Schule am Moortief: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Im Mai 1975 wurde der Schulkomplex um ein Schwimmbad, eine Turnhalle und mehrere Therapieräume erweitert. Am 1. März 1980 wurde erstmalig therapeutisches Reiten angeboten.<ref name=":0" /> Die [[Reithalle Bargebur]] befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulgebäude, sie stand bis April 1989 im Eigentum der Behindertenhilfe.<ref name=":0" />
Im Mai 1975 wurde der Schulkomplex um ein Schwimmbad, eine Turnhalle und mehrere Therapieräume erweitert. Am 1. März 1980 wurde erstmalig therapeutisches Reiten angeboten.<ref name=":0" /> Die [[Reithalle Bargebur]] befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulgebäude, sie stand bis April 1989 im Eigentum der Behindertenhilfe.<ref name=":0" />


Zum 1. Oktober 1990 wurde die "Birkenschule" an den Landkreis Aurich verkauft, der hier auch die Einrichtung eines integrativen Kindergartens vorbereitet.<ref name=":0" /> Der Landkreis wandelt die bisherige Tagesbildungsstätte in eine amtliche Sonderschule für geistig Behinderte um und benannte sie nach der Lage am [[Moortief]] genannten Teil des [[Berumerfehnkanal|Berumerfehnkanals]]. In den 1990er Jahren wandelte sich diese Schule zu einer Ganztagsschule, als zwei neue Klassenräume mit angegliederten Gruppenräumen nebst Werkräumen entstanden und das Schwimmbad zu einem Therapiebad modernisiert wurde. Zur Bewerkstelligung des Unterrichts arbeiten neben Lehrkräften auch Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Freiwillige an der Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 171</ref> Ziel der Schule ist es, die Schüler bestmöglich auf eine Integration in das "Erwachsenenleben" sowie die Arbeit in einer der Behindertenwerkstätten der Behindertenhilfe vorzubereiten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 172</ref>
Zum 1. Oktober 1990 wurde die "Birkenschule" an den Landkreis Aurich verkauft, der hier auch die Einrichtung eines integrativen Kindergartens vorbereitet.<ref name=":0" /> Der Landkreis wandelt die bisherige Tagesbildungsstätte in eine amtliche Sonderschule für geistig Behinderte um und benannte sie nach der Lage am [[Moortief]] genannten Teil des [[Berumerfehnkanal|Berumerfehnkanals]] bzw. der [[Am Moortief|ebenso lautenden Straße]]. In den 1990er Jahren wandelte sich diese Schule zu einer Ganztagsschule, als zwei neue Klassenräume mit angegliederten Gruppenräumen nebst Werkräumen entstanden und das Schwimmbad zu einem Therapiebad modernisiert wurde. Zur Bewerkstelligung des Unterrichts arbeiten neben Lehrkräften auch Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Freiwillige an der Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 171</ref> Ziel der Schule ist es, die Schüler bestmöglich auf eine Integration in das "Erwachsenenleben" sowie die Arbeit in einer der Behindertenwerkstätten der Behindertenhilfe vorzubereiten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 172</ref>


2012 wurde der Schulhof umgestaltet und erweitert.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 4. Dezember 2012</ref> Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines neuen Lehrerzimmer begonnen, das Anfang 2014 fertiggestellt wurde.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 28. September 2013</ref> Von 2015 bis 2017 wurde das Therapiebad umfassend renoviert.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 25. März 2015</ref> Wegen anhaltender Raumprobleme durch zu hohe Schülerzahlen wurde in den 2010er Jahren in größerem Maße in Schulcontainern unterrichtet, die Schülerzahlen entsprechen mittlerweile nahezu der Anzahl der lehrenden bzw. pädagogischen Mitarbeiter.<ref>[https://schule-am-moortief.de/content.php?id=100 Internetseite der Schule am Moortief], abgerufen am 25. Mai 2021</ref>
2012 wurde der Schulhof umgestaltet und erweitert.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 4. Dezember 2012</ref> Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines neuen Lehrerzimmer begonnen, das Anfang 2014 fertiggestellt wurde.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 28. September 2013</ref> Von 2015 bis 2017 wurde das Therapiebad umfassend renoviert.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 25. März 2015</ref> Wegen anhaltender Raumprobleme durch zu hohe Schülerzahlen wurde in den 2010er Jahren in größerem Maße in Schulcontainern unterrichtet, die Schülerzahlen entsprechen mittlerweile nahezu der Anzahl der lehrenden bzw. pädagogischen Mitarbeiter.<ref>[https://schule-am-moortief.de/content.php?id=100 Internetseite der Schule am Moortief], abgerufen am 25. Mai 2021</ref>

Version vom 25. Mai 2021, 11:17 Uhr

Schule am Moortief

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Basisdaten
Entstehungszeit 1968 (1989)
Erbauer Behindertenhilfe Norden
Bauweise Ziegelsteinbau u.a.
Entwidmung -
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Moortief 12

26506 Norden

Die Schule am Moortief (offiziell: Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung; bis 1989: Birkenschule) ist eine auf den Unterricht von geistig behinderten Jungen und Mädchen spezialisierte Förderschule in Bargebur. Der Schulname ergibt sich aus seiner Lage am Moortief.

Geschichte

Am 23. August 1968 weihte die Behindertenhilfe Norden das heutige Schulgebäude als "Tagesbildungsstätte Birkenschule" ein.[1] Dieser Name kann als rein schulisches Pendant zum eher handwerklich orientierten, später entstandenen Birkenhof betrachtet werden.

Im Mai 1975 wurde der Schulkomplex um ein Schwimmbad, eine Turnhalle und mehrere Therapieräume erweitert. Am 1. März 1980 wurde erstmalig therapeutisches Reiten angeboten.[1] Die Reithalle Bargebur befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulgebäude, sie stand bis April 1989 im Eigentum der Behindertenhilfe.[1]

Zum 1. Oktober 1990 wurde die "Birkenschule" an den Landkreis Aurich verkauft, der hier auch die Einrichtung eines integrativen Kindergartens vorbereitet.[1] Der Landkreis wandelt die bisherige Tagesbildungsstätte in eine amtliche Sonderschule für geistig Behinderte um und benannte sie nach der Lage am Moortief genannten Teil des Berumerfehnkanals bzw. der ebenso lautenden Straße. In den 1990er Jahren wandelte sich diese Schule zu einer Ganztagsschule, als zwei neue Klassenräume mit angegliederten Gruppenräumen nebst Werkräumen entstanden und das Schwimmbad zu einem Therapiebad modernisiert wurde. Zur Bewerkstelligung des Unterrichts arbeiten neben Lehrkräften auch Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Freiwillige an der Schule.[2] Ziel der Schule ist es, die Schüler bestmöglich auf eine Integration in das "Erwachsenenleben" sowie die Arbeit in einer der Behindertenwerkstätten der Behindertenhilfe vorzubereiten.[3]

2012 wurde der Schulhof umgestaltet und erweitert.[4] Ein Jahr später wurde mit dem Bau eines neuen Lehrerzimmer begonnen, das Anfang 2014 fertiggestellt wurde.[5] Von 2015 bis 2017 wurde das Therapiebad umfassend renoviert.[6] Wegen anhaltender Raumprobleme durch zu hohe Schülerzahlen wurde in den 2010er Jahren in größerem Maße in Schulcontainern unterrichtet, die Schülerzahlen entsprechen mittlerweile nahezu der Anzahl der lehrenden bzw. pädagogischen Mitarbeiter.[7]

Schülerzahlen

Schuljahr Anzahl
1968 49
1990 33
2005 80
2012 93
2013 96
2014 102
2018 87
2019 87
2020 105

Literatur

  • Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 171-173

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Chronik der Behindertenhilfe Norden, abgerufen am 25. Mai 2021
  2. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 171
  3. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 172
  4. Ostfriesischer Kurier vom 4. Dezember 2012
  5. Ostfriesischer Kurier vom 28. September 2013
  6. Ostfriesischer Kurier vom 25. März 2015
  7. Internetseite der Schule am Moortief, abgerufen am 25. Mai 2021

Siehe auch