Uldinga: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Uldinga''' waren ein einflussreiches Norder [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlecht]], | Die '''Uldinga''' (auch: ''Aldinga; Uldenga, Udinga'') waren ein einflussreiches Norder [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlecht]], deren Existenz sich seit 1337 nachweisen lässt. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Im Vergleich mit anderen ostfriesischen | Im Vergleich mit den meisten anderen [[Ostfriesische Häuptlinge|ostfriesischen Häuptlingsgeschlechtern]] ist die Quellenlage zu den Uldinga eher dürftig. | ||
Als gesichert gilt, dass sie die [[Uldingaburg]] im heutigen Stadtteil [[Ekel]] errichtet haben und dieser Ort zu ihrem Herrschaftsbereich zählte. In der Geschichtsschreibung erstmalig erwähnt wird das Geschlecht mit einem Ulfert Uldinga, der nach den [[Norder Annalen]] am 15. August 1337 als einer der Vertreter des [[Norderland|Norderlandes]] bei einer Versammlung im [[Dominikanerkloster]] anwesend gewesen sein soll.<ref>Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 33</ref> Jedoch lässt sich bereits zu Anfang des 13. Jahrhunderts ein Harco Udinga nachweisen, der wohl ein Großvater des Ulfert Uldinga gewesen war.<ref>[https://gedbas.genealogy.net/person/ancestors/1266782001 Genealogische Aufzeichnung zu Harco Udinga], abgerufen am 13. Januar 2022</ref> Ein weiterer Abkömmling der Uldinga, der namentlich erwähnt wird, war ''Bener Uldinga'', der 1569 starb.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/Emder_Jahrbuch/EJ12.pdf Emder Jahrbuch] im Bibliothekbestand der Ostfriesischen Landschaft</ref> Stammvater der Uldinga dürfte eine Person mit dem Namen ''Ulde'' oder vergleichbar gewesen sein. Gemäß alter friesischer Namensgebung bedeutet die Endung ''-nga'' ([[Idzinga]], [[Manninga]], ...) soviel wie ''aus der Sippe des''. | |||
Wie alle in Norden ansässigen Häuptlingsgeschlechter waren auch die Uldinga mit den anderen Geschlechtern verwandt oder verschwägert, was vor allem den inneren Frieden wahren sollte. Weitere Verwandtschaftsverhältnisse der Uldinga bestanden zur Familie ''von Jemgum'' aus dem gleichnamigen Ort im Landkreis Leer.<ref>[https://web.archive.org/web/20160217082833/https://gedbas.genealogy.net/person/show/1172714889 Familienstammbaum der von Jemgum] beim Verein für Computergenealogie, abgerufen am 24. April 2020</ref> Für das 16. Jahrhundert ist die Ehe zwischen einer Tochter aus dem Hause Uldinga und einem Sohn der Familie von Jemgum belegt. Die von Jemgum verlegten ihren Familiensitz daraufhin um 1556 auf die Uldingaburg. Daher ist zu vermuten, dass das Geschlecht der Uldinga zu dieser Zeit bereits im Mannesstamm erloschen war. | |||
In früheren Jahren hatten mehrere Generationen dieser Familie eine führende Stellung inne, worauf noch ihr Sternwappen auf einem Schlussstein des Chors der [[Ludgerikirche]] hinweist.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 32</ref> Heute erinnert jedoch praktisch hauptsächlich nur noch die Bezeichnung eines Wohnheims der [[Behindertenhilfe Norden]] mit dem Namen ''[[Haus Uldinga]]'' an sie, welches sich in unmittelbarer Nähe der alten Burg befindet. | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references /> | <references /> | ||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||