Vossenhus: Unterschied zwischen den Versionen
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1816 wurden die Heimkehrer des Ostfriesischen Landwehrregiments nach dem Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo von Bürgermeister [[Peter Conerus]] die sogenannte "Ligny-Fahne", benannt nach der Schlacht bei Ligny sowie einen symbolischen Lorbeerenkranz für ihren Sieg überreicht. Die Inschrift lautete "Ligny-Waterloo. Den tapferen Söhnen des Vaterlandes zum herzlichen Willkommen".<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 58</ref> | {| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" | ||
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==Weinhaus== | |||
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|Entstehungszeit | |||
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|Erbauer | |||
|unbekannt | |||
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|Bauweise | |||
|Ziegelsteinbau | |||
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|Erhaltungszustand | |||
|erhalten | |||
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|Genaue Lage | |||
|[[Am Markt]] 8 | |||
26506 Norden | |||
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Das '''Vossenhus''' gehört zu den historisch wertvollsten Gebäuden in Norden, das nur [[Altstadtsanierung|knapp dem Abriss]] entkam. Bekannt ist das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude heute vor allem durch die hier seit 1983 ansässige Stadtbibliothek. Sein Namen bedeutet im Niederdeutschen "Fuchshaus"; ein Fuchs auf einer Sandsteinplatte ziert das Mauerwerk etwa mittig der zum Markt gewandten Seite. | |||
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==Geschichte== | |||
Der Bau des Gebäudes kann nicht mehr eindeutig datiert werden, ist aber im frühen 16. Jahrhundert zu suchen. Zunächst bestand nur der linke (nördliche) Teil. Es handelte sich um ein für Ostfriesland typisches Steinhaus, das giebelständig zum [[Marktplatz]] errichtet wurde.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 163ff.</ref> Der Steinbau ist durch die weiße Fassade an der dem Markt zugewandten Seite nicht mehr zu erkennen, an den Seiten hingegen schon. Diese Fassade ist das Ergebnis einer 1796 durchgeführten Umgestaltung, in dessen Rahmen auch die Sandsteinplatte mit dem namensgebenden Fuchs in das Mauerwerk eingelassen wurde.<ref name=":0" /> | |||
Als ältester Besitzer des Gebäudes ist der Drost [[Ulrich Harringa]] für das Jahr 1605 nachweisbar, dem u.a. auch der [[Hof Selden Rüst]] in [[Westgaste]] zugerechnet wird.<ref>[https://web.archive.org/web/20140726043014/https://www.norden.de/index.phtml?La=1&sNavID=549.87&mNavID=549.45&object=tx%7C512.2825.1&kat=&kuo=1&sub=0 Das Vossenhus in Norden], abgerufen am 4. Mai 2021</ref> | |||
1816 wurden die Heimkehrer des Ostfriesischen Landwehrregiments nach dem Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo von Bürgermeister [[Peter Conerus]] die sogenannte "Ligny-Fahne", benannt nach der Schlacht bei Ligny (Belgien) sowie einen symbolischen Lorbeerenkranz für ihren Sieg überreicht. Die Inschrift lautete: "Ligny-Waterloo. Den tapferen Söhnen des Vaterlandes zum herzlichen Willkommen".<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 58</ref> | |||
Das inzwischen stark baufällige Gebäude entging zu Beginn der 1970er Jahre im Zuge der [[Altstadtsanierung]], der viele historisch bedeutsame Gebäude, sogar ganze Straßenzüge, in Norden zum Opfer gefallen sind, nur knapp dem Abriss. Stattdessen wurde es 1982 geradezu vorbildlich restauriert. Ein Jahr später zog hier die Stadtbibliothek ein, die hier bis heute ihren Sitz hat.<ref name=":0" /> | |||
==Beschreibung== | |||
Das Gebäude ist ca. 7,20 Meter breit und rund 18,00 Meter lang. Als Ziegelsteine kamen sogenannte Klostersteine zum Einsatz. So nennt man großformatigen Backsteine, weil die Klöster der Zisterzienser zum Beispiel in Bad Doberan oder der Prämonstratenser in Jerichow bei der Einführung und Verbreitung der Backsteintechnik eine führende Rolle spielten.<ref>[https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2009/3/backstein-ist-nicht-gleich-backstein.php Backstein ist nicht gleich Backstein], abgerufen am 4. Mai 2021</ref> | |||
==Einzelnachweise== | |||
<references /> | |||
==Siehe auch== | |||
*[[Polizei Norden]] | |||
*[[Kenenburg]] | |||
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]] | |||
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]] | |||
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]] | |||