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Der '''Bahnhof Norden''' (in der Planungsphase auch "Zukunftsbahnhof" genannt) befindet an der [[Bahnhofstraße]] in [[Süderneuland I]]. Er wurde im April 2007 nach kurzer Bauzeit eingeweiht und ersetzte den nahegelegenen [[Alter Bahnhof Norden|alten Norder Bahnhof]]. | Der '''Bahnhof Norden''' (in der Planungsphase auch "Zukunftsbahnhof" genannt) befindet an der [[Bahnhofstraße]] in [[Süderneuland I]]. Er wurde im April 2007 nach kurzer Bauzeit eingeweiht und ersetzte den nahegelegenen [[Alter Bahnhof Norden|alten Norder Bahnhof]]. Er darf nicht mit dem ehemaligen [[Bahnhof Norden-Stadt]] verwechselt werden. | ||
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Version vom 26. April 2021, 12:24 Uhr
Bahnhof Norden | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 2006 - 2007 | |||||||
| Erbauer | Deutsche Bahn AG / Stadt Norden | |||||||
| Bauweise | Bahnhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Bahnhofstraße 14 B
26506 Norden | |||||||
Der Bahnhof Norden (in der Planungsphase auch "Zukunftsbahnhof" genannt) befindet an der Bahnhofstraße in Süderneuland I. Er wurde im April 2007 nach kurzer Bauzeit eingeweiht und ersetzte den nahegelegenen alten Norder Bahnhof. Er darf nicht mit dem ehemaligen Bahnhof Norden-Stadt verwechselt werden.
Geschichte
Schon vor der Jahrtausendwende kam es seitens der Politik und der Bürgerschaft zu vermehrten Wünschen über einen Bahnhofsneubau. Erste Planungen gab es bereits seit 1990.[1] Das bisherige Bahnhofsgebäude war stark abgängig und veraltet. 2003 wurde schließlich ein Förderantrag beim Bundesverkehrsministerium gestellt. Die Planungen liefen bereits seit 2001.[2]
Im Sommer 2006 wurde schließlich mit dem Bau des neuen Bahnhofs begonnen, am 15. September 2006 wurde offiziell der Grundstein gelegt, wenngleich die Grundmauern bereits standen.[3] Auch das neue Bahngleis wurde von der Deutschen Bahn bereits im Juli 2006 fertiggestellt.[4] Die Arbeiten hierzu liefen seit März 2006.[5] Bereits am 29. Dezember 2006 nahm das Reisezentrum der Deutschen Bahn seinen Betrieb in dem Gebäude auf.[6] Auch das Schnellrestaurant "Burger King" eröffnete im Dezember seine Pforten.[4] Obgleich der Bahnhof Norden erst hierdurch zu einer für eine Stadt angemessene Größe gewinnen konnte - bis dahin war nur ein wesentlich kleinerer Bau aufgrund knapper Fördermittel denkbar - äußerte der Grüne Gerd Campen in Hinblick auf die Gesundheitsproblematik von Fast Food Bedenken, wenngleich er der der Stadtverwaltung attestierte, dass sie "aus den Möglichkeiten das Beste gemacht hat.".[2]
Nach kurzer Bauzeit wurde der Bau schließlich Anfang 2007 fertiggestellt und im April des Jahres von Bürgermeisterin Barbara Schlag eingeweiht.[7] Der Bau verzögerte sich aufgrund erhöhter Altlasten im Boden und schlechtem Wetter insegsamt um etwa einen Monat. Die Deutsche Bahn betrieb hier einst eine Waschanlage, zudem existierte hier lange Zeit eine Tankstelle.[8]
Im August 2008 wurde das Bahnhofsvordach errichtet. Eine Besonderheit hierbei ist, dass auf dem Dach eine Photovoltaikanlage verbaut ist. Die Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro dafür wurden vom Energieversorger EWE getragen, während die Kosten in Höhe von 273.000 Euro für die von Metallbau Evers errichteten Tragsäulen von der Stadt getragen wurden.[9]
Kaum war der Bahnhof fertiggestellt, äußerten die Norder Grünen erneut Bedenken. Ihrer Ansicht nach sei der Bahnhof mit dem Zentralen Omnibusbahnhof nun viel zu groß geraten, weshalb sie einen Rückbau und eine "sinnvollere Nutzung" forderten.[10] Die Forderung wurde vom Norder Rat abgelehnt.
Das alte Bahnhofsgebäude wurde zwar mit der Einweihung der neuen Bahnhofsanlagen aufgegeben, blieb jedoch noch bis zum Frühjahr 2011 erhalten, da sich hier noch wichtige bahntechnische Einrichtungen befanden. Nach jahrelangem Leerstand ohne Nutzung war es allmählich zu einer unansehnlichen Ruine verkommen, wurde schließlich abgerissen und durch den Neubau einer Gewerbeimmobilie (Fressnapf) ersetzt.[11] Ein sich ebenfalls im südlichen Bereich des Norder Bahnhofs befindliches Stellwerksgebäude, das unter Denkmalschutz steht, wurde an einen privaten Käufer veräußert und wird zurzeit wieder renoviert.
Beschreibung
Seit der Fertigstellung beheimatet der Bahnhof ein Schnellrestaurant ("Burger King"), einen Kiosk und ein Reisezentrum der Deutschen Bahn. Auch die Museumseisenbahn startet von hier, jedoch auf einem gesonderten Gleis.
Taxi- und Kurzzeitparkplätze befinden sich direkt vor der Tür und der Zentrale Omnibusbahnhof ist direkt neben dem Bahnhofsgebäude gelegen. Von hier verkehrt auch der Bus der Baltrum-Linie fahrplanmäßig nach Neßmersiel.
Kosten
Allein die Kosten für die Bahnsteigsanierung beliefen sich auf 2,7 Millionen Euro.[5] Die Kosten für die Tragesäulen des Vordachs beliefen sich auf rund 670.000 Euro.[9] Der städtische Anteil am Gesamtprojekt wird mit 2,3 Millionen veranschlagt, das Land steuerte 1,83 Millionen bei.[12]
Trivia
Im Rahmen der Bauplanungen gab es Überlegungen, die Bahnhofstraße wieder in ihrer ursprünglichen Form alleeartig zu bepflanzen.[1] Das Vorhaben wurde jedoch nicht umgesetzt.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 15. Februar 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ 2,0 2,1 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 14. Februar 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 16. September 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ 4,0 4,1 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 13. September 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ 5,0 5,1 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 30. März 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 23. Dezember 2006, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Norden-Norddeich, Sehenswürdigkeiten auf Greetsiel.de, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 26. Juli 2004, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ 9,0 9,1 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 12. August 2008, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 1. September 2008, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 2. März 2011, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 26. Juli 2004, abgerufen am 26. April 2021