Gräfin-Theda-Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Gräfin-Theda-Schule''' war von 1912 bis 1927 eine ausschließlich Mädchen vorbehaltene [[Höhere Töchterschule]] | Die '''Gräfin-Theda-Schule''' war von 1912 bis 1927 eine ausschließlich Mädchen vorbehaltene [[Höhere Töchterschule]] und anschließend bis zum Neubau des [[Schulzentrum Ekel|Schulzentrums Ekel]] eine Mittel- bzw. Realschule ohne Geschlechtertrennung. 1970 wurde sie geschlossen und wird heute vor allem als Musikschule genutzt. | ||
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Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Schulbetrieb vorläufig eingestellt, jedoch bereits am 18. September 1939 wieder aufgenommen. Da in vier Klassenräumen im Erdgeschoss bereits am 6. September ein Lazarett eingerichtet wurde, musste der Unterricht im Lehrerzimmer und in den Räumen im 1. Obergeschoss stattfinden.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 110</ref> Der Schulunterricht bestand während des Krieges vielfach aus aus Propagandaunterricht, so wurde etwa am 19. Februar 1940 ein Film mit dem Titel "Feldzug in Polen" gezeigt. In den Wintermonaten fiel der Unterricht oftmals wegen Kohlemangels aus, Teile der Lehrerschaft (u.a. der Direktor selbst) wurden zum Kriegsdienst einberufen.<ref name=":2" /> | Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Schulbetrieb vorläufig eingestellt, jedoch bereits am 18. September 1939 wieder aufgenommen. Da in vier Klassenräumen im Erdgeschoss bereits am 6. September ein Lazarett eingerichtet wurde, musste der Unterricht im Lehrerzimmer und in den Räumen im 1. Obergeschoss stattfinden.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 110</ref> Der Schulunterricht bestand während des Krieges vielfach aus aus Propagandaunterricht, so wurde etwa am 19. Februar 1940 ein Film mit dem Titel "Feldzug in Polen" gezeigt. In den Wintermonaten fiel der Unterricht oftmals wegen Kohlemangels aus, Teile der Lehrerschaft (u.a. der Direktor selbst) wurden zum Kriegsdienst einberufen.<ref name=":2" /> | ||
Nach Kriegsende kam es, bedingt durch einen Zuzug einer Vielzahl von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten zu einem starken Anstieg der Schülerzahlen. Besuchten 1944 noch gut 200 Kinder die Schule, waren es um 1950 bereits über 400. Zu Beginn der 1950er Jahren wurde das bei Weitem über seine Kapazitäten kommende Gebäude um einen Anbau erweitert. In diesem befindet sich heute das [[Medienzentrum]]. Ein Neubau war jedoch unbedingt erforderlich.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 112</ref> Die Raumot vergrößerte sich | Nach Kriegsende kam es, bedingt durch einen Zuzug einer Vielzahl von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten zu einem starken Anstieg der Schülerzahlen. Besuchten 1944 noch gut 200 Kinder die Schule, waren es um 1950 bereits über 400. Zu Beginn der 1950er Jahren wurde das bei Weitem über seine Kapazitäten kommende Gebäude um einen Anbau erweitert. In diesem befindet sich heute das [[Medienzentrum]]. Ein Neubau war jedoch unbedingt erforderlich.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 112</ref> Die Raumot vergrößerte sich derart, dass der Unterricht an weiteren Standorten im Stadtgebiet abgehalten werden musste, so etwa im Saal des [[Altes Feuerwehrhaus]], der [[Baracke (Schulstraße)|Baracke an der Schulstraße]] oder sogar in einer Baubude nahe des [[Neuer Friedhof|Friedhofs]].<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113</ref> Ein Neubau scheiterte jedoch lange an der Finanzierung in Angesicht der klammen Stadtkasse. | ||
1967 erklärte sich schließlich der [[Landkreis Norden]] bereit, die Kosten für einen Neubau zu übernehmen. 1969 wurde mit dem Bau des [[Schulzentrum Ekel]] begonnen. Die feierliche Einweihung fand am 11. Februar 1970 statt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 116</ref> Zu dieser Zeit war der bekannte Norder Heimatforscher [[Gerhard Canzler]] Direktor der Schule. Durch den Neubau wurde das Gebäude der Gräfin-Theda-Schule nicht mehr benötigt. Nachnutzer wurde der Landkreis Norden, ab 1977 der Landkreis Aurich. Bis heute befindet sich hier die Musikschule, deren breit gefächertes Angebot hunderten Schülern zugänglich gemacht wird. Es umfasst unter anderem eine musikalische Früherziehung für Kinder ab viereinhalb Jahren, Grundkurse für die Erst- und Zweitklässler, Instrumentalunterricht für Streich-, Blas- und Tasteninstrumente sowie Gitarre, Gesang und Schlagzeug.<ref>[https://www.landkreis-aurich.de/bildung-wirtschaft/musikschule.html Beschreibung der Musikschule in Norden], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> | |||
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