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===Zeit des Nationalsozialismus===
===Zeit des Nationalsozialismus===
1937 erfolgte der Umzug in das [[Altes Feuerwehrhaus|neue Feuerwehrhaus]] in der [[Klosterstraße]]. Die alten Spritzenhäuser wurden daraufhin nach und nach abgerissen. Trug der Feuerwehrkommandant anfänglich den an den gleichnamigen, militärischen Dienstgrad angelehnten Titel "Hauptmann", änderte sich die Bezeichnung infolge des Reichsfeuerwehrgesetzes 1938 in "Stadtbrandmeister". Auch hieß die Feuerwehr nicht mehr Feuerwehr, sondern fortan Feuerschutzpolizei und war der Hilfspolizei (SA) angegliedert. Ab 31. Juli 1940 wurden die Dienstgradabzeichen an die der Feuerschutzpolizei angeglichen und alle Feuerwehrfahrzeuge wurden nur noch im Tannengrün (RAL 6009) der Polizei ausgeliefert. Vorher waren die Feuerwehrfahrzeuge meist in Rot in verschiedenen Tönungen wie Rubinrot oder Kardinalrot lackiert, es gab aber auch braune, grüne und dunkelblaue Lackierungen.
1937 erfolgte der Umzug in das [[Altes Feuerwehrhaus|neue Feuerwehrhaus]] in der [[Klosterstraße]]. Die alten Spritzenhäuser wurden daraufhin nach und nach abgerissen. Trug der Feuerwehrkommandant anfänglich den an den gleichnamigen, militärischen Dienstgrad angelehnten Titel "Hauptmann", änderte sich die Bezeichnung infolge des Reichsfeuerwehrgesetzes 1938 in Wehrführer (1938 - 1940), Kreisführer (1940 - 1943), Abteilungsführer der Feuerwehr (1943 - 1945) und schließlich Stadtbrandmeister (ab 1945). Auch hieß die Feuerwehr nicht mehr Feuerwehr, sondern ab 1933 Feuerlöschpolizei und ab 1938 Feuerschutzpolizei und war der Hilfspolizei (SA) angegliedert. Ab 31. Juli 1940 wurden die Dienstgradabzeichen an die der Feuerschutzpolizei angeglichen und alle Feuerwehrfahrzeuge wurden nur noch im Tannengrün (RAL 6009) der Polizei ausgeliefert. Vorher waren die Feuerwehrfahrzeuge meist in Rot in verschiedenen Tönungen wie Rubinrot oder Kardinalrot lackiert, es gab aber auch braune, grüne und dunkelblaue Lackierungen.


Im Vorfeld der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Feuerwehr von den nationalsozialistischen Machthabern informiert, sodass sie sich bereits vor dem Brandanschlag auf die [[Synagoge]] bei dieser befand. Die Einsatzkräfte erhielten die klare Anweisung, ihre Löschmaßnahmen lediglich darauf zu beschränken, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Das Umfeld der Synagoge wurde von SA-Männern abgesperrt.
Im Vorfeld der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Feuerwehr von den nationalsozialistischen Machthabern informiert, sodass sie sich bereits vor dem Brandanschlag auf die [[Synagoge]] bei dieser befand. Die Einsatzkräfte erhielten die klare Anweisung, ihre Löschmaßnahmen lediglich darauf zu beschränken, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Das Umfeld der Synagoge wurde von SA-Männern abgesperrt.
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|1937 - 1947
|1937 - 1947
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|Stadtbrandmeister
|Hauptmann (1937 - 1938); Wehrführer (1938 - 1940); Kreisführer (1940 - 1943); Abteilungsführer der Feuerwehr (1943 - 1945); Stadtbrandmeister (ab 1945)
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|[[Carl Essmann]]
|[[Carl Essmann]]
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|[[Thomas Weege]]
|[[Thomas Weege]]
|Stadtbrandmeister
|Stadtbrandmeister
|}
== Kreisbrandmeister ==
Die Kreisbrandmeister sind die Dienstvorgesetzten aller Orts-, Gemeinde- und Stadtbrandmeister eines Landkreises. Für den [[Landkreis Norden]] haben diese Position folgende Personen wahrgenommen:
{| class="wikitable"
!Vollständiger Name
!Amtszeit
!Stellvertreter
!Dienstbezeichnung
|-
|[[Dodo Stromann]]
|1922 - 1935
|
|Kreisfeuerwehrführer
|-
|[[Hermann Tjaden]]
|1935 - 1941
|
|Kreisfeuerwehrführer (bis 1940); Bezirksführer (1940 - 1941)
|-
|[[Ulrich Meyer]]
|1941 - 1960
|
|Bezirksführer (1941 - 1943); Oberabteilungsführer der Feuerwehr (1943 - 1945); Kreisbrandmeister (ab 1945)
|-
|[[Heinrich Kröger]]
|1960 - 1978
|
|Kreisbrandmeister
|}
|}