Gräfliches Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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|Entstehungszeit | |Entstehungszeit | ||
| | |frühes 17. Jahrhundert | ||
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|Erbauer | |Erbauer | ||
| | |Katharina von Schweden | ||
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|Bauweise | |Bauweise | ||
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Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als | Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als ''Graf von Norden'' residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma [[Otto G. Soltau GmbH]]. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Gebäude wurde vermutlich im 16. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert erstmalig ausgebaut. Erster bekannter Eigentümer war der Hofgerichtsassessor [[Caspar Alteneich|Dr. Caspar Alteneich]].<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 70</ref> | Das Gebäude wurde vermutlich im 16. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert erstmalig ausgebaut. Erster bekannter Eigentümer war der Hofgerichtsassessor [[Caspar Alteneich|Dr. Caspar Alteneich]].<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 70</ref> Erbaut wurde das Gebäude jedoch wahrscheinlich von Katharina von Schweden (1584 - 1638) aus dem Hause Wasa, Witwe des [[Edzard II. Cirksena]].<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 191</ref> | ||
1665 wurde das Gebäude von [[Edzard Ferdinand Cirksena|Edzard Ferdinand]], dem dritten Sohn von [[Ulrich II. Cirksena]] bezogen, der sich hier nachfolgend einen eigenen, kleinen Hofstaat einrichtete und daher auch als | 1665 wurde das Gebäude von [[Edzard Ferdinand Cirksena|Edzard Ferdinand]], dem dritten Sohn von [[Ulrich II. Cirksena]] bezogen, der sich hier nachfolgend einen eigenen, kleinen Hofstaat einrichtete und daher auch als ''Graf von Norden'' in die ostfriesische Geschichte eingegangen ist. Sein Vater hatte das Haus im Jahre 1630 von der Witwe des [[Caspar Alteneich]] erworben. Drei Jahre zuvor erwarb Edzard Ferdinand bereits das [[Ekeler Torenhus]].<ref name=":0" /> | ||
1668 starb Edzard Ferdinand, sodass der Besitz an seinen Sohn [[Friedrich Ulrich Cirksena|Friedrich Ulrich]] fiel. Nach dessen Tod im Jahre 1710 wiederum fiel es an den Grafen von Wied-Runkel, der die Tochter von Friedrich Ulrich geheiratet hatte und damit erbberechtigt war. 1694 und 1708 wurde das ohnehin schon stattliche Gebäude durch den Ankauf und den Ausbau in nördlicher Richtung weiter vergrößert und erhielt einen Treppenturm ähnlich der des Torenhuses und des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]]. 1755 wurde | 1668 starb Edzard Ferdinand, sodass der Besitz an seinen Sohn [[Friedrich Ulrich Cirksena|Friedrich Ulrich]] fiel. Nach dessen Tod im Jahre 1710 wiederum fiel es an den Grafen von Wied-Runkel, der die Tochter von Friedrich Ulrich geheiratet hatte und damit erbberechtigt war. 1694 und 1708 wurde das ohnehin schon stattliche Gebäude durch den Ankauf und den Ausbau in nördlicher Richtung weiter vergrößert und erhielt einen Treppenturm ähnlich der des Torenhuses und des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]]. 1755 wurde der rechte Gebäudeteil von der Familie ''von Closter'' erworben, weshalb es zu dieser Zeit auch ''Kloster'' genannt wurde, obgleich es mit einem solchen nichts gemein hatte.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Der linke Teil gehörte vom gleichen Jahr an dem [[Stadtrat|Ratsherren]] [[Thoden von Felsen]].<ref name=":1" /> 1791 fiel das Gebäude an das Geschlecht derer von Innhausen und Knyphausen (vermutlich Carl-Gustav aus Leer).<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192</ref> | ||
Bis zum Bau des [[Postamt|Postamtes]] im Jahre 1908 diente das Gebäude als solches. | Bis zum Bau des [[Postamt|Postamtes]] im Jahre 1908 diente das Gebäude als solches.<ref name=":2" /> Um Platz für den Bau zu schaffen, wurde der linke Teil abgebrochen, sodass heute nur noch der rechte übrig ist, in dem sich seit 1922 die Druckerei [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Seit dem 30. April 2015 ist hier zudem der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||