Alte Nadörster Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein Lageplan über [[Nadörst]] aus dem Jahr 1829 zeigt das Schulgebäude bereits an seiner bis heute bestehenden Lage.<ref>StAA, Rep. 139, Nr. 868</ref> Erricht worden soll es bereits im Jahre 1788.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 91</ref> Von Beginn an sollen hier auch die Schüler aus der Moorkolonie Halbemond zur Schule gegangen sein, bis sie 1820 ein eigenes Schulgebäude erhielten. | Ein Lageplan über [[Nadörst]] aus dem Jahr 1829 zeigt das Schulgebäude bereits an seiner bis heute bestehenden Lage.<ref>StAA, Rep. 139, Nr. 868</ref> Erricht worden soll es bereits im Jahre 1788.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 91</ref> Von Beginn an sollen hier auch die Schüler aus der Moorkolonie Halbemond zur Schule gegangen sein, bis sie 1820 ein eigenes Schulgebäude erhielten. | ||
Für das Jahr 1828 liegt ein Bericht des Norder Superintendenten vor, in dem er den hier tätigen Lehrer [[Johann Janshen Eilts]] für seine guten Kenntnisse in Rechtschreibung und Religionskenntnisse lobt. Offenbar hatte er ihn zuvor einer den "königlichen Vorschriften" entsprechenden Vorschriften geprüft. Hier wird ersichtlich, dass die Schulträgerschaft in den Händen der Kirche lag. In früheren Zeiten war dies nicht ungewöhnlich. 1830 wird neuer Schullehrer. | |||
Für das Jahr 1828 liegt ein Bericht des Norder Superintendenten vor, in dem er den hier tätigen Lehrer [[Johann Janshen Eilts]] für seine guten Kenntnisse in Rechtschreibung und Religionskenntnisse lobt. Offenbar hatte er ihn zuvor einer den "königlichen Vorschriften" entsprechenden Vorschriften geprüft. Hier wird ersichtlich, dass die Schulträgerschaft in den Händen der Kirche lag. In früheren Zeiten war dies nicht ungewöhnlich. 1830 wird | |||
Am 28. Dezember 1848 schreibt der hier tätige Lehrer [[Johann Goldenstein]] einen Brief an [[Thole Strate|Pastor Strate]], den Vorsitzenden des Schulvorstandes, in dem er um die Abschaffung der damals gängigen "Reihetisches" bittet. Hierunter verstand man in früheren Jahren die gängige und weit verbreitete Praxis, dass der Schullehrer reihum bei den Eltern der von ihm unterrichteten Schulkindern zum Mittagessen geladen wurde. Dies war Teil des kargen Lehrerlohns in früheren Tagen. Goldenstein beschwerte sich, dass die Wege zu den Eltern zu lang seien und diese nur in den seltensten Fällen das Essen pünktlich fertig hätten, sodass er oftmals 1,5 Stunden unterwegs sei. Er wünsche sich ein erhöhtes Entgelt, das ihm eine Verköstigung in einer nahegelegenen Gastwirtschaft ermögliche. Aus dem Schreiben geht hervor, dass Lehrer Goldenstein in diesem Jahr die Kinder von 11 Familien unterrichtete, von denen 10 Hofbesitzer waren, die durchaus in der Lage seien, das geforderte, erhöhte Entgelt von zusätzlichen 50 Reichstalern aufzubringen. Die meisten Eltern seien für die eigenständige Abschaffung des "Reihetisches" bzw. Zahlung eines Kostgeldes jedoch offenbar nicht bereit. | Am 28. Dezember 1848 schreibt der hier tätige Lehrer [[Johann Goldenstein]] einen Brief an [[Thole Strate|Pastor Strate]], den Vorsitzenden des Schulvorstandes, in dem er um die Abschaffung der damals gängigen "Reihetisches" bittet. Hierunter verstand man in früheren Jahren die gängige und weit verbreitete Praxis, dass der Schullehrer reihum bei den Eltern der von ihm unterrichteten Schulkindern zum Mittagessen geladen wurde. Dies war Teil des kargen Lehrerlohns in früheren Tagen. Goldenstein beschwerte sich, dass die Wege zu den Eltern zu lang seien und diese nur in den seltensten Fällen das Essen pünktlich fertig hätten, sodass er oftmals 1,5 Stunden unterwegs sei. Er wünsche sich ein erhöhtes Entgelt, das ihm eine Verköstigung in einer nahegelegenen Gastwirtschaft ermögliche. Aus dem Schreiben geht hervor, dass Lehrer Goldenstein in diesem Jahr die Kinder von 11 Familien unterrichtete, von denen 10 Hofbesitzer waren, die durchaus in der Lage seien, das geforderte, erhöhte Entgelt von zusätzlichen 50 Reichstalern aufzubringen. Die meisten Eltern seien für die eigenständige Abschaffung des "Reihetisches" bzw. Zahlung eines Kostgeldes jedoch offenbar nicht bereit. | ||
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Nachfolgend wurde das alte Schulgebäude für private und gewerbliche Zwecke umgebaut. Hier befand sich zunächst ein Schrottplatz ("Paul Schmidt") und später das "Norder Kaminstudio". Der Vorderbau des Gebäudes wird seit der Schulschließung als Mehrparteienhaus genutzt. | Nachfolgend wurde das alte Schulgebäude für private und gewerbliche Zwecke umgebaut. Hier befand sich zunächst ein Schrottplatz ("Paul Schmidt") und später das "Norder Kaminstudio". Der Vorderbau des Gebäudes wird seit der Schulschließung als Mehrparteienhaus genutzt. | ||
== Lehrkräfte == | |||
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!Zeitraum | |||
!1. Lehrerstelle | |||
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|1793 - 1795 | |||
|[[Johann Friedrich Harms]] | |||
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|1795 - 1809 | |||
|[[Johann Diedrich Hicken]] | |||
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|1809 - 1819 | |||
|[[Wilhelm Clashen Adams]] | |||
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|1819 - 1830 | |||
|[[Eppe Gerdes Krey]] | |||
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|1830 - 1848 | |||
|[[Christian Bernhard Cöster]] | |||
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|1848 - ??? | |||
|[[Johann Goldenstein]] | |||
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|ca. 1929 - 1939 | |||
|[[Heye Gross]] | |||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references /> | ||