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Nach dem Besuch der Schule machte er eine Ausbildung in der nahegelegenen [[Brauerei Pauls]]. Anschließend reiste er als Handelsvertreter für die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] quer durch Deutschland. Später arbeitete er für ein Kölner Unternehmen, die er bis in das nördliche Schweden vertrat.<ref name=":2" /> 1886 eröffnete er auf Norderney an der Ecke Strandstraße/Damenpfad ein Ladengeschäft und verkaufte dort ab 1887 auch selbstabgepackten Tee. Der Laden wurde später als ''Japan- und China-Waaren-Handlung beworben''. 1888 eröffnete er in der [[Große Neustraße 21|Großen Neustraße 21]] ein ''Special-Thee-Geschäft''.<ref name=":2" /><ref name=":1" /> Später verlegte er den Firmensitz zunächst in die [[Synagogenweg|Judenlohne]], dannan ihren heutigen Standort [[Am Fridericussiel]].
Nach dem Besuch der Schule machte er eine Ausbildung in der nahegelegenen [[Brauerei Pauls]]. Anschließend reiste er als Handelsvertreter für die [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] quer durch Deutschland. Später arbeitete er für ein Kölner Unternehmen, die er bis in das nördliche Schweden vertrat.<ref name=":2" /> 1886 eröffnete er auf Norderney an der Ecke Strandstraße/Damenpfad ein Ladengeschäft und verkaufte dort ab 1887 auch selbstabgepackten Tee. Der Laden wurde später als ''Japan- und China-Waaren-Handlung beworben''. 1888 eröffnete er in der [[Große Neustraße 21|Großen Neustraße 21]] ein ''Special-Thee-Geschäft''.<ref name=":2" /><ref name=":1" /> Später verlegte er den Firmensitz zunächst in die [[Synagogenweg|Judenlohne]], dannan ihren heutigen Standort [[Am Fridericussiel]].


1895 wird für den Norder Teeimporteur das späterhin berühmte ''Teekreuz'' als Markenzeichen eingetragen, versehen mit dem umlaufenden Band ''Garantie für gute Qualität''. Damit ist das Teekreuz eine der ältesten Schutzmarken auf dem Lebensmittelsektor in Deutschland.<ref name=":1">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Behrends im [[Norder Männergesangverein]] tätig, dem er seit dem 3. Oktober 1893 als ''Liedervater'' vorstand. Dem Verein schenkte er auch eine Fahne aus wertvoller, chinesischer Seide, die 1907 feierlich geweiht wurde.<ref>[http://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-3.html Chronik des Norder Männergesangverein], abgerufen am 10. Juni 2021</ref>  
1895 wird für den Norder Teeimporteur das späterhin berühmte ''Teekreuz'' als Markenzeichen eingetragen, versehen mit dem umlaufenden Band ''Garantie für gute Qualität''. Damit ist das Teekreuz eine der ältesten Schutzmarken auf dem Lebensmittelsektor in Deutschland.<ref name=":1">[https://www.onnobehrends.de/chronik Chronik der Firma Onno Behrends], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Behrends im [[Norder Männergesangverein]] tätig, dem er seit dem 3. Oktober 1893 als ''Liedervater'' vorstand. Dem Verein schenkte er auch eine Fahne aus wertvoller, chinesischer Seide, die 1907 feierlich geweiht wurde.<ref>[http://www.maennergesangverein-norden.de/chronik-3.html Chronik des Norder Männergesangverein], abgerufen am 10. Juni 2021</ref> Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] konnte Behrends' genug Liquidität aufbringen, um die Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]] sowie die [[Eisenhütte]] zu erwerben.


Ungeachtet der großen wirtschaftlichen Erfolge war Behrends' Privatleben von vielen Schicksalsschlägen geprägt. Am 17. September 1897 stirbt seine Frau, etwa ein Jahr später seine Tochter. Sein gleichnamiger Sohn erlag 1917 einer Kriegsverwundung.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 64</ref> Er selbst starb am 31. Oktober 1920 an einem Schlaganfall im Alter von gerade einmal 58 Jahren.<ref name=":1" /> Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Parkfriedhof]] in [[Ostlintel]], wo er neben seiner ersten und zweiten Frau begraben liegt.<ref name=":0" />  
Ungeachtet der großen wirtschaftlichen Erfolge war Behrends' Privatleben von vielen Schicksalsschlägen geprägt. Am 17. September 1897 stirbt seine Frau, etwa ein Jahr später seine Tochter. Sein gleichnamiger Sohn erlag 1917 einer Kriegsverwundung.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 64</ref> Er selbst starb am 31. Oktober 1920 an einem Schlaganfall im Alter von gerade einmal 58 Jahren.<ref name=":1" /> Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem [[Parkfriedhof]] in [[Ostlintel]], wo er neben seiner ersten und zweiten Frau begraben liegt.<ref name=":0" />