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Gegen Ende des Jahres 1717 sucht die [[Weihnachtsflut]] auch Itzendorf heim, das in den Fluten praktisch gänzlich zerstört wird und in der Folgezeit aufgegeben werden muss. Zahllose Menschen sterben in den Fluten, die Felder werden durch das salzige Meerwasser unbrauchbar. Die Schäden waren so schwerwiegend, dass der [[Westermarscher Seedeich]] weiter ins Hinterland verlagert und Itzendorf dadurch aufgegeben wurde. Heute erinnert nur noch eine Untiefe namens [[Itzendorfplate]] an den einstigen Ort. Von der Ausdeichung betroffen war auch die Schule. Im Frühjahr 1771 wird ein neues Schulgebäude errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 34</ref> Über 50 Jahre hat es damit keine Schule in Itzendorf gegeben. Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich vorwiegend auf die Nachwirkungen der Flut, vor allem auf den Geldmangel. Andere Vorhaben, wie der Neubau des Deiches, der Wiederaufbau der Häuser und die Neuanlage von Feldern hatten vor allem anderen Priorität.  
Gegen Ende des Jahres 1717 sucht die [[Weihnachtsflut]] auch Itzendorf heim, das in den Fluten praktisch gänzlich zerstört wird und in der Folgezeit aufgegeben werden muss. Zahllose Menschen sterben in den Fluten, die Felder werden durch das salzige Meerwasser unbrauchbar. Die Schäden waren so schwerwiegend, dass der [[Westermarscher Seedeich]] weiter ins Hinterland verlagert und Itzendorf dadurch aufgegeben wurde. Heute erinnert nur noch eine Untiefe namens [[Itzendorfplate]] an den einstigen Ort. Von der Ausdeichung betroffen war auch die Schule. Im Frühjahr 1771 wird ein neues Schulgebäude errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 34</ref> Über 50 Jahre hat es damit keine Schule in Itzendorf gegeben. Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich vorwiegend auf die Nachwirkungen der Flut, vor allem auf den Geldmangel. Andere Vorhaben, wie der Neubau des Deiches, der Wiederaufbau der Häuser und die Neuanlage von Feldern hatten vor allem anderen Priorität.  


Zum ersten Schulmeister nach dem Neubau wird [[Cornelius Harmens Norman]] gewählt. Dieser hatte maßgeblichen Anteil an der Wiederrichtung der Schule und hatte dabei die Bevölkerung von [[Westermarsch II]] auf seienr Seite, da die Kinder der meisten von ihnen die anderen, weit entfernt gelegenen Schulen, nicht besuchen konnten. Herausragend wurde das Projekt auch durch [[Hayo Laurenz Damm]]. Durch Pastor [[Jelto Jelten]] von der [[Ludgerigemeinde Norden|Norder Ludgerigemeinde]] wurde das Gebäude im Beisein der gesamten Schulgemeinde eingeweiht.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 35</ref>  
Zum ersten Schulmeister nach dem Neubau wird [[Cornelius Harmens Norman]] gewählt. Dieser hatte maßgeblichen Anteil an der Wiederrichtung der Schule und hatte dabei die Bevölkerung von [[Westermarsch II]] auf seiner Seite, da die Kinder der meisten von ihnen die anderen, weit entfernt gelegenen Schulen, nicht besuchen konnten. Herausragend wurde das Projekt auch durch [[Hayo Laurenz Damm]] begleitet. Durch Pastor [[Jelto Jelten]] von der [[Ludgerigemeinde Norden|Norder Ludgerigemeinde]] wurde das Gebäude im Beisein der gesamten Schulgemeinde eingeweiht.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 35</ref>  


Die Schülerzahl stieg in den Folgejahren spürbar und erreichte im Schuljahr 1774/1775 einen Höchststand von 75 männlichen und weiblichen Schülern. Erkennbar ist hierbei auch eine deutliche Überrepräsentanz männlicher Schüler, was darauf schließen lässt, dass bei der Schulplatzvergabe durch die Eltern vor allem die männlichen Nachkommen des Hofherren bevorzugt wurden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 37</ref> Ein Jahr später bittet der neue Lehrer in einem Rundbrief um eine Spende für einen neuen Fußboden für die Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 38</ref>  
Die Schülerzahl stieg in den Folgejahren spürbar und erreichte im Schuljahr 1774/1775 einen Höchststand von 75 männlichen und weiblichen Schülern. Erkennbar ist hierbei auch eine deutliche Überrepräsentanz männlicher Schüler, was darauf schließen lässt, dass bei der Schulplatzvergabe durch die Eltern vor allem die männlichen Nachkommen des Hofherren bevorzugt wurden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 37</ref> Ein Jahr später bittet der neue Lehrer in einem Rundbrief um eine Spende für einen neuen Fußboden für die Schule.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 38</ref>