 416 Plätzen um und schuf damit das dritte Kino der Stadt. Aufgrund schwerwiegender baulicher Mängel wurden das Kino, damals noch ''Kammer-Lichtspiele'' genannt, bereits am 20. Januar 1950 polizeilich geschlossen. [[Ella Zicke]], die bereits die [[Norder Lichtspiele]] mit ihrem Sohn [[Otto Zicke]] betrieb, richtete daraufhin im [[Ekeler Vorwerk]], das damals u.a. noch als [[Schützenhaus]] diente, ein provisorisches Kino ein, ehe sie die ''Kammer-Lichtspiele'' nach einer umfangreichen Mängelbehebung am 21. Juli 1950 wieder in Betrieb nehmen konnte.<ref name=":0">[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> In der frühen Nachkriegszeit wurde von der britischen Militärregierung nur das Zeigen von politisch unverfänglichen Vorkriegsfilmen gestattet. Die Kinobesucher hatten dabei in der kalten Jahreszeit ein Stück Torf zum Heizen des Saals mitzubringen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 245</ref> | ||
Der Name des Kinos lautete | Der Name des Kinos lautete nach der Neugründung ''Metropol-Theater''. Es umfasste 416 Plätzen und einen Kinosaal, die Geschäftsführung übernahm [[Georg Zicke]]. Zum Konzept gehörte die Vermittlung eines orientalischen Flairs. Ein Angestellter am Eingang, der Werbung für das Theater machte, trug eine an Aladdin erinnernde Kleidung, über dem Eingang prangte der Schriftzug ''1001 Nacht'' und im Inneren befanden sich orientalisch anmutende Dekoration.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115216.jpg)</ref><ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0115213.jpg)</ref> | ||
Ab 1956 wurden erstmalig sogenannte ''CinemaScope''-Filme gezeigt. [[Elfriede Remmers]] und Geschäftsführer Georg Zicke betrieben das ''Metropol-Theater'' noch bis 1970 weiter. Bereits in den 1960er Jahren wurde die Anzahl der wöchentlichen Vorstellungen von maximal 21 auf bis zu 12 reduziert; die Sitzplatzzahl betrug weiterhin 416 Plätze. Seit Mitte der 1960er-Jahre gehörten sogar Erotikfilme zum Programm.<ref name=":0" /> | Ab 1956 wurden erstmalig sogenannte ''CinemaScope''-Filme gezeigt. [[Elfriede Remmers]] und Geschäftsführer Georg Zicke betrieben das ''Metropol-Theater'' noch bis 1970 weiter. Bereits in den 1960er Jahren wurde die Anzahl der wöchentlichen Vorstellungen von maximal 21 auf bis zu 12 reduziert; die Sitzplatzzahl betrug weiterhin 416 Plätze. Seit Mitte der 1960er-Jahre gehörten sogar Erotikfilme zum Programm.<ref name=":0" /> | ||