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Ab der Jahrhundertwende wird die Familie Landmann aus Norden und die Familie Tenge aus Westfalen Inhaber der Eisenhütte. Familie Landmann erbaute sich in unmittelbarer Nähe der Eisenhütte eine ansehnliche Stadtvilla, die bis heute als [[Haus Landmann]] ([[Osterstraße]] 37) bekannt ist. Man begann, die Kohle nicht mehr nur aus England, sondern vor allem auch aus dem Ruhrgebiet zu importieren.<ref name=":0" />
Ab der Jahrhundertwende wird die Familie Landmann aus Norden und die Familie Tenge aus Westfalen Inhaber der Eisenhütte. Familie Landmann erbaute sich in unmittelbarer Nähe der Eisenhütte eine ansehnliche Stadtvilla, die bis heute als [[Haus Landmann]] ([[Osterstraße]] 37) bekannt ist. Man begann, die Kohle nicht mehr nur aus England, sondern vor allem auch aus dem Ruhrgebiet zu importieren.<ref name=":0" />


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenhütte mit einem kleinen Nebengleis an die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] angeschlossen.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Das Werk produzierte zu dieser Zeit vor allem Ofentüren, Wärmeröhrentüren und Vorstellplatten, um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 25</ref> Seinerzeit wurde vor allem das wesentlich erschwinglichere und leicht verfügbare, aber auch weniger effizientere Torf verheizt. Für den Bau des Denkmals zu Ehren der aus Osteel stammenden Astronomen David und Johann Fabricius auf dem Friedhof der Osteeler Kirche fertigte die Eisenhütte eine eiserne Umzäunung.<ref>[https://www.zobodat.at/pdf/Jber-Natforsch-Ges-Emden_82_0039-0042.pdf Abrechnungsunterlagen zum Bau des Fabricius-Denkmals], abgerufen am 10. März 2021</ref> Um die Jahrhundertwende und bis ins 20. Jahrhundert hinein soll der Betrieb rund 200 Beschäftigte gehabt haben, womit es neben [[Doornkaat]] und [[Steinbömer & Lubinus]] zu den drei wichtigsten Norder Arbeitgebern gehörte.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenhütte mit einem kleinen Nebengleis an die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole]] angeschlossen.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Das Werk produzierte zu dieser Zeit vor allem Ofentüren, Wärmeröhrentüren und Vorstellplatten, um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 25</ref> Seinerzeit wurde vor allem das wesentlich erschwinglichere und leicht verfügbare, aber auch weniger effizientere Torf verheizt. Für den Bau des Denkmals zu Ehren der aus Osteel stammenden Astronomen David und Johann Fabricius auf dem Friedhof der Osteeler Kirche fertigte die Eisenhütte eine eiserne Umzäunung.<ref>[https://www.zobodat.at/pdf/Jber-Natforsch-Ges-Emden_82_0039-0042.pdf Abrechnungsunterlagen zum Bau des Fabricius-Denkmals], abgerufen am 10. März 2021</ref> Um die Jahrhundertwende und bis ins 20. Jahrhundert hinein soll der Betrieb rund 200 Beschäftigte gehabt haben, womit es neben [[Doornkaat]], [[Steinbömer & Lubinus]] sowie der [[Norder Fehngesellschaft]] zu den wichtigsten Norder Arbeitgebern gehörte.


Durch das Erstarken der Sozialdemokratie und gewerkschaftlicher Verbände kommt es 1906 zu einem Arbeiterstreik bei der Eisenhütte. Obgleich militärische oder polizeiliche Niederschlagungen von Streiks zur damaligen Zeit nicht ungewöhnlich waren, endet der Streik unblutig, aber dennoch mit Folgen für die Streikenden: Die Geschäftsführung lässt die Namen aller am Streik beteiligten in ganzseitigen Zeitungsannoncen abdrucken.
Durch das Erstarken der Sozialdemokratie und gewerkschaftlicher Verbände kommt es 1906 zu einem Arbeiterstreik bei der Eisenhütte. Obgleich militärische oder polizeiliche Niederschlagungen von Streiks zur damaligen Zeit nicht ungewöhnlich waren, endet der Streik unblutig, aber dennoch mit Folgen für die Streikenden: Die Geschäftsführung lässt die Namen aller am Streik beteiligten in ganzseitigen Zeitungsannoncen abdrucken.