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Die Chronik der heutigen Grundschule spiegelt die Entwicklung des [[Süderneuland|Süderneulands]] wieder. Nach der Eindeichung ab dem 16. Jahrhundert waren über Jahrhunderte nur die südlichen Bereich, wie der [[Wurzeldeich]], der [[Kartoffeldeich]] oder die Einzelgehöfte (z.B. das [[Addinggaster Grashaus]]). Die Besiedlung des nördlichsten Teils der Gemeinde erfolgte erst nach Fertigstellung der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bis dahin gab es auch die [[Bahnhofstraße]] noch nicht. Vielmehr diente der [[Alter Postweg|Alte Postweg]] als wichtigste Verbindungsstraße nach Norden. Die Besiedlung der nördlicheren Gebiete erfolgte erst im eingehenden 20. Jahrhundert, vor allem ab Ende des Ersten Weltkriegs und konzentrierte sich zunächst auf den Bereich des [[Siedlungsweg|Siedlungswegs]].
Die Chronik der heutigen Grundschule spiegelt die Entwicklung des [[Süderneuland|Süderneulands]] wieder. Nach der Eindeichung ab dem 16. Jahrhundert waren über Jahrhunderte nur die südlichen Bereich, wie der [[Wurzeldeich]], der [[Kartoffeldeich]] oder die Einzelgehöfte (z.B. das [[Addinggaster Grashaus]]). Die Besiedlung des nördlichsten Teils der Gemeinde erfolgte erst nach Fertigstellung der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bis dahin gab es auch die [[Bahnhofstraße]] noch nicht. Vielmehr diente der [[Alter Postweg|Alte Postweg]] als wichtigste Verbindungsstraße nach Norden. Die Besiedlung der nördlicheren Gebiete erfolgte erst im eingehenden 20. Jahrhundert, vor allem ab Ende des Ersten Weltkriegs und konzentrierte sich zunächst auf den Bereich des [[Siedlungsweg|Siedlungswegs]].


Grundlage zur Gründung einer Schule in Süderneuland war letztlich aber nicht die zunehmende Besiedlung, sondern das sogenannte "Volksschulunterhaltungsgesetz" aus dem Jahr 1908, das die Städte und Gemeinde verpflichtete, Volksschulen zu errichten und zu unterhalten. Im September 1913 wurde die einklassige Volksschule an ihrem bis heute erhaltenen Standort fertiggestellt, bis dahin besuchten die Schulkinder die Schule im Osteeler Neuland. Parallel zum Bau in [[Süderneuland I]] wurde auch die [[Alte Schule Süderneuland II|Schule in Süderneuland II]] fertiggestellt.
Grundlage zur Gründung einer Schule in Süderneuland war letztlich aber nicht die zunehmende Besiedlung, sondern das sogenannte "Volksschulunterhaltungsgesetz" aus dem Jahr 1906, das die Städte und Gemeinde verpflichtete, Volksschulen zu errichten und zu unterhalten. Im September 1913 wurde die einklassige Volksschule an ihrem bis heute erhaltenen Standort fertiggestellt, bis dahin besuchten die Schulkinder die Schule im Osteeler Neuland. Parallel zum Bau in [[Süderneuland I]] wurde auch die [[Alte Schule Süderneuland II|Schule in Süderneuland II]] fertiggestellt.


Dank Unterlagen des von dem an der Schule seit Anbeginn und über 35 Jahre lang als Lehrer tätigen [[Gerhard Jütting]] und seiner Nachfolger lässt sich die Entwicklung der Schule von Anfang an vergleichsweise gut nachvollziehen. So schreibt Jütting, dass die Mädchen im Jahr 1914 gekaufte Wolle zu Strümpfen, Knie-, Kopf- und Pulswärmern verarbeitet haben. Die Jungen sammelten Metall, Gummi und Spinnstoffe, die sie verkauften. Aus diesem Erlös kaufte die Schule Zigarren, Schokolade und weitere Annehmlichkeiten. Aus den Sachen stellten sie Pakete zusammen, das die Schule den deutschen Soldaten zu Weihnachten 1914 zukommen ließ, die aufgrund des Krieges fernab ihrer Heimat waren.
Dank Unterlagen des von dem an der Schule seit Anbeginn und über 35 Jahre lang als Lehrer tätigen [[Gerhard Jütting]] und seiner Nachfolger lässt sich die Entwicklung der Schule von Anfang an vergleichsweise gut nachvollziehen. So schreibt Jütting, dass die Mädchen im Jahr 1914 gekaufte Wolle zu Strümpfen, Knie-, Kopf- und Pulswärmern verarbeitet haben. Die Jungen sammelten Metall, Gummi und Spinnstoffe, die sie verkauften. Aus diesem Erlös kaufte die Schule Zigarren, Schokolade und weitere Annehmlichkeiten. Aus den Sachen stellten sie Pakete zusammen, das die Schule den deutschen Soldaten zu Weihnachten 1914 zukommen ließ, die aufgrund des Krieges fernab ihrer Heimat waren.