Polizei Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Während der Kaiserzeit wurde die Königlich Preußische Landgendarmerie in 12 Brigaden unterteilt. Jeder Brigade unterstanden gut 300 Gendarmen, die jeweils von einem Oberst kommandiert wurden. Diesem unterstanden vier bis fünf Distriktsoffiziere im Rang eines Hauptmanns, dem wiederum jeweils 50 bis 60 Gendarmen unterstellt waren. Norden war dem Polizeidistrikt Aurich unterstellt, dieser wiederum der 10. Gendarmeriebrigade in Hannover. An der Spitze des Norder Gendarmeriekorps stand ein Oberwachtmeister, dem wahrscheinlich nicht mehr als eine Handvoll berittener Wachtmeister bzw. Gendarmen unterstellt waren. | Während der Kaiserzeit wurde die Königlich Preußische Landgendarmerie in 12 Brigaden unterteilt. Jeder Brigade unterstanden gut 300 Gendarmen, die jeweils von einem Oberst kommandiert wurden. Diesem unterstanden vier bis fünf Distriktsoffiziere im Rang eines Hauptmanns, dem wiederum jeweils 50 bis 60 Gendarmen unterstellt waren. Norden war dem Polizeidistrikt Aurich unterstellt, dieser wiederum der 10. Gendarmeriebrigade in Hannover. An der Spitze des Norder Gendarmeriekorps stand ein Oberwachtmeister, dem wahrscheinlich nicht mehr als eine Handvoll berittener Wachtmeister bzw. Gendarmen unterstellt waren. | ||
Von 1821 bis zu seinem Tode im Jahr 1829 war [[Hinrich Adolf von Lengen]], Sohn des Eisenhändlers und Goldschmieds [[Stephan Adolf von Lengen]], der Kommandant der Norder Stadtwache. Hinrich Adolf von Lengen, der sich auch als Maler betätigte, malte das älteste bekannte Bildnis des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]], das er selbst von 1794 bis 1799 besuchte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 22f.</ref> | |||
Als am 17. Juli 1832 das erste Mal seit dem Ende der Reformation erstmalig wieder ein Bischof nach Norden kommt, um der katholischen Gemeinde die heilige Firmung zu spenden, war die Polizei gezwungen, die gesamte [[Sielstraße]] - hier befand sich das damals [[Kapelle St. Michael|das Gotteshaus]] der Katholiken - abzusperren, um der andrängenden Menschenmasse Herr zu werden.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 15</ref> | Als am 17. Juli 1832 das erste Mal seit dem Ende der Reformation erstmalig wieder ein Bischof nach Norden kommt, um der katholischen Gemeinde die heilige Firmung zu spenden, war die Polizei gezwungen, die gesamte [[Sielstraße]] - hier befand sich das damals [[Kapelle St. Michael|das Gotteshaus]] der Katholiken - abzusperren, um der andrängenden Menschenmasse Herr zu werden.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 15</ref> | ||