Hotel Reichshof: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 32: | Zeile 32: | ||
|} | |} | ||
__NOTOC__ | __NOTOC__ | ||
Das '''Hotel Reichshof''' (''Romantik Hotel Reichshof''; kurz: ''Reichshof'') ist ein Hotel gehobenen Standards mit Sitz am südlichen [[Neuer Weg|Neuen Weg]]. Es ist das vermutlich am längsten als solches betriebene Hotel im Stadtgebiet und blickt auf eine ähnlich lange Geschichte wie das [[Weinhaus]] zurück. Bis etwa 1975 befand sich im heutigen großen Festsaal ein 1918 eingerichtetes Kino (''Norder Lichtspiele''). | Das '''Hotel Reichshof''' (Eigenschreibweise: ''Romantik Hotel Reichshof''; kurz: ''Reichshof'') ist ein Hotel gehobenen Standards mit Sitz am südlichen [[Neuer Weg|Neuen Weg]]. Es ist das vermutlich am längsten als solches betriebene Hotel im Stadtgebiet und blickt auf eine ähnlich lange Geschichte wie das [[Weinhaus]] zurück. Bis etwa 1975 befand sich im heutigen großen Festsaal ein 1918 eingerichtetes Kino (''Norder Lichtspiele''). | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| Zeile 41: | Zeile 41: | ||
1875 wird der Reichshof als ''Garbe's Hotel'' erwähnt, betrieben vom Namensgeber [[Carl Garbe]], der zuvor die Gastwirtschaft im [[Vossenhus]] betrieb. Nach der Erweiterung der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] bis zum Fähranleger ab 1892 pachtete Garbe die dortige Bahnhofsgaststätte und verkaufte sein Hotel am Neuen Weg schließlich an [[Hayo Folkerts]] , der es ab 1900 als ''Hotel Frisia'' weiterführt.<ref name=":3" /> 1906 wird das Hotel an [[Wilhelm Bay]] verkauft, der das östliche (hintere) Grundstück erwirbt und hier einen Saal mit Bühne errichtet.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 129</ref> | 1875 wird der Reichshof als ''Garbe's Hotel'' erwähnt, betrieben vom Namensgeber [[Carl Garbe]], der zuvor die Gastwirtschaft im [[Vossenhus]] betrieb. Nach der Erweiterung der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] bis zum Fähranleger ab 1892 pachtete Garbe die dortige Bahnhofsgaststätte und verkaufte sein Hotel am Neuen Weg schließlich an [[Hayo Folkerts]] , der es ab 1900 als ''Hotel Frisia'' weiterführt.<ref name=":3" /> 1906 wird das Hotel an [[Wilhelm Bay]] verkauft, der das östliche (hintere) Grundstück erwirbt und hier einen Saal mit Bühne errichtet.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 129</ref> | ||
Im Jahre 1918 erwirbt [[Hans Röhr]] das Anwesen, welcher in dem Saal ein Kino ( | Im Jahre 1918 erwirbt [[Hans Röhr]] das Anwesen, welcher in dem Saal ein Kino ([[Norder Lichtspiele]]) einrichtet. Um 1920/1921, erfolgt eine Umbenennung in den bis heute geläufigen Namen ''Hotel Reichshof'', zu dieser Zeit ist [[Karl Zicke]] Hoteleigentümer. Es wird nachfolgend noch zwei mal verpachtet.<ref name=":2" /><ref name=":4" /> | ||
Am 19. September 1956 erwerben [[Willi Franke]] und seine Ehefrau [[Martha Franke]] den Reichshof mit seinen damals 20 Betten und einer Restauranträumlichkeit. Das Ehepaar sorgt von da an für eine kontinuierliche Qualität und einen guten Ruf. 1975 übergeben sie die Hotelgeschäfte in die Hände ihres Sohnes [[Hans-Jürgen Franke]] und [[Dorothea Franke]]. Mit gutem Geschmack und viel Fleiß bauen sie den guten Namen des Hauses weiter über die Grenzen Ostfrieslands aus.<ref name=":2" /> Der Kinosaal wird zu dieser Zeit nicht mehr als solcher genutzt.<ref name=":4" /> | Am 19. September 1956 erwerben [[Willi Franke]] und seine Ehefrau [[Martha Franke]] den Reichshof mit seinen damals 20 Betten und einer Restauranträumlichkeit. Das Ehepaar sorgt von da an für eine kontinuierliche Qualität und einen guten Ruf. 1975 übergeben sie die Hotelgeschäfte in die Hände ihres Sohnes [[Hans-Jürgen Franke]] und [[Dorothea Franke]]. Mit gutem Geschmack und viel Fleiß bauen sie den guten Namen des Hauses weiter über die Grenzen Ostfrieslands aus.<ref name=":2" /> Der Kinosaal wird zu dieser Zeit nicht mehr als solcher genutzt.<ref name=":4" /> | ||