Onno Behrends Tee: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Firma '''OnnO Behrends GmbH & Co. KG''' gehört zu den großen ostfriesischen Teemanufakturen. Es ist nach seinem Firmengründer [[Onno Behrends]] benannt, der es | Die Firma '''OnnO Behrends GmbH & Co. KG''' gehört zu den großen ostfriesischen Teemanufakturen. Es ist nach seinem Firmengründer [[Onno Behrends]] benannt, der es 1887 gründete. Seit 1899 befindet sich der Firmensitz [[Am Fridericussiel]] 5-7 in [[Süderneuland I]], der nach einem Brand 1924 neu errichtet wurde. | ||
Seit 1988 ist das bis dahin eigenständige Unternehmen ein Teil der ''Ostfriesischen Tee-Gesellschaft Laurens Spethmann.'' | |||
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In den Werksräumen von ''Steinbömer & Lubinus'' produzierte das Unternehmen daher ab 1940 einen Kaffeersatz unter dem Namen ''OBO''. Erst nach dem Krieg waren die Schwierigkeiten überwunden und der Teehandel boomte wieder, insbesondere nachdem 1953 die Teesteuer erheblich gesenkt wurde. Schon 1948 führt Bernhard Behrends seinen ältesten Sohn [[Onno Christoph Behrends]] an die Leitung der Firma heran, doch erweist sich dieser als ungeeignet oder nicht Willens, sodass er 1960 bereits wieder aus der Firma ausscheidet. Er eröffnete später ein Gourmetrestaurant an der französischen Atlantikküste.<ref name=":1" /> | In den Werksräumen von ''Steinbömer & Lubinus'' produzierte das Unternehmen daher ab 1940 einen Kaffeersatz unter dem Namen ''OBO''. Erst nach dem Krieg waren die Schwierigkeiten überwunden und der Teehandel boomte wieder, insbesondere nachdem 1953 die Teesteuer erheblich gesenkt wurde. Schon 1948 führt Bernhard Behrends seinen ältesten Sohn [[Onno Christoph Behrends]] an die Leitung der Firma heran, doch erweist sich dieser als ungeeignet oder nicht Willens, sodass er 1960 bereits wieder aus der Firma ausscheidet. Er eröffnete später ein Gourmetrestaurant an der französischen Atlantikküste.<ref name=":1" /> | ||
Nach dem Tode von Bernhard Behrends im Jahre 1962 tritt daher der zweitälteste Sohn, [[Berend-Heiko Behrends|Dr. Berend-Heiko Behrends]], den Post als Geschäftsführer an.<ref name=":2" /> Dieser war bereits seit 1956 Mitgesellschafter.<ref name=":12" /> Zwar gelingt es ihn, das Kernunternehmen vorerst erfolgreich weiter zu führen, doch kann er den Niedergang von ''Steinbömer & Lubinus'' nicht aufhalten. Nordens ältester Großbetrieb wird 1972 an ein Luxemburger Unternehmen verkauft. Um dem Unternehmen seines Großvaters ein ähnliches Schicksal zu ersparen, suchte Behrends sich einen großen, finanzstarken Partner, den er in der Ostfriesischen Tee-Gesellschaft Laurens Spethmann (OTG) fand. Zum 1. September 1988 wurde Behrends Teil dieser Gesellschaft und ist es bis heute. Die Entscheidung erwies sich als förderlich, denn schon 1989, also kurz nach der Übernahme, investierte die neue Muttergesellschaft rund 20 Millionen DM in den Norder Standort.<ref name=":12" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 66</ref> Eine weitere Lagerhalle folgt 1992.<ref name=":12" /> | Nach dem Tode von Bernhard Behrends im Jahre 1962 tritt daher der zweitälteste Sohn, [[Berend-Heiko Behrends|Dr. Berend-Heiko Behrends]], den Post als Geschäftsführer an.<ref name=":2" /> Dieser war bereits seit 1956 Mitgesellschafter.<ref name=":12" /> Zwar gelingt es ihn, das Kernunternehmen vorerst erfolgreich weiter zu führen, doch kann er den Niedergang von ''Steinbömer & Lubinus'' nicht aufhalten. Nordens ältester Großbetrieb wird 1972 an ein Luxemburger Unternehmen verkauft. Um dem Unternehmen seines Großvaters ein ähnliches Schicksal zu ersparen, suchte Behrends sich einen großen, finanzstarken Partner, den er in der ''Ostfriesischen Tee-Gesellschaft Laurens Spethmann'' (OTG) fand. Zum 1. September 1988 wurde Behrends Teil dieser Gesellschaft und ist es bis heute. Die Entscheidung erwies sich als förderlich, denn schon 1989, also kurz nach der Übernahme, investierte die neue Muttergesellschaft rund 20 Millionen DM in den Norder Standort.<ref name=":12" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 66</ref> Eine weitere Lagerhalle folgt 1992.<ref name=":12" /> | ||
Im Jahr 2000 wird das historische Firmengebäude wegen seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Elf Jahre später errichtet das Unternehmen einen neuen Sozial- und Bürotrakt und feierte 2012 sein nunmehr 125-jähriges Bestehen.<ref name=":12" /> | Im Jahr 2000 wird das historische Firmengebäude wegen seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Elf Jahre später errichtet das Unternehmen einen neuen Sozial- und Bürotrakt und feierte 2012 sein nunmehr 125-jähriges Bestehen.<ref name=":12" /> | ||