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Ab Montag, den 15. März wurde das Rathaus wieder für den allgemeinen Besucherverkehr geöffnet, wobei auch hier weiterhin die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes galt. Bereits am 9. März wurde die [[Stadtbibliothek]] wieder geöffnet. Die angemeldeten Osterfeuer zu Oster- bzw. Karsamstag (3. April) durften im Landkreis nur im engsten Familienkreis stattfinden. Allein in Norden gab es 2021 über 150 (angemeldete) Osterfeuer.
Ab Montag, den 15. März wurde das Rathaus wieder für den allgemeinen Besucherverkehr geöffnet, wobei auch hier weiterhin die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes galt. Bereits am 9. März wurde die [[Stadtbibliothek]] wieder geöffnet. Die angemeldeten Osterfeuer zu Oster- bzw. Karsamstag (3. April) durften im Landkreis nur im engsten Familienkreis stattfinden. Allein in Norden gab es 2021 über 150 (angemeldete) Osterfeuer.
[[Datei:Corona Testzentrum real Glueckauf 21052021 01.jpg|links|mini|273x273px|Das "Corona-Testzentrum" bei [[Glückauf]].]]
[[Datei:Corona Testzentrum real Glueckauf 21052021 01.jpg|links|mini|291x291px|Das "Corona-Testzentrum" bei [[Glückauf]].]]
Anfang April bewarb sich Norden für ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, wonach der gesamte Einzelhandel unter bestimmten Voraussetzungen wieder hätte öffnen können (Vorlegen eines negativen Tests, Anmeldung im Vorfeld). Innerhalb kürzester Zeit erarbeitete die Stadt ein Konzept und legte dies dem Land vor. Neben Aurich, Emden und weiteren, ausgewählten Städten hätte der Einzelhandel wieder öffnen können, doch schon am 12. April wurde der Start dieses Modellprojektes verschoben, da von Seiten der Bundesregierung keine klaren Zeichen kamen, ob nicht doch wieder ein "harter", vollumfänglicher Lockdown folgen wird, der das gesamte Konzept zunichte machen könnte. Die Planungsmöglichkeiten für die Einzelhändler waren nicht gegeben, die Unsicherheit zu groß, sodass sich diese fast ausnahmslos der Teilnahme am Konzept verweigerten. Weitere Städte taten es Norden gleich und sagten ihre Teilnahme am Modellprojekt mangels Teilnahmewilligkeit ihrer Einzelhändler ab.
Anfang April bewarb sich Norden für ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, wonach der gesamte Einzelhandel unter bestimmten Voraussetzungen wieder hätte öffnen können (Vorlegen eines negativen Tests, Anmeldung im Vorfeld). Innerhalb kürzester Zeit erarbeitete die Stadt ein Konzept und legte dies dem Land vor. Neben Aurich, Emden und weiteren, ausgewählten Städten hätte der Einzelhandel wieder öffnen können, doch schon am 12. April wurde der Start dieses Modellprojektes verschoben, da von Seiten der Bundesregierung keine klaren Zeichen kamen, ob nicht doch wieder ein "harter", vollumfänglicher Lockdown folgen wird, der das gesamte Konzept zunichte machen könnte. Die Planungsmöglichkeiten für die Einzelhändler waren nicht gegeben, die Unsicherheit zu groß, sodass sich diese fast ausnahmslos der Teilnahme am Konzept verweigerten. Weitere Städte taten es Norden gleich und sagten ihre Teilnahme am Modellprojekt mangels Teilnahmewilligkeit ihrer Einzelhändler ab.


Ebenso im April kamen die ersten "Corona-Testzentren" in Norden auf, bundesweit seit dem 8. März. Hier war es für die Bürger möglich, sich kostenlos mittels PCR-Schnelltest auf das Virus testen zu lassen. Betrieben wurden diese Testzentren meistens von findigen Geschäftsleuten in der Hoffnung auf schnellen Profit, denn die Anforderungen zum Aufbau eines solchen Testzentrums waren marginal. Man musste oftmals lediglich eine Skizze über den Aufbau der Teststation nebst eines Hygienekonzepts beim Gesundheitsamt vorlegen. Nach der Gewerbeanmeldung konnte man loslegen und erhielt pro durchgeführten Test 18 Euro vom Bund erstattet; 12 Euro für den Abstrich selbst zzgl. 6 Euro für die Testanschaffungskosten. Das Personal wurde meist auf geringfügiger Basis beschäftigt und bestand meist keineswegs aus medizinischem Personal, sondern vielmehr aus Leuten, die in einem etwa einstündigen Video eingewiesen wurden und dann diese Tests durchführen durften. So kam es landkreisweit vereinzelt zu Zwischenfällen aufgrund mangelnder Hygiene oder zu Verletzungen durch zu tief eingeführte Teststäbchen. In Norden bestanden solche Testzentren auf dem Parkplatz des Supermarktes "real" bei [[Glückauf]] (als "Drive-In"), bei der [[AWO Norden]] sowie an den Juist- und Norderneyanlegern der [[Reederei Frisia]].
Ebenso im April kamen die ersten "Corona-Testzentren" in Norden auf, bundesweit seit dem 8. März. Hier war es für die Bürger möglich, sich kostenlos mittels PCR-Schnelltest auf das Virus testen zu lassen. Betrieben wurden diese Testzentren meistens von findigen Geschäftsleuten in der Hoffnung auf schnellen Profit, denn die Anforderungen zum Aufbau eines solchen Testzentrums waren marginal. Man musste oftmals lediglich eine Skizze über den Aufbau der Teststation nebst eines Hygienekonzepts beim Gesundheitsamt vorlegen. Nach der Gewerbeanmeldung konnte man loslegen und erhielt pro durchgeführten Test 18 Euro vom Bund erstattet; 12 Euro für den Abstrich selbst zzgl. 6 Euro für die Testanschaffungskosten. Das Personal wurde meist auf geringfügiger Basis beschäftigt und bestand meist keineswegs aus medizinischem Personal, sondern vielmehr aus Leuten, die in einem etwa einstündigen Video eingewiesen wurden und dann diese Tests durchführen durften. So kam es landkreisweit vereinzelt zu Zwischenfällen aufgrund mangelnder Hygiene oder zu Verletzungen durch zu tief eingeführte Teststäbchen. In Norden bestanden solche Testzentren auf dem Parkplatz des Supermarktes "real" bei [[Glückauf]] (als "Drive-In"), bei der [[AWO Norden]] sowie an den Juist- und Norderneyanlegern der [[Reederei Frisia]].
Ende Mai begann sich die Lage infolge der umfangreicheren Impfungen, der besseren Testmöglichkeiten und der wärmeren Tage bundesweit zu normalisieren. Die Landkreise Friesland und Goslar wurden am 8. Juni sogar als "Coronafrei" gemeldet. Anfang Juni fiel der Landkreis Aurich auf eine Inzidenz unter 30, sodass weitestgehende Beschränkungen (ab unter 35) möglich wurden. Durch Infektionen in zwei Großfamilien stieg diese Zahl kurzfristig wieder deutlich an, da die Familien zahlreiche Mitglieder umfasste. Dennoch kehrte allmählich Normalität ein und auch die Maskenpflicht in den Innenstädten entfiel. Private, geschlossene Feiern in öffentlichen Räumlichkeiten waren mit Testungen sogar bis zu einer Zahl von 100 Personen wieder erlaubt.


[[Kategorie:Ereignisse]]
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