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Von [[Remet Engen]] vererbte sich der Engenahof auf die Familie des Bürgermeisters [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]]. Dieser wiederum vermacht ihn seinem Neffen und Erben [[Erhard Lüppena]], der ebenfalls später Bürgermeister wird. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der ursprüngliche Engenahof abgerissen, der wohl bis an die [[Sielstraße]] reichte. Auf den Grundmauern errichtete Lüppena im Jahr 1617 das heutige Gebäude, wobei sich dieses nur auf dem heutigen Grund der Hausnummer 10 befand. Die Nummern 9 ([[Holzhandlung Frericks]]) und 11 ([[Haus Monsieur]]) wurden erst später errichtet.
Von [[Remet Engen]] vererbte sich der Engenahof auf die Familie des Bürgermeisters [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]]. Dieser wiederum vermacht ihn seinem Neffen und Erben [[Erhard Lüppena]], der ebenfalls später Bürgermeister wird. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der ursprüngliche Engenahof abgerissen, der wohl bis an die [[Sielstraße]] reichte. Auf den Grundmauern errichtete Lüppena im Jahr 1617 das heutige Gebäude, wobei sich dieses nur auf dem heutigen Grund der Hausnummer 10 befand. Die Nummern 9 ([[Holzhandlung Frericks]]) und 11 ([[Haus Monsieur]]) wurden erst später errichtet.


1836 wird der obere Giebel durch den Kaufmann [[Reinhard Rahusen]] aufgemauert.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 103</ref> Nachdem das Gebäude viele Jahre als Wohnhaus genutzt wurde, baute der Norder Verleger [[Diedrich Gerhard Soltau]] es 1884/1885 zu einer Herberge um, die er am 13. März des letztgenannten Jahres einweihte und den Namen ''Herberge zur Heimat'' gab. Hier konnten vor allem arbeitslose, wandernde Handwerksburschen gegen ein geringes Entgelt Essen und Unterkunft finden.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref>
1836 wird der obere Giebel durch den Kaufmann [[Reinhard Rahusen]] aufgemauert.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 103</ref> Nachdem das Gebäude viele Jahre als Wohnhaus genutzt wurde, baute der Norder Verleger [[Diedrich Gerhard Soltau]] es 1884/1885 zu einer Herberge um, die er am 13. März des letztgenannten Jahres einweihte und den Namen ''Herberge zur Heimat'' gab. Hier konnten vor allem arbeitslose, wandernde Handwerksburschen gegen ein geringes Entgelt Essen und Unterkunft finden.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref><ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 202</ref>


Im 20. Jahrhundert befand sich im Gebäude das sogenannte ''Vereinshaus'', das verschiedene Norder Vereine als Ort für Veranstaltungen nutzten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten befand sich hier bis 1945 die Parteizentrale der NSDAP. Im Oktober 1945 bezog die [[Polizei Norden]] das Gebäude, die bis dahin in der [[Drei Schwestern|Dritten Schwester]] ansässig war und das Gebäude bis heute nutzt.
Im 20. Jahrhundert befand sich im Gebäude das sogenannte ''Vereinshaus'', das verschiedene Norder Vereine als Ort für Veranstaltungen nutzten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten befand sich hier bis 1945 die Parteizentrale der NSDAP. Im Oktober 1945 bezog die [[Polizei Norden]] das Gebäude, die bis dahin in der [[Drei Schwestern|Dritten Schwester]] ansässig war und das Gebäude bis heute nutzt.