Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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[[Kategorie:Stadtteile von Norden]]
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Version vom 21. Dezember 2020, 02:31 Uhr

Tidofeld

Wappen
Basisdaten
Höhe 0,7 - 1,3 m ü. NN
Fläche 0,468 km²
Einwohner 949 (30.06.2020)
Eingemeindung 1952
Bevölkerungsdichte 2028 Einwohner/km²

Tidofeld ist seit 1996 ein eigenständiger Ortsteil und hat rund 950 Einwohner (Stand: 30.06.2020)[1], die sich auf einer Fläche von lediglich 0,47 km² verteilen. Hieraus ergibt sich eine vergleichsweise hohe Bevölkerungsdichte.[2]

Im Norden grenzt Bargebur an Norden, im Osten und im Süden an die Gemeinde Lütetsburg. Im Westen grenzt Bargebur an.

Geschichte

Der Name geht auf ein um 1614 an dieser Stelle durch Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen erbautes Schloss namens Tidofeld zurück. Tido war ein Bruder von Dodo, dem damaligen Grafen von Lütetsburg. Das Schloss wurde aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen bei Wilhelmshaven (Sengwarden) errichtet. [3] Das Land kaufte, welches zuvor zu Bargebur gehörte, erwarb Tido von Junker Albrecht Schwinge aus Emden. Dieser wiederum erbte es von einem Mann namens Siptet Remtsna, zu dem jedoch keine weiteren Daten bekannt sind. Nach der Landerwerbung gehörte Tidofeld somit zu Lütetsburg.[4][5][6][7]

Der Ort war ansonsten kaum besiedelt. Genaue Einwohnerangaben sind nicht belegt.

Besondere Bedeutung erlangte Tidofeld dadurch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in einem ehemaligen Barackenlager der Wehrmacht (Marine-Durchgangslager) ein Vertriebenenlager mit rund 6000 Bewohnern (eines der größten Lager Deutschlands) entstand.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten Tidofelds gehört eine Dauerausstellung in der profanierten evangelisch-lutherischen Gnadenkirche Tidofeld, die Flucht und Vertreibung von Bewohnern der ehemaligen deutschen Ostgebiete sowie das Vertriebenenlager Tidofeld dokumentiert.[8] Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister. Margot Käßmann, ehemalige Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, war bis zu ihrem Rücktritt ebenfalls Schirmherrin des Dokumentationszentrums.

Einzelnachweise

  1. Norden.de: Einwohnerzahl nach Ortsteilen
  2. Norden.de: Ortsteile der Stadt Norden
  3. Müller, Günter: 293 Burgen und Schlösser im Raum Oldenburg-Ostfriesland, Oldenburg 1977
  4. Arends, Friedrich: Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, unveränderter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 407
  5. Houtrouw, O.G.: Ostfriesland, eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit, unveränderter Nachdruck der Ausgabe Aurich 1889/1891, Leer 1974, S. 255 f.
  6. Das Bürgerhaus in Norden, Manuskript 2017
  7. Remmers, Arend: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 219
  8. Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Norden: Gnadenkirche Tidofeld; abgerufen am 13. Januar 2010