Zeile 367: Zeile 367:


==Gliederung==
==Gliederung==
Die Stadt besteht aus einer Kernstadt und zehn offiziellen Stadtteilen. Die Kernstadt umfasst neben dem [[Norden (Stadtteil)|alten Stadtzentrum]] noch die ehemalige, im Jahr 1919 eingemeinde [[Sandbauerschaft]] mit ihren ehemaligen [[Sandbauerschaft#Gliederung|Ortsteilen]]
Die Stadt besteht aus einer Kernstadt und zehn offiziellen Stadtteilen. Die Kernstadt umfasst neben dem [[Norden (Stadtteil)|alten Stadtzentrum]] noch die ehemalige, im Jahr 1919 eingemeinde [[Sandbauerschaft]] mit ihren ehemaligen [[Sandbauerschaft#Gliederung|Ortsteilen]].


Die offiziellen, administrativen Stadtteile sind [[Bargebur]], [[Leybuchtpolder]], [[Neuwesteel]], [[Norddeich]], [[Ostermarsch]], [[Süderneuland I]], [[Süderneuland II]], [[Tidofeld]], [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]]. Bis auf Bargebur und Tidofeld, die historisch zu Lütetsburg gehörten, waren alle heutigen Stadtteile bis zur Kommunalreform 1972 eigenständige Gemeinden bzw. Samtgemeinden, im Falle von Norddeich handelt es sich um einen Sonderfall. Der heutige Ortsteil [[Norddeich]] ist praktisch identisch mit der ehemaligen [[Lintelermarsch|Gemeinde Lintelermarsch]], von dem Norddeich ursprünglich nur ein Ortsteil war. Da Norddeich aber in den Folgejahren aufblühte und sich zum Kernort entwickelte, erfolgte die Umbenennung.
Die offiziellen, administrativen Stadtteile sind [[Bargebur]], [[Leybuchtpolder]], [[Neuwesteel]], [[Norddeich]], [[Ostermarsch]], [[Süderneuland I]], [[Süderneuland II]], [[Tidofeld]], [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]]. Bis auf Bargebur und Tidofeld, die historisch zu Lütetsburg gehörten, waren alle heutigen Stadtteile bis zur Kommunalreform 1972 eigenständige Gemeinden bzw. Samtgemeinden, im Falle von Norddeich handelt es sich um einen Sonderfall. Der heutige Ortsteil [[Norddeich]] ist praktisch identisch mit der ehemaligen [[Lintelermarsch|Gemeinde Lintelermarsch]], von dem Norddeich ursprünglich nur ein Ortsteil war. Da Norddeich aber in den Folgejahren aufblühte und sich zum Kernort entwickelte, erfolgte die Umbenennung.
Zeile 613: Zeile 613:


=== Öffentliche Einrichtungen ===
=== Öffentliche Einrichtungen ===
Der größte Arbeitgeber in Norden ist der öffentliche Sektor. Im Einzelnen betrachtet ist die [[Kreiskrankenhaus Norden|Ubbo-Emmius-Klinik Norden]] mit über 650 Beschäftigten der größte Arbeitgeber.<ref>[https://www.wer-zu-wem.de/firmenprofil/klinik-norden-123004--91a2879600.pdf Firmenprofil der Ubbo-Emmius-Klinik Norden], abgerufen am 22. April 2021</ref> Die Stadtverwaltung und die stadteigenen [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden]] weisen ebenfalls jeweils dreistellige Mitarbeiterzahlen auf. Weitere bedeutende Arbeitgeber sind die zahlreichen Schulen, Ämter und Behörden.
Der größte Arbeitgeber in Norden ist der öffentliche Sektor. Im Einzelnen betrachtet ist die [[Kreiskrankenhaus Norden|Ubbo-Emmius-Klinik Norden]] mit über 650 Beschäftigten der größte Arbeitgeber.<ref>[https://www.wer-zu-wem.de/firmenprofil/klinik-norden-123004--91a2879600.pdf Firmenprofil der Ubbo-Emmius-Klinik Norden], abgerufen am 22. April 2021</ref> Die Stadtverwaltung und die stadteigenen [[Wirtschaftsbetriebe der Stadt Norden]] weisen ebenfalls jeweils dreistellige Mitarbeiterzahlen auf. Weitere bedeutende Arbeitgeber sind die zahlreichen Schulen, Ämter und Behörden. In Norden befindet sich unter anderem der Hauptsitz sowie eine Betriebsstelle des [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN). Die niedersächsische Hafenbehörde [[Niedersachsen Ports]] (NPorts) unterhält ebenfalls eine größere Außenstelle an der [[Bahnhofstraße]]. Außerdem ist in der Stadt eine Betriebsstelle des NLWKN vorhanden. Sitz und Betriebsstelle beschäftigen in der Stadt zusammen 210 Mitarbeiter.
 
In Norden befindet sich unter anderem der Hauptsitz sowie eine Betriebsstelle des [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN). Die niedersächsische Hafenbehörde [[Niedersachsen Ports]] (NPorts) unterhält ebenfalls eine größere Außenstelle an der [[Bahnhofstraße]]. Außerdem ist in der Stadt eine Betriebsstelle des NLWKN vorhanden. Sitz und Betriebsstelle beschäftigen in der Stadt zusammen 210 Mitarbeiter.


Die [[Deichacht Norden]] ist für den Großteil des Seedeiches in der Stadt verantwortlich. Ein kleinerer Teil, der [[Störtebekerdeich]] bei [[Leybuchtpolder]], wird von der benachbarten Deichacht Krummhörn betreut. Im Osten erstreckt sich das Verbandsgebiet bis in die Gemeinde Dornum. Die Deichacht ist für die Unterhaltung von rund 30 Kilometern Seedeich zuständig und wird in Personalunion mit dem [[Entwässerungsverband Norden]], der für die Entwässerung der tief liegenden Gebiete hinter dem Deich verantwortlich ist, geführt.
Die [[Deichacht Norden]] ist für den Großteil des Seedeiches in der Stadt verantwortlich. Ein kleinerer Teil, der [[Störtebekerdeich]] bei [[Leybuchtpolder]], wird von der benachbarten Deichacht Krummhörn betreut. Im Osten erstreckt sich das Verbandsgebiet bis in die Gemeinde Dornum. Die Deichacht ist für die Unterhaltung von rund 30 Kilometern Seedeich zuständig und wird in Personalunion mit dem [[Entwässerungsverband Norden]], der für die Entwässerung der tief liegenden Gebiete hinter dem Deich verantwortlich ist, geführt.
Zeile 640: Zeile 638:


Ehemals (auch überregional) bedeutende Betriebe wie die [[Eisenhütte]], die Firma [[Doornkaat]] und die Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]] gingen allesamt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Besonders der Verlust der Firma Doornkaat bescherte der Stadt einen nicht zu verschmerzenden wirtschaftlichen Schaden.
Ehemals (auch überregional) bedeutende Betriebe wie die [[Eisenhütte]], die Firma [[Doornkaat]] und die Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]] gingen allesamt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Besonders der Verlust der Firma Doornkaat bescherte der Stadt einen nicht zu verschmerzenden wirtschaftlichen Schaden.
Historisch betrachtet war die Altstadt noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem von kleinen Handwerksbetrieben geprägt, die ihren Sitz in den meist noch eingeschössigen Bauwerken hatten.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref>


=== Dienstleistungen ===
=== Dienstleistungen ===