Vierzig Diemat: Unterschied zwischen den Versionen
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In 1583 wurde Vierzig Diemat durch [[Edzard II. Cirksena]] eingedeicht. Das neugewonnene Land wurde auch [[Westermarscher Neuland]] genannt. Zuvor stand das Gebiet unter Wasser und war Teil des [[Norder Hafen | Norder Hafens]] bzw. des [[Norder Tief | Norder Tiefs]]. Auch heute noch lässt die Bodenbeschaffenheit eine "wässrige Vergangenheit" erkennen. Bis zur Eindeichung von 1583 befand sich seit 1551 die Deichlinie nördlich von Vierzig Diemat. Auch dieser Deich würde von Anna von Oldenburg gezogen. Zuvor befanden sich hier keine Deiche, sondern man vertraute bei Sturmfluten auf die erhöhte Lage der Norder Kernstadt. | In 1583 wurde Vierzig Diemat durch [[Edzard II. Cirksena]] eingedeicht. Das neugewonnene Land wurde auch [[Westermarscher Neuland]] genannt. Zuvor stand das Gebiet unter Wasser und war Teil des [[Norder Hafen | Norder Hafens]] bzw. des [[Norder Tief | Norder Tiefs]]. Auch heute noch lässt die Bodenbeschaffenheit eine "wässrige Vergangenheit" erkennen. Bis zur Eindeichung von 1583 befand sich seit 1551 die Deichlinie nördlich von Vierzig Diemat. Auch dieser Deich würde von Anna von Oldenburg gezogen. Zuvor befanden sich hier keine Deiche, sondern man vertraute bei Sturmfluten auf die erhöhte Lage der Norder Kernstadt. | ||
Von 1551 bis 1583 gehörte Vierzig Diemat zum Umland der [[Oldeborg]], die sich etwas weiter nördlich befand und an die heute noch die Straßenbezeichnung [[Burggraben]] erinnert. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche diente der Ernährung der Burgherren und wurde daher auch als "Küchenland" bezeichnet. Die Ländereien gehörten auch nach dem Abbruch der Burg noch weiter zum Eigentümer des dortigen Grundstücks bzw. des [[Kaufmannsches Haus|Kaufmannschen Hauses]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> | Von 1551 bis 1583 gehörte Vierzig Diemat zum Umland der [[Oldeborg]], die sich etwas weiter nördlich befand und an die heute noch die Straßenbezeichnung [[Burggraben]] erinnert. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche diente der Ernährung der Burgherren und wurde daher auch als "Küchenland" bezeichnet. Die Ländereien gehörten auch nach dem Abbruch der Burg noch weiter zum Eigentümer des dortigen Grundstücks bzw. des [[Kaufmannsches Haus|Kaufmannschen Hauses]] oder wurden zumindest von diesem gepachtet.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> | ||
Bereits im 16. Jahrhundert scheint es in Vierzig Diemat ein Dachpfannenwerk (genannt "Pannenwerk") eines [[Popke Iderhave]] gegeben haben. In dieser Zeit hat es eine vergrößerte Nachfrage nach Dachziegeln gegeben, da die bisher hauptsächlich reetgedeckten Häuser verheerende Folgen bei den zahlreichen Stadtbränden der Vergangenheit hatten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 39</ref> Graf Ulrich II. aus dem Hause Cirksena verkaufte das Land 1631 an einen Amtmann namens Rautenstein aus Varel. Die nachfolgende Nutzung ist ungewiss, vermutlich wurde das Land verpachtet und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. | Bereits im 16. Jahrhundert scheint es in Vierzig Diemat ein Dachpfannenwerk (genannt "Pannenwerk") eines [[Popke Iderhave]] gegeben haben. In dieser Zeit hat es eine vergrößerte Nachfrage nach Dachziegeln gegeben, da die bisher hauptsächlich reetgedeckten Häuser verheerende Folgen bei den zahlreichen Stadtbränden der Vergangenheit hatten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 39</ref> Graf Ulrich II. aus dem Hause Cirksena verkaufte das Land 1631 an einen Amtmann namens Rautenstein aus Varel. Die nachfolgende Nutzung ist ungewiss, vermutlich wurde das Land verpachtet und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. | ||