Ostermarscher Schule: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
|- | |- | ||
|Entstehungszeit | |Entstehungszeit | ||
| | | 1899 (1696, 1841) | ||
|- | |- | ||
|Erbauer | |Erbauer | ||
| Zeile 34: | Zeile 34: | ||
26506 Norden | 26506 Norden | ||
|} | |} | ||
Eine '''Ostermarscher Schule''' ist bereits seit 1687 nachweisbar. Das bis heute erhaltene Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte mehrfach neu errichtet bzw. restauriert wurde, wurde noch bis 1963 als Schule genutzt. | Eine '''Ostermarscher Schule''' ist bereits seit 1687 nachweisbar. Das bis heute erhaltene Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte mehrfach neu errichtet bzw. restauriert wurde, wurde noch bis 1963 als einklassige Schule genutzt. Der wohl bekanntesten Lehrer der Schule war [[Otto Leege]], einer der angesehensten norddeutschen Naturforscher. Nach ihm ist auch der anliegende [[Otto-Leege-Platz]] benannt worden. | ||
__NOTOC__ | __NOTOC__ | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| Zeile 50: | Zeile 49: | ||
1833 werden der Schule mehrere Kinder aus der Nachbargemeinde Hagermarsch (Ortsteil Junkersrott) zugewiesen. Die Eltern der neuen Schüler wurden verpflichtet, sich an den allgemeinen Kosten und einem Vergrößerungsbau zu beteiligen. 1839 besuchten daher bereits 73 Kinder diese Schule. Die jährlichen Einnahmen des Lehrers bestanden aus 7 Tonnen Gerste, 97 Reichstalern und einem Stüber. Der Hof des Bauern Odinga zahlte zusätzlich einen Reichstaler.<ref name=":1" /> | 1833 werden der Schule mehrere Kinder aus der Nachbargemeinde Hagermarsch (Ortsteil Junkersrott) zugewiesen. Die Eltern der neuen Schüler wurden verpflichtet, sich an den allgemeinen Kosten und einem Vergrößerungsbau zu beteiligen. 1839 besuchten daher bereits 73 Kinder diese Schule. Die jährlichen Einnahmen des Lehrers bestanden aus 7 Tonnen Gerste, 97 Reichstalern und einem Stüber. Der Hof des Bauern Odinga zahlte zusätzlich einen Reichstaler.<ref name=":1" /> | ||
Im Jahre 1862 werden 49 Kinder gezählt, fünf Jahre später 62. 1869 | Im Jahre 1862 werden 49 Kinder gezählt, fünf Jahre später 62. 1869 sank die Zahl leicht auf 58 und steigt um 1870 wieder um zwei auf 60 Kinder. Nach der damals geltenden Gesetzeslage dürfte die Schule mit ihrer Größe insgesamt 73 Schüler aufnehmen. Bereits 1878 wird diese Grenze jedoch deutlich überschritten, als bereits 78 Kinder die Schule besuchen. Ein Erweiterungsbau wird nötig und 1882 besuchten ganze 96 Kinder die Schule. Die schwankende Schülerzahl war meistens bedingt durch den Ab- und Zugang von kinderreichen Arbeiterfamilien.<ref name=":1" /> | ||
Im Jahre 1875 wird in der Schule eine Hinterküche erbaut. 1879 wird das Schulgebäude mangels Raum um weitere 3 Meter verlängert. Am 24. Februar 1898 wird der Kauf eines Grundstückes für eine neue Schule besiegelt und 1899 fertiggestellt | Im Jahre 1875 wird in der Schule eine Hinterküche erbaut. 1879 wird das Schulgebäude mangels Raum um weitere 3 Meter verlängert. Am 24. Februar 1898 wird der Kauf eines Grundstückes für eine neue Schule besiegelt und 1899 fertiggestellt. 1907 befinden sich 65 Kinder aus Ostermarsch und 16 Kinder aus Junkersrott in der Schule. Sämtliche Kinder sind evangelischen Glaubens. Ab 1907 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1924 unterrichtete dort der durch seine naturkundlichen Studien bekannt gewordene Lehrer [[Otto Leege]], nach dem ein gutes Jahrhundert später der [[Otto-Leege-Platz |anliegende Platz]] benannt worden ist. 1920 unterrichtete Lehrer Leege 89 Schulkinder in einer Klasse. 1923 sind es noch 88.<ref name=":1" /> | ||
Zum 1. Oktober 1914 wurde wegen der Überfüllung der Schule eine zweite Lehrerstelle in Ostermarsch geplant. Auch eine zweite Klasse sollte eingerichtet werden. Beide Vorhaben fielen jedoch aufgrund des einsetzenden Ersten Weltkriegs aus. So kam es, dass die Schule bis zuletzt eine für kleine Dörfer übliche Einraumschule blieb und eine zweite Lehrerstelle erst zum 1. April 1950 eingerichtet wurde. 1963 wurde die Ostermarscher Schule letztlich geschlossen. Die Grundschüler besuchten zunächst die Schule in Neßmersiel. Nachdem Ostermarsch zum 1. Juli 1972 ein Stadtteil Nordens wurde, wurden die Schüler der [[Grundschule Norddeich]] zugewiesen.<ref name=":1" /> | Zum 1. Oktober 1914 wurde wegen der Überfüllung der Schule eine zweite Lehrerstelle in Ostermarsch geplant. Auch eine zweite Klasse sollte eingerichtet werden. Beide Vorhaben fielen jedoch aufgrund des einsetzenden Ersten Weltkriegs aus. So kam es, dass die Schule bis zuletzt eine für kleine Dörfer übliche Einraumschule blieb und eine zweite Lehrerstelle erst zum 1. April 1950 eingerichtet wurde. 1963 wurde die Ostermarscher Schule letztlich geschlossen. Die Grundschüler besuchten zunächst die Schule in Neßmersiel. Nachdem Ostermarsch zum 1. Juli 1972 ein Stadtteil Nordens wurde, wurden die Schüler der [[Grundschule Norddeich]] zugewiesen.<ref name=":1" /> | ||
| Zeile 81: | Zeile 80: | ||
|??? Bolinius | |??? Bolinius | ||
|- | |- | ||
| 1825 - | | 1825 - ??? | ||
|H. F. Brauer | |H. F. Brauer | ||
|- | |||
|1907 - 1924 | |||
|[[Otto Leege]] | |||
|- | |- | ||
|} | |} | ||
| Zeile 91: | Zeile 93: | ||
!2. Lehrerstelle | !2. Lehrerstelle | ||
|- | |- | ||
| | |??? - ??? | ||
|??? | |||
| | |||
|} | |} | ||
|} | |} | ||
| Zeile 110: | Zeile 106: | ||
|50 | |50 | ||
|- | |- | ||
| | |1839 | ||
| | |73 | ||
|- | |||
|1862 | |||
|49 | |||
|- | |||
|1867 | |||
|62 | |||
|- | |||
|1869 | |||
|58 | |||
|- | |||
|1870 | |||
|60 | |||
|- | |- | ||
| | |1878 | ||
| | |78 | ||
|- | |- | ||
| | |1882 | ||
| | |96 | ||
|- | |- | ||
| | |1907 | ||
| | |81 | ||
|- | |- | ||
| | |1920 | ||
| | |89 | ||
|- | |- | ||
| | |1923 | ||
| | |88 | ||
|} | |} | ||
==Einzelnachweis== | ==Einzelnachweis== | ||