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Auch in den 1950er Jahren blieb die Situation weiterhin angespannt. Die Schule umfasste nun fünf Klassen bei weiterhin nur zwei Räumen und drei Lehrern. Auch nach Schaffung zweier neuer Klassenräume blieben die Verhältnisse unzureichend, weil die Räume nur unzureichend eingerichtet waren und ein abgeschlossener Flur mit eigenem Eingang fehlte. Tidofeld wurde 1952 nach Norden eingemeindet, doch erst im März 1958 wurde mit dem dringend erforderlichen Umbau begonnen. Die Schule verfügte nun über drei ordnungsgemäße Räume und einem behelfsmäßigen Klassenraum in einem separaten Gebäudeflügel. Der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] titulierte hierzu am 14. Juni 1958: "Schule und Kindergarten Tidofeld bietet einen freundlichen Anblick".<ref name=":1" />  
Auch in den 1950er Jahren blieb die Situation weiterhin angespannt. Die Schule umfasste nun fünf Klassen bei weiterhin nur zwei Räumen und drei Lehrern. Auch nach Schaffung zweier neuer Klassenräume blieben die Verhältnisse unzureichend, weil die Räume nur unzureichend eingerichtet waren und ein abgeschlossener Flur mit eigenem Eingang fehlte. Tidofeld wurde 1952 nach Norden eingemeindet, doch erst im März 1958 wurde mit dem dringend erforderlichen Umbau begonnen. Die Schule verfügte nun über drei ordnungsgemäße Räume und einem behelfsmäßigen Klassenraum in einem separaten Gebäudeflügel. Der [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesische Kurier]] titulierte hierzu am 14. Juni 1958: "Schule und Kindergarten Tidofeld bietet einen freundlichen Anblick".<ref name=":1" />  


Im November 1964 erwarb die [[Lingener Wäschefabrik]] ("Lincron") den Gebäudekomplex. Der durch den Umbau verursachte Lärm störte den Unterricht enorm. Im Frühjahr 1965 nahmen daher Pläne der Stadt Norden, die oberen Jahrgänge in die neugebaute [[Spietschule]] sowie die [[Zingelschule]] und die [[Sielschule]] umzuschulen, konkrete Formen an. Hierfür sollten die Schüler per Bus dorthin gefahren werden, während nur die 1. und 2. Klasse in Tidofeld verbleiben sollte. Dieses Vorhaben wurde jedoch von der Elternschaft kategorisch abgelehnt, weshalb diese in Elternstreik taten und 48 Kinder dem Schulunterricht fernblieben.<ref name=":1" /> Die Eltern forderten die Einrichtung einer neuen, örtlichen Schule und bis dahin den Erhalt der bisherigen Einrichtung, da sie ihre Kinder nicht den "Verkehrsgefahren" aussetzen wollten. Erst nach Androhung eines Bußgeldes wegen Verstoßes gegen die Schulpflicht wurde der Streik nach 16 Tagen beendet.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref>  
Im November 1964 erwarb die [[Lingener Wäschefabrik]] ("Lincron") den gesamten Gebäudekomplex.<ref name=":2" /> Bereits seit spätestens 1962 war diese hier eingezogen.<ref>[http://www.flecken-hage.com/schulchronik/chronik_hage/chronik_hage_schulort.html Hager Schulchronik], abgerufen am 18. Mai 2021</ref> Der durch den Umbau verursachte Lärm störte den Unterricht enorm. Im Frühjahr 1965 nahmen daher Pläne der Stadt Norden, die oberen Jahrgänge in die neugebaute [[Spietschule]] sowie die [[Zingelschule]] und die [[Sielschule]] umzuschulen, konkrete Formen an. Hierfür sollten die Schüler per Bus dorthin gefahren werden, während nur die 1. und 2. Klasse in Tidofeld verbleiben sollte. Dieses Vorhaben wurde jedoch von der Elternschaft kategorisch abgelehnt, weshalb diese in Elternstreik taten und 48 Kinder dem Schulunterricht fernblieben.<ref name=":1" /> Die Eltern forderten die Einrichtung einer neuen, örtlichen Schule und bis dahin den Erhalt der bisherigen Einrichtung, da sie ihre Kinder nicht den "Verkehrsgefahren" aussetzen wollten. Erst nach Androhung eines Bußgeldes wegen Verstoßes gegen die Schulpflicht wurde der Streik nach 16 Tagen beendet.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 148</ref>  


Um den Eltern entgegenzukommen, richtete die Stadt in aller Eile zwei neue Klassenräume in der zwischenzeitlich vom [[Motorsportclub Norden]] erworbenen, gegenüberliegenden Räumlichkeiten (hier steht heute das [[Telematikzentrum]]) ein. Dennoch wurden die höheren Jahrgänge wie geplant nach Norden umgeschult.<ref name=":2" /> Der Unterricht am bisherigen Standort konnte wegen des Erwerbs durch die Wäscherei nicht fortgeführt werden. Ab August 1968 waren nur noch der 1. Jahrgang mit 30 Kindern, der 4. Jahrgang mit 24 Kindern und der 7. Jahrgang mit 24 Kindern in Tidofeld beheimatet. Zum Ende des Schuljahres im Sommer 1970 wurde die Schule endgültig geschlossen.<ref name=":2" />  
Um den Eltern entgegenzukommen, richtete die Stadt in aller Eile zwei neue Klassenräume in der zwischenzeitlich vom [[Motorsportclub Norden]] erworbenen, gegenüberliegenden Räumlichkeiten (hier steht heute das [[Telematikzentrum]]) ein. Dennoch wurden die höheren Jahrgänge wie geplant nach Norden umgeschult.<ref name=":2" /> Der Unterricht am bisherigen Standort konnte wegen des Erwerbs durch die Wäscherei nicht fortgeführt werden. Ab August 1968 waren nur noch der 1. Jahrgang mit 30 Kindern, der 4. Jahrgang mit 24 Kindern und der 7. Jahrgang mit 24 Kindern in Tidofeld beheimatet. Zum Ende des Schuljahres im Sommer 1970 wurde die Schule endgültig geschlossen.<ref name=":2" />